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Degerfeld soll weiter wachsen

BEBAUUNGSPLÄNE – Wohnungsgesellschaft will bauen / Abwasser-Klärungsbedarf in Griedel

BUTZBACH (thg). Für den Bereich „Nördlich Haydnstraße“ läuft in der Butzbacher Kernstadt ein Bebauungsplanverfahren. Einstimmig beschloss der Bauausschuss am Dienstag die Abwägungen zu den Beteiligungen und die zweite Offenlage. Wegen der teils umfangreichen Stellungnahmen zum Baugebiet „südlich der Hochstraße“ in Griedel meldeten Fraktionen noch Beratungsbedarf an und enthielten sich der Stimme – UWG, Grüne und FDP. SPD und CDU stimmten dem Offenlegungsbeschluss zu. 

In der Kernstadt zwischen der Degerfeldschule und dem Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt soll die freie Fläche bebaut werden. Unter anderem ist die Erweiterung der Schule ein Grund. Die Stadt verfügt dort über Eigentum an Grundstücken. Auf den Flächen ist unter anderem „Geschosswohnungsbau“ vorgesehen, gegenüber der ursprünglichen Bebauungsplanung wurde die Option erweitert. Im nördlichen und im östlichen Bereich des Plangebiets ist dies vorgesehen. Insgesamt könnten im Wohngebiet bis zu 170 Wohneinheiten errichtet werden. 

Auf Frage der BZ sagte Bürgermeister Michael Merle nach der Sitzung, dass die Butzbacher Wohnungsgesellschaft dort bauen soll. Ziel der Gesellschaft sei es, einen neuen und zeitgemäßen Stand von Wohnungen für ihre Mieter bereitzuhalten. Gespräche über die Umsetzung liefen derzeit noch, sodass die Fragen nach der Anzahl der zu bauenden Wohnungen noch nicht feststehe, Auch die Frage, ob nur Sozialwohnungen oder auch frei vermietbare Wohneinheiten geschaffen werden sollen, sei noch zu klären. 

Die Bedarfe an Wohnraum änderten sich, so Merle. Vermehrt werde Wohnraum für ältere Menschen benötigt. Dabei gehe es um das Thema Aufzug, auch barrierefreie, behindertenfreundliche und rollatorengeeignete Wohnungen, unter anderem in Hinblick auf die sanitären Anlagen, würden gesucht. 

Über den Sachstand zum Griedeler Bebauungsplan informierte Fachdienstleiter Ralph Miller von der Stadt Butzbach. Die Hessische Landgesellschaft habe alle notwendigen Flächen inzwischen erworben, ein Teil gehöre bereits der Stadt. Unter anderem geht es um das Thema Kindergarten und Spielplatz. Das Schmutzwasser aus Bad und Küche werde über die Kanalisation in Richtung Ort abgeführt, für Niederschlagswasser gibt es eine gesonderte Ableitung in die Wetter. Archäologische Grabungen seien notwendig, die Verkehrsführung soll über eine Verbindung aus dem Wohngebiet auf die Weiherstraße erfolgen in Richtung auf die Umgehungsstraße statt durch den Ort. Ein Verkehrsgutachten werde unter anderem prüfen, ob die Linksabbiegerspur auf der Landesstraße ausreichend lang ist. 

Die Vertreter der Fraktionen diskutierten über die Entwässerung, die auch in den Stellungnahmen zum Plan Thema war. Unter anderem ging es um die Vorschrift, Zisternen anzulegen, aber auch um die Nutzung des aufgefangenen Wassers für die Toilettenspülung. Dies vorzuschreiben, wie die Grünen anführten, sei nach Gesetzeslage möglich, so Miller, die CDU könnte sich vorstellen, dies mitzutragen. Auch die Dachbegrünung war erneut Thema, wobei die CDU nicht grundsätzlich dagegen sei, sondern darauf Wert lege, dass die Bauherren die Wahlfreiheit hätten, ob sie begrünen oder nicht. 

Der Bürgermeister fasste zusammen, dass sich nunmehr der Magistrat noch einmal Gedanken machen müsse, wie mit dem Niederschlagswasser im Baugebiet verfahren werden soll. Auch in der Fachwelt gebe es aber dazu unterschiedliche Auffassungen. 

Auch die Verlegung des Bolzplatzes und die Art der Gebäude sowie Gebäudehöhen waren Thema der Eingaben. Drei Hektar umfasst das Plangebiet. 41 Baugrundstücke sind voraussichtlich möglich mit Grundstücksgrößen von etwa 500 Quadratmeter. Dazu kommen die Ideen, auf dem Fundament des aktuellen Container-Kindergartens einen neuen Griedeler Kindergarten zu errichten und ein Feuerwehrgerätehaus zu bauen. 

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