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Dialekt-Poetry-Slam heute Abend im Hof des Landgrafenschlosses

Motto: Hessisch gegen den Rest der Welt / Drei Open-Air-Kino-Abende mit Dichterwettstreit 

BUTZBACH (pm). Die letzten Abende beim Butzbacher Open-Air-Kino im Landgrafenschloss gehören der Reihe „Live in Butzbach – Ins Freie!“: Am heutigen Donnerstagabend steht ein „mehrsprachiger“ Poetry Slam unter dem Motto „Hessisch gegen den Rest der Welt“ auf dem Programm, ehe sich am Freitag- und Samstagabend die besten Slammer Hessens um einen Startplatz bei den deutschen Meisterschaften messen. 

Heute misst sich Hessisch, „die schönste Sprache der Welt“, mit anderen Dialekten in einem Dichterwettkampf der Extraklasse. Deutschlandweit bekannte Bühnenpoeten aus Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg kommen nach Butzbach, um mit ihren Dialekt-Texten gegen den Zauber des Hessischen anzutreten. Tickets gibt es online unter www.openairkino.info, Einlass ist um 17.00 Uhr, Beginn um 19.00 Uhr. Gefördert werden die Live-Veranstaltungen vom Kunstministerium im Rahmen des Kulturpakets 2 des Landes und unterstützt von „Diehl+Ritter/Ins Freie“.

Clemse Lebemann geht für die Hessen ins Rennen; seine Texte klingen wie das Stimmengewirr in einer Apfelweinwirtschaft in Sachsenhausen. Der Storyteller aus Frankfurt war bereits in Butzbach zu Gast und hat einen Text über diesen Aufenthalt geschrieben. Er trat bei Landesmeisterschaften an und stand bei den deutschen Meisterschaften schon im Finale.

Marvin Sukut hält die Fahne fürs Schwäbische hoch – er ist einer der umtriebigsten Wettkampfdichter Deutschlands und ein Garant für Siege bei Slams. Mal reimt er, mal erzählt er. Sein Schwäbisch lässt Bilder von fleißigen Handwerkern, prallen Hopfendolden und leckeren Käsespätzle vor dem inneren Auge erscheinen.

Tobias Beitzel ist Spezialist für Wittgensteiner Platt: Dieser Dialekt wird nur im ehemaligen Kreis Wittgenstein gesprochen, der die Städte Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück umfasst. Das sind alles in allem 42 000 Menschen. Beitzel kam vor wenigen Jahren aus dem Nichts auf die Bühne und hat sie in kurzer Zeit im Sturm erobert. 

Helge Albrecht widmet sich dem norddeutschen Platt: Er ist sowas wie der Haus-Poet des NDR. Er entschied mit seinen Texten schon das Jahresfinale der größten deutsche Slam-Reihe in Hamburg für sich.

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