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Corona-Verstöße auf der Autobahn

Serbe transportierte sechs „Bekannte“, von denen er keinen Namen wusste

BUTZBACH (ots). Trotz der aktuellen Pandemieproblematik sind mittelhessische Ordnungshüter*innen weiterhin auf den Straßen unterwegs, um für die Sicherheit und Ordnung aller Sorge zu tragen. Keinesfalls kommt es zur Entstehung rechtsfreier Räume. Festgestellte Straftaten und Ordnungswidrigkeiten werden konsequent verfolgt. Neben zahlreichen Ortschaften, Städten und Gemeinden entfallen auch viele Kilometer Autobahn auf das Dienstgebiet des mittelhessischen Polizeipräsidiums. Auch dort ist die Butzbacher Autobahnpolizei Tag und Nacht auf Streife.

So beispielsweise auch am vergangenen Samstag: Gegen 22 Uhr fiel einer Streife der Autobahnpolizei ein Kleinbus mit kaputtem Scheinwerfer auf, der auf der A45 in Richtung Hanau unterwegs war. Sie signalisierten dem Fahrzeugführer daher, dem Polizeiwagen auf den nahegelegenen Rastplatz „Hohe Berg“ zu folgen. Dort kontrollierten sie den in Österreich zugelassenen Ford Transit. Im Auto befanden sich neben dem aus Serbien stammenden 31-jährigen Fahrer sechs weitere Personen.

Schnell stellte sich heraus, dass der Fahrer gerade eine gewerbliche Personenbeförderung durchführte, für die er jedoch keinerlei vorgeschriebene Dokumente vorzeigen konnte. Der Versuch, den Ordnungshütern klarzumachen, dass es sich bei den Insassen um seine Bekannten handeln würde, musste er schließlich aufgeben; er kannte keinen der Männer mit Namen.

Da der 31-Jährige im Verdacht steht, einen Verstoß gegen das Personenbeförderungsgesetz begangen zu haben und zudem keinen Wohnsitz in Deutschland hat, behielten die Polizisten eine Sicherheitsleistung in Höhe von 500 Euro ein. Den aus Bulgarien und Serbien stammenden Fahrgästen eröffneten die Beamten den Tatvorwurf des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Da von diesen ebenfalls niemand über einen festen Wohnsitz innerhalb der Bundesrepublik verfügte, wurden auch hier Sicherheitsleistungen von jeweils 200 Euro erhoben.

Die Autobahnpolizisten begleiteten das Fahrzeug anschließend von der Autobahn in ein nahegelgenes Industriegebiet und untersagten die Weiterfahrt. Dort kümmerte sich der Fahrer um den weiteren Transport seiner „Bekannten“.

Die Polizei fordert nochmals dazu auf, sich zum Wohl des Infektionsschutzes nach wie vor konsequent an die gültigen Verordnungen zu halten. 

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