CDU will Konzept für Freibad-Öffnung

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CDU will Konzept für Freibad-Öffnung

„Angebot schaffen für Butzbacher, die nicht in Urlaub fahren“ / Verweis auf Stufenplan der Landesregierung

BUTZBACH (pe). Dass das Coronavirus Einfluss nehmen würde auf das öffentliche Leben, auch weithin in das Jahr 2020 hinein, davor haben Experten bereits frühzeitig gewarnt. Die CDU Butzbach versteht daher die Entscheidung der Geschäftsführung der Butzbacher Bäderbetriebe zur Nichtöffnung der Freibäder grundsätzlich, will aber dennoch nachhaken, schreibt die Union in einer Pressemitteilung.

Jüngst beschloss die Landesregierung die Öffnung der Freibäder für Schwimmvereine zum 1. Juni. Der Trend gehe, so die CDU, zur stufenweisen Öffnung. Andere Bundesländer gingen schon weiter und beabsichtigten die allgemeine Öffnung der Freibäder im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Wichtig sei ein coronagerechtes Konzept.

Nicht nur viele Butzbacher zeigten sich laut CDU deshalb überrascht, dass der Geschäftsführer der Butzbacher Bäderbetriebe Michael Weiß in der BZ (im April und am 22. Mai), mit einer Öffnung der Butzbacher Freibäder in dieser Saison sei nicht zu rechnen. Dies käme auch für die Union dann doch überraschend. 

Angesichts der Tatsache, dass auch viele Diskussionen um Urlaub im Ausland oder am Meer stattfänden und man nicht davon ausgehen dürfe, dass der diesjährige Urlaub normal stattfinden werde,  sei es Aufgabe einer Kommune, der Bevölkerung „Urlaub- zu- Hause“ zu bieten. Der Zeitpunkt für ein zeitnahes Öffnen der Freibäder, insbesondere des Schrenzerbads, sei grundsätzlich noch nicht überschritten. 

Wirtschaftliche Gründe zu benennen, sei aber angesichts des ohnehin jährlichen Verlust von bis zu einer Dreiviertelmillion Euro nicht angemessen, so die Union. Die Menschen in Butzbach erlebten wie alle in Deutschland eine besondere Situation, die auch besondere Anstrengungen der Kommunen und ihrer Tochtergesellschaften erfordere. „Dem ist mit einem klaren Konzept zu begegnen, wie es doch noch möglich ist, für die Menschen vor Ort eine Ausweichalternative zum Schwimmen, zur Wassergymnastik oder auch zum bloßen Erfrischen bei hohen Sommertemperaturen zu bieten“, fordert CDU-Vorsitzender Stefan Euler. Die CDU verlange von der Geschäftsführung der Bäderbetriebe ein Konzept, das zumindest einen kontingentierten Schwimmbetrieb in einem der Freibäder zulasse. „Das sind wir den treuen Schwimmerinnen und Schwimmern, den Familien mit Kindern und allen, die dieses Jahr weder in den Urlaub fahren können, noch ein Schwimmbad im heimischen Garten haben, schuldig“, betont Euler. Die CDU sei sowieso überrascht, wie lange es dauere von der Ankündigung der Freibadsanierung bis zur Vorlage von Plänen in den entsprechenden Gremien. Die Union wünsche sich mehr Transparenz dem zuständigen Aufsichtsrat, aber auch den politischen Gremien gegenüber. Vermeiden wolle man, so die CDU, dass das Bad in diesem Jahr wegen Corona und im nächsten Jahr wegen der Sanierung geschlossen bleibe. „Dann sind die Gäste alle weg“, so Euler.

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