CDU stiftet 100 Bäume für Bürgerwald

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CDU stiftet 100 Bäume für Bürgerwald

KONZEPT – Anpflanzung in Pohl-Göns geplant / CDU offen für Magistratsvorschlag für mehr Forst-Personal

BUTZBACH (pe). In der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses stellte die Verwaltung der Stadt Butzbach das Konzept der Einrichtung eines Bürgerwaldes vor. Ursprünglich hatte Bernhard Dern, stellvertretender Vorsitzender der CDU, in einem Gespräch mit Revierförster Oliver Schneider darum gebeten, der CDU für eine Baumpflanzaktion Waldfläche zur Verfügung zu stellen. Das schreibt die Union in einer Pressemitteilung. Diese Idee hatten, wie sich nun herausstellte, mehrere Vereine und Verbände wie auch Privatpersonen, so dass die Stadt sich veranlasst gesehen hat, das Ganze zu koordinieren. 

Dern freut sich, dass die Idee der CDU nun in das Gesamtkonzept einfließe: „Angesichts der Borkenkäfer-Kalamitäten und der Probleme, die mit der Abholzung und dem Holzpreisverfall auch für den Butzbacher Stadtsäckel verbunden sein werden, haben wir uns als Union überlegt, hier einen Beitrag zu leisten, der hoffentlich viele Nachahmer finden wird. Wir spenden 100 Bäume für den in der Gemarkung Pohl-Göns geplanten Bürgerwald“, so Dern. 

CDU-Fraktionschef Stefan Euler, für den das Thema „Wald“ ohnehin bedeutsam ist, kündigte in der CDU-Fraktion auch weitere Maßnahmen und Ideen an, um den unterschiedlichen Funktionen des Waldes – Erholung, Tier- und Pflanzen, Mikroklima, Wirtschaftswald, Sport und Jagd, Wanderung und Biotop, um nur einige zu nennen, zu einem entsprechenden Stellenwert zu verhelfen. „Hierzu hat die CDU bereits einen Antrag gestellt und wird auch weiterhin an dem Thema bleiben“, so Euler. Es gehe um die Vereinbarkeit von Umwelt- und Klimaschutz einerseits, aber auch um die Bedürfnisse der Menschen. Das Thema „Waldpädagogik“ sei ebenfalls wichtig, damit die jungen Heranwachsenden sehr früh den Umgang mit Wäldern erlernten. Hier sei die ständige Vorhaltung des Waldlehrpfades und dessen Ausbau ein wichtiger Baustein.

Ohne mehr qualifiziertes Personal seien die notwendigen Aufgaben im Wald nicht umsetzbar. Um geschädigte Bäume zu identifizieren, zu fällen und aufzuarbeiten, werde kurzfristig mehr forstliches Personal benötigt. Die Entscheidung von Hessen Forst, in den Staatsforsten die Aufarbeitung der Kalamitätsschäden vorübergehend nicht mehr aufzuarbeiten, irritiere die Butzbacher Union. Hier müsse der Magistrat im Gespräch mit Hessen Forst eine klare Linie vertreten. Zur schnelleren Entwicklung von Mischbeständen und der Betreuung unserer Wälder brauchen die Forstbetriebe und angrenzende Bereiche aber auch langfristig mehr Fachpersonal auf allen Ebenen. „Die CDU wird sich einem entsprechenden Vorschlag des Magistrats nicht verschließen, das betrifft auch die Verwaltung selbst“, so Euler. Auch könne man durchaus darüber nachdenken, rüstigen Rentnern oder interessierten Bürgern das Angebot zu unterbreiten, ergänzend mitzuhelfen bei der Pflege der neuen Waldbestände. „Auch über einen Feldschütz denkt die CDU nach“, so Euler in der Pressemitteilung. 

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