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BUTZBACH. Das neue Butzbach-Logo ist variabel und für verschiedene Zwecke einsetzbar, darunter für Prospekte, Banner, Auto-Beklebung (hier eine Fotomontage) und für Werbeartikel, so genanntes Merchandising (Muster). Grafiken: Dexeg

Designer erklärt neues Logo der #weidigstadt / Weniger detailreich und sperrig als Vorgänger

BUTZBACH (thg). Die Stadt Butzbach hat ein neues Logo. Davon wurden zahlreiche Einwohner jüngst schon überrascht, als sie etwa einen Grundsteuerbescheid mit neuem Briefkopf erhielten – wohl auch aus Ermangelung der bisher verwendeten Briefbögen. Die Information der Öffentlichkeit über die Neuerung holte Bürgermeister Michael Merle nun nach. Gert Deptner, dessen Kreativ-Digital-Agentur Dexeg das Logo entwickelte, stellte das neue Erscheinungsbild vor und erläuterte die Hintergründe. Aus der städtischen Arbeitsgruppe mit dabei waren Erster Stadtrat Markus Ruppel, Stadtrat Norbert Gonter, von der Stadtverwaltung Melanie Geier und Markus Lambrecht.
„Es war an der Zeit, das Logo zu modernisieren“, war Deptner überzeugt. Denn das bisherige sei sehr detailreich gewesen, außerdem nicht flexibel im Einsatz etwa in digitalen Medien, und der „Claim“ mit „Friedrich-Ludwig-Weidig-Stadt – Aus Tradition in Bewegung“ sei zu sperrig. Moderne Logos dienten dem Marketing, setzten Anreize für Touristen und Unternehmen, zeigten das Selbstverständnis einer Kommune.
Das neue Logo sei grundsätzlich „auf das Wesentliche reduziert“. Der Weidig-Kopf, „Butzbach“ in Fettschrift und Weidigstadt als Begriff sind enthalten. Die Farbe Rot gelte als emotional und sei auffallend. Sie finde sich auch im Stadtwappen. Als modernes Kennzeichen ist „#weidigstadt“ mit dem in sozialen Medien gebräuchlichen „Hashtag“ integriert. Das Zeichen # stehe für „Zukunft“, spreche auch die Jugend an, Weidig sei die prägende Figur der Stadt, ein Sinnbild der Demokratie, „Stadt“ betone die Identifikation mit Butzbach und den Standortfaktoren. Insgesamt soll also die Stadtgesellschaft angesprochen werden, gerade auch für junge Leute sei dies attraktiv.
Der Weidig-Kopf im roten Qua-
drat wurde gegenüber dem vorherigen Logo weniger detailreich, was die digitale Verarbeitung erleichtert. Als prägendes Stilelement steche er heraus. Die „Ankerlinie“ hin zum Schrift-Bereich stehe für Geradlinigkeit. Die Wortmarke stehe fettgedruckt, um das Selbstbewusstsein als Stadt auszudrücken. Die sechs kleinen Quadrate in den Farben Anthrazit, Rot und Gelb stehen für Freiheit, Einheit und Demokratie. Die versetzte Position kann als schwingendes Element und Wellenform verstanden werden, wirke dynamisch und lebendig, was Ruppel betonte.
Deptner erläuterte, dass das Logo unter anderem wegen der Quadratformen leichter handhabbar sei. So könnten rechts davon mit einem weiteren Quadrat beispielsweise Informationen wie „1250 Jahre“ hinzugefügt werden. Außerdem könne der „Claim“ #weidigstadt eigenständig verwendet werden beispielsweise für Werbeartikel. Möglich sei auch die Anordnung übereinander, also mit dem Weidigkopf über den Schriftzügen, etwa für Banner, Flyer oder Werbe-Aufsteller.
Zug um Zug wird das Erscheinungsbild der Stadt komplett auf die Neugestaltumg umgestellt als „Corporate Design“ für einen einheitlichen Auftritt vom Briefbogen bis zum Plakat, von der Ortseingangstafel über die Geschäftsausstattung bis zum Merchandising. Denn die Anwendung etwa für Hoodies oder Einkaufsbeutel ist vorgesehen. Dabei soll auch der Klimaschutz berücksichtigt werden, wie Geier deutlich machte. Bei der Auswahl der Materialien werde auf Qualität geachtet, es soll sich nicht um „Wegwerf-Produkte“ handeln.
Weitere Felder sind etwa die Arbeitskleidung im Bereich Gebäudewirtschaft und Baubetriebshof, die die neue Marke tragen soll. Auch städtische Fahrzeuge können mit entsprechenden Folien versehen werden, Bauhof-Fahrzeuge müssten nicht mehr in „Kommunal-Orange“ lackiert sein, so Lambrecht.
Für die städtische Internetseite wird es zunächst nur einen neuen „Anstrich“ im neuen Design geben. Aber auch die Überarbeitung der Website läuft. Im Lauf des Jahres soll eine moderne Version ins Netz gehen.
Geier wies darauf hin, dass im Leitbild Butzbachs ein bedeutender Aspekt die „Friedrich-Ludwig-Weidig-Stadt“ sei. Dieser Punkt werde nun auch mit Leben gefüllt. Weidig werde in der Stadt künftig präsenter.
Merle unterstrich, dass Butzbach als einer der „Orte der Demokratiegeschichte“ stolzer Teil der Historie sei. So seien auch die kleinen Quadrate im Logo wichtige Bezüge zum Thema Freiheit. Ausdrücklich wies er darauf hin, dass es sich bei den Farben nicht um die der Nationalflagge handele.

 

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