Corona-Pandemie ließ bei Wetterauer Eisenbahnfreunden Einnahmen wegbrechen

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Corona-Pandemie ließ bei Wetterauer Eisenbahnfreunden Einnahmen wegbrechen

FDP-Politiker informierten sich und überbrachten Geldspende

BAD NAUHEIM (pm). Der Wetterauer FDP-Landtagsabgeordnete Jörg-Uwe Hahn war zusammen mit dem Bad Nauheimer FDP-Bundestagsabgeordneten Peter Heidt bei den Eisenbahnfreunden Wetterau e.V. in Bad Nauheim zu Gast, um sich über deren Vereinsarbeit zu informieren. 

Der Vereinsvorsitzende Stefan John berichtete den Liberalen von dem Ursprung des Vereins. 1974 ursprünglich als Modellbahnverein gegründet, entdeckten die Vereinsmitglieder schnell ihr Interesse an „echten“ alten Lokomotiven, sodass 1978 die ersten Fahrzeuge von dem Verein erworben wurden. Heute zählt der Verein rund 100 Mitglieder und bietet auch öffentliche Museums- und Eventfahrten an. Neben regelmäßigen Publikumsfahrten auf einer gepachteten Bahnstrecke Bad Nauheim – Münzenberg bietet der Verein auf dieser Strecke auch spezielle Eventfahren, beispielsweise für Firmenfeiern oder Hochzeiten, an. 

„In den letzten Monaten standen unsere Züge aufgrund der Corona-Pandemie leider still. An einem regulären Fahrtentag zählen wir rund 200 bis 250 Passagiere, die Einnahmen aus dem Ticketverkauf sind unsere Haupteinnahmequelle. Diese Einnahmequelle ist uns weggebrochen, die Pandemie ist ein großer Rückschlag für unseren Verein“, erklärte Vereinsvorsitzender John. Sein Vorstandskollege und Kassierer Manfred Göbel ergänzte: „Wir haben jährliche Fixkosten, beispielsweise die Kosten für die Streckenunterhaltung, die wir trotz fehlender Einnahmen decken müssen“. 

Jüngst sind die Publikumsfahrten, natürlich unter Einhaltung diverser Corona-Schutzmaßnahmen, wieder gestartet. Die Eisenbahnfreunde hoffen nun auf eine rege Auslastung der Fahrten, um die monetären Ausfälle der vergangenen Monate zu minimieren. 

Kassierer Göbel nutzte die Möglichkeit, um den liberalen Land- und Bundestagsabgeordneten, beide sitzen auch für die Freien Demokraten im Wetterauer Kreistag, die Problematik rund um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zu verdeutlichen. Die Eisenbahnfreunde nutzen das Mittel, um die Bahnstrecken frei von Unkraut zu halten. „Die Ausbringung von Glyphosat auf den Gleisen ist notwendig, um den Bahnbetrieb aufrecht erhalten zu können. Es gibt derzeit keine geeignete Alternative“, so Göbel. Derzeit gebe es lediglich eine Ausnahmegenehmigung, die das Ausbringen des Unkrautvernichtungsmittels erlaube. Die Bundesregierung plant, Ende 2023 das Mittel zu verbieten.

„Bei öffentlichen Diskussionen über bestimmte Wirkstoffe zählen für uns Freie Demokraten nicht Stimmungen, sondern nachvollziehare Fakten. Unser gemeinschaftliches Ziel sollte es sein, anstatt eines pauschalen Verbotes nach einer vernünftigen Alternative zum Glyphosat zu suchen“, so der FDP-Bundespolitiker Heidt. Zudem kündigte Heidt, der auch im Bad Nauheimer Stadtparlament sitzt, an, in der Bad Nauheimer Stadtpolitik allgemein für die Unterstützung des Vereins zu werben. 

Hahn überreichte den Wetterauer Eisenbahnfreunden abschließend einen Spendenscheck in Höhe über 250 Euro. 

„Die Unterstützung des Wetterauer Vereinslebens ist mir ein besonderes Anliegen. Die Wetterauer Eisenbahnfreunde haben mit ihrer jahrzehntelangen, ehrenamtlichen Arbeit einen Ort erschaffen, der einen in vergangene Zeiten zurückversetzt“, sagte Hahn bei dem Besuch. Das gemeinsame Ziel müsse es sein, die einzelnen touristischen Attraktionen in der Wetterau sinnvoll miteinander zu verknüpfen. 

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