CDU will Butzbacher Kernstadt aus dem „Winterschlaf“ wecken

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CDU will Butzbacher Kernstadt aus dem „Winterschlaf“ wecken

Vorstand formuliert Ziele für Innenstadt, Gewerbe, Urwald-Areal, Soziale Stadt und Verkehr

BUTZBACH (pe). „Ab März 2021 soll die Kernstadt aus dem Winterschlaf erwachen“, erklärt der Kernstadt-CDU-Vorsitzende Christian Burk in einer Pressemitteilung. Der neu formierte Vorstand der Kernstadt CDU sieht seine Themenschwerpunkte in den nächsten Jahren in den Handlungsfeldern: Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Mobilität, Butzbacher Wald und Entwicklung Degerfeld. 

Die Kernstadt Butzbach mit ihrem historischen Ambiente soll Ort der Begegnung und erstrebenswerter Lebensraum sein. Daher möchte die Kernstadt-CDU im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) ihre Akzente setzen: Wohnen in der Innenstadt, Aufenthaltsqualität, Funktions- und Angebotsvielfalt sowie Barrierefreiheit und die städteverträgliche Mobilität sind Bereiche, die aktiv gestaltet werden sollen. 

„Neben der Entwicklung der Innenstadt, muss ein Hauptaugenmerk auf die Gewerbeflächen gelegt werden. Hier sollte zunächst eine Bestandsaufnahme der Brach- und Leerstandsflächen erfolgen. Die Reaktivierung von ehemaligen Gewerbestandorten wie zum Beispiel Altes Heizhaus, Lebensmittelmarkt Degerfeld oder Brachflächen im Industriepark Nord, ehemalige Baumschule und Flächen im Industriegebiet Ost müssen innovativ und mutig angegangen werden“, so die Union. 

Um den erstrebenswerten Lebensraum zu schaffen, stehe die Kernstadt-CDU für eine aktive Wirtschaftsförderung. Bestehende Netzwerke müssten wertgeschätzt und gefördert werden. „Für eine aktive Wirtschaftsförderung benötigt die Stadt eine eigene Kompetenzstelle, einen Manager für Gewerbeangelegenheiten, der sich um alle Belange von Industrie, Handwerk und Gewerbe kümmert und als zentraler Ansprechpartner die Belange des Gewerbes in den Verwaltungs- und Genehmigungsbehörden unterstützend begleitet.“ Diese Kompetenzstelle soll für eine neue Willkommens- und Betreuungskultur stehen. Durch ein Wertschätzungskonzept sollen die Unternehmen in der Stadt Butzbach sich aufgehoben und verstanden fühlen. 

„Die Kernstadt-CDU setzt sich für eine nachhaltige Weiterentwicklung ein und möchte Stillstand in Butzbach vermeiden“, so der Vorstand. Die Umsetzungsvorschläge zu den Themen: Bahnhofsgelände, Parkhäuser, ruhender und fließender Verkehr, die Schaffung von Ladeninfrastruktur sowie Radwegeausbau befänden sich noch in den Anfängen. Viele dieser Themen seien seit Jahren bekannt und noch zu unübersichtlich. „Die Kernstadt-CDU wird sich im neugegründeten Mobilitätsbeirat engagieren, damit zielgerichtete und nachhaltige Lösungen gefunden werden. Neue Ideen wie die Reaktivierung der stillgelegten Licher-Eisenbahnlinie sollen als Vorschlag miteingebracht werden, um den Verkehr zu entlasten und zukunftsweisende Mobilitätswege zu finden“, so die Pressemitteilung. 

„Der Butzbacher Wald dient unseren Bürgern als wichtiges Erholungs- und Freizeitgebiet. Diesen zu schützen, macht sich die Kernstadt-CDU zu eigen. Fehler der Vergangenheit bei der Aufforstung und bei der Entnahme dürfen nicht wiederholt werden. Ein Naturwaldareal (Urwald) ohne menschliche Eingriffe sollte geschaffen werden“, so der Vorstand. Die Kernstadt-CDU möchte den Dialog zwischen den unterschiedlichen Waldnutzern und deren Wünschen begleiten. So sei eine ausgewiesene Mountainbike-Strecke ebenso wichtig wie Unterstellmöglichkeiten für Wanderer und Läufer. „Der Wald soll nicht kleiner, sondern muss größer werden. Wir setzten uns für die Schaffung von zusätzlichen Waldgebieten ein.“ 

Im Degerfeld müssen laut Union die, im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt“ unter Mitarbeit der CDU-Stadtteilbeiratsmitglieder geplanten und angeschobenen Projekte einer zügigen Umsetzung zugeführt werden. Insbesondere nennt die CDU das Familienzentrum in der „Alten Mensa“ der ehemaligen Schule einen wichtigen Mosaikstein, um in diesem stark gewachsenen Stadtteil gesellschaftliche Impulse zu entwickeln. Das Projekt „Erlebnis- und Erfahrungslandschaft Vicus Romanus“ sei besonders als Freifläche wichtig, weil durch die Neugestaltung der ehemaligen amerikanischen Wohnsiedlung acht Spielplätze und die Sportfläche an der ehemaligen amerikanischen Schule einer Bebauung zugeführt wurden, obwohl sich die Bevölkerungsanzahl dort nur unwesentlich geändert hat. 

Der ehemalige Lebensmittelmarkt an der Ecke Mozartstraße/Pohl-Gönser Straße müsse einer Nahversorgungsnutzung zugeführt werden. Vorstellbar wäre ein Kioskangebot mit Café im Erdgeschoss eines möglichen Neubaus. 

Die Erweiterung der Degerfeldschule mit möglichen Sporthallenneubau sei ebenfalls ein wichtiges Thema, das zwar der Wetteraukreis als Schulträger zu stemmen habe, aber Auswirkungen im Degerfeld erfahren werde, beispielsweise durch eine zu regelnde verbesserte Verkehrsanbindung.

Es kandidieren aus der Kernstadt unter dem Dach der CDU bei der nächsten Wahl für verschiedene Gremien: Uwe Balser, Wolfgang Bender, Michael Born, Christian Burk, Reinhard Burk, Petra Eierer, Niklas Heid, Oliver Rieger, Frederik Schikora und Ben Seliger.

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