Cleeberger Feuerwehr erhielt beim Waldfest-Jubiläum neues Fahrzeug

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Cleeberger Feuerwehr erhielt beim Waldfest-Jubiläum neues Fahrzeug

CLEEBERG. Volksfeststimmung herrschte beim Waldfest, das die Cleeberger Feuerwehr nach zwei Jahren Coronapause ausrichtete. Text + Foto: ikr

CLEEBERG (ikr). 50 Jahre Waldfest Cleeberg wurden am Himmelfahrtstag unter dem Motto „..su wei’s froiher wur“ ohne großes „Schnick und Schnack“ gefeiert. Nach zwei Jahren Corona-Pause war die Traditionsveranstaltung im und rund um das Waldhaus bei sonnig-trockenem Wetter ein großer Publikumsmagnet. Die Freiwillige Feuerwehr Cleeberg hatte das Fest organisiert. 

„Es ist richtig Volksfeststimmung“, freute sich Wehrführer Thorsten Jung. Höhepunkt der Open-Air-Feier, die am Vormittag mit einem Gottesdienst begann und zur Mittagszeit mit Gegrilltem und Erbseneintopf lockte, war die offizielle Übergabe des neuen Mannschaftstransportfahrzeugs (MTF) Langgöns 2-19. Dazu begrüßte Thorsten Jung neben den Besuchern, zahlreichen Mitgliedern der Ortsvereine und der politischen Gemeindegremien mit Erstem Beigeordneten Hans Noormann an der Spitze, ganz besonders auch Vertreter benachbarter und befreundeter Feuerwehren aus allen Ortsteilen der Großgemeinde und den Nachbargemeinden.

„Mit der Übergabe des neuen Fahrzeugs ist rund acht Jahre nach der Einweihung des neuen Feuerwehrhauses, damals verbunden mit der Übergabe des Hilfeleistungslöschgruppen-Fahrzeuges HLF 10 die Erneuerung der Ausrüstung des Feuerwehrstandortes hier in Cleeberg abgeschlossen“, freute sich der Wehrführer. „Wir sind jetzt vollkommen ‚up to date‘ und auf neuestem Stand.“ Das neue Fahrzeug ersetzt den Mannschaftstransporter aus dem Jahr 1995 und dient hauptsächlich dazu, Einsatzkräfte bei Einsätzen und Übungen zu befördern. Auch steht es der Jugend- und Minifeuerwehr sowie der Alters- und Ehrenabteilung zur Verfügung. 

Der integrierte Funktisch mit umfangreicher Digitalfunktechnik ermöglicht es, Einsätze oder Einsatzabschnitte insbesondere in seiner Funktion als Führungsfahrzeug des Katastrophenschutzzuges Langgöns zu koordinieren. Das Fahrzeug bietet acht Sitzplätze, angetrieben wird es von einem 150 PS starken Dieselmotor, das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 3,4 Tonnen. „Zur Bevölkerungswarnung können über die Sondersignalanlage Durchsagen in einer guten und vor allem lautstarken Qualität gemacht werden“, betonte Jung. 

Um möglichst jedes Ziel, auch abseits von befestigten Straßen und im Winter erreichen zu können, ist das Fahrzeug mit einem Allradantrieb ausgestattet. „Damit alles bedarfsgerecht ausgestattet werden konnte, hier war uns beispielsweise der Allradantrieb besonders wichtig, hat sich der Feuerwehrverein an den Kosten beteiligt“, unterstrich Jung. Mit seiner Anhängerkupplung kann das Fahrzeug Anhängelasten von gut drei Tonnen ziehen. Die Heckbeklebung dient gemeinsam mit dem Absicherungsmaterial im Geräteraum zur Absicherung von Einsatzstellen. 

„Die Feuerwehr Cleeberg mit ihren rund 60 Aktiven aus allen Abteilungen freut sich sehr über das gelungene neue Fahrzeug“, bilanzierte Thorsten Jung. Sein Dank ging an alle Gemeindegremien, die Gemeindebrandinspektoren (GBIs) Thomas H. Heckrodt und Dirk Herget sowie an die beiden Vorsitzenden des Cleeberger Feuerwehrvereins, Thomas Heep und Nils Klingelhöfer, für die finanzielle Unterstützung aus Vereinsmitteln.

Hans Noormann überbrachte die guten Wünsche von Bürgermeister Marius Reusch und unterstrich, dass die Gemeinde „voll in der Umsetzung des Bedarfs- und Entwicklungsplans für die Feuerwehren“ liege. Er hoffe, dass Notfälle nicht so oft eintreten und erinnerte daran, dass die Feuerwehren der Großgemeinde in den vergangenen Wochen wertvolle Hilfe bei der Betreuung der Ukraine-Flüchtlinge geleistet hätten. Mit ihren Fahrzeugen standen sie für den Transport der Menschen immer zur Verfügung und unterstützten unter anderem auch bei Behördengängen und anderen Erfordernissen. 

Noormann überreichte den Autoschlüssel an GBI Thomas H. Heckrodt. Dieser wünschte der Cleeberger Wehr „viele schöne und gute Stunden in Einsatz und Ausbildung und hoffentlich wenige Einsätze“.

Jörg Schmidt als aktiver Feuerwehrmann und Prädikant der Evangelischen Kirchengemeinde Cleeberg und Espa segnete anschließend das Fahrzeug.

Das Waldhaus wurde 1979 gebaut. Es liegt etwas abseits zwischen Cleeberg, Oberkleen und Ebersgöns. Jedes Jahr besuchen zahlreiche Besucher diese besonders bei Wanderern, Radfahrern und anderen Ausflüglern beliebte Ausflugsstätte und nutzen auch beim Waldfest gern die Gelegenheit, dort etwas zu essen oder zu trinken. Vorher traf man sich ab 1972 alljährlich an Himmelfahrt zum „Tag des Baumes“ am „Hexenhaus am Cleebaum“, das ein paar 100 m entfernt ist. 

Das Foto zeigt die offizielle Schlüsselübergabe für das neue Feuerwehrfahrzeug (v.l.): Hans Noormann, Thorsten Jung, Jörg Schmidt und Thomas H. Heckrodt.

Viel Spaß auf dem Fahrersitz des großen Feuerwehrautos hatte diese junge Dame.

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