Der fünfte Thriller made in Fauerbach

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Margarete Huber
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Der fünfte Thriller made in Fauerbach

Foto: win

LESUNG – Marvin Roth stellte „Area 51“ im Alten Rathaus auf Einladung der Bücherei Cleeberg vor

CLEEBERG (win). Um Erfolg zu haben, genügt es heutzutage nicht mehr, einfach mal ein gutes Buch zu schreiben. Mindestens genauso wichtig ist, es einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen zum Beispiel bei Lesungen. Diese Gelegenheit ergriff am Freitag der Wahl-Fauerbacher Marvin Roth, der im Alten Rathaus Cleeberg sein kürzlich erschienenes fünftes Buch „Area 51“ vorstellte. Die Bücherei Cleeberg als Veranstalter dieser Lesung versprach den Zuhörern einen spannenden Abend. Und Roth hielt Wort.

Area 51 – um was geht es? „Verurteilte Mörder werden entführt, Flüchtlinge, Schleuser und Kriminelle, die für ein Drogenkartell arbeiten verschwinden spurlos. Schwarz vermummte Gestalten verschleppen nachts Obdachlose aus dem Central Park in New York. Wer ist für die Entführungen verantwortlich? In einem Schlafsaal an einem unbekannten Ort finden sich die Entführten wieder. Seltsamerweise ist der Raum unbewacht. Einzeln oder in Gruppen verlassen sie den Saal, um zu erkunden, wo sie sich befinden. Ein Labyrinth aus Fluren, Gängen und Labors wird zum klaustrophobischen Trauma, als sie erkennen, warum sie in diese Anlage gebracht wurden.“

Während Roth aus dem Buch Passagen vortrug, lief zur Untermalung leise, leicht unheimliche Musik, die dem Ganzen noch zusätzlich Spannung verlieh. Wer den Rummel großer Lesungen scheut und es lieber beschaulich mag, der kam in der Bücherei in Cleeberg voll auf seine Kosten. Die interessierten Gäste hatten anschließend ausgiebig Gelegenheit, den Autor hautnah zu erleben, mit ihm persönlich ins Gespräch zu kommen und sich ein Buch handsignieren zu lassen. „So kleine Lesungen sind eigentlich die schönsten“, bestätigte auch Roth.

Obwohl er bereits früh Kurzgeschichten veröffentlichte, war es nie der Plan des gelernten Buchdruckers, einmal Autor zu werden. Das Leben bietet jede Menge Herausforderungen, und die sind schließlich dazu da, gemeistert zu werden. Am besten zu zweit. Roth hat mit seiner Frau Cornelia das perfekte Pendant gefunden. Die Künstlerin bemalt Porzellan und Glas. Neuerdings hat sie ihre Leidenschaft für die Holzschnitzerei entdeckt. Die beiden sind ein gutes Team, zu dem übrigens auch „Wachhund“ Randy gehört, der natürlich bei keiner Lesung fehlen darf.

„Conny ist meine Geheimwaffe“, gab er lachend zu. Sie ist auch die erste, die sein neues Werk zu lesen bekommt, bevor es dann ins Lektorat geht. Vom ersten Buchstaben bis zur Veröffentlichung dauere es circa anderthalb Jahre, verriet er dem Publikum. Er schreibt bereits an seinem sechsten Buch, das zur Buchmesse im Herbst herauskommen soll. Doch auch ein anderes Projekt steht noch auf dem Plan: Der Autor will seine Bücher – „Das Papst-Dekret“, „Der Duft des Zorns“, „Hanky und der Mächtige“ und „Hanky und der Tausendschläfer“ – als Hörbücher herausbringen.

Wer den Autor live bei einer Lesung erleben will, hat am 14. Mai in Ostheim die nächste Gelegenheit.

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