Die Fays aus Pohlheim wurden als Agrarfamilie 2017 ausgezeichnet

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung…
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Die Fays aus Pohlheim wurden als Agrarfamilie 2017 ausgezeichnet

Pohlheim (hbv). Die Familie Fay aus Pohlheim wurde von den Lesern der landwirtschaftlichen  Wochenblätter zur Agrarfamilie 2017 gewählt; den zweiten Platz belegte  Familie Becker aus Mainz-Ebersheim. Beide wurden jüngst im Rahmen einer Feierstunde auf dem Hof Obersteinberg der Fays geehrt. Der Verlagsleiter des Landwirtschaftsverlags Hessen, Josef Benner,  überreichte den mit 12.000 Euro dotierten Preis an Catja Fay.

Über 390 000 Stimmen haben die Leser der landwirtschaftlichen Wochenblätter in  Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Rheinland und Hessen  online in den vergangenen vier Wochen abgegeben. Diese überwältigende Resonanz hat auch außerhalb der Agrar-Fachmedien für große Aufmerksamkeit gesorgt und so einer breiten Öffentlichkeit die Leistungen der  landwirtschaftlichen Familienbetriebe nähergebracht, so Benner.

Der Vizepräsident des Hessischen Bauernverbandes, Armin Müller, lobte das außerordentliche Engagement der Fays, das sich nicht auf den eigenen Betrieb beschränke. Die zahlreichen Ehrenämter, die von den einzelnen  Familienmitgliedern aus drei Generationen bekleidet wurden und werden,  sprächen eine eindeutige Sprache.

Aber vor allem im eigenen Betrieb gehe man ständig neue Wege und zeige mit der Direktvermarktung, einer eigenen Schlachtstätte und der intensiven Öffentlichkeitsarbeit, wie ein Familienbetrieb innovativ weiterentwickelt  werden kann. „Auf solche Betriebe können wir in Hessen und auch als  Bauernverband stolz sein,“ sagte Müller resümierend.

„Wir haben nichts zu verbergen und zeigen unseren Kunden und Besuchern gerne die Tierhaltung. Unsere Rinder stehen auf der Weide, die Schweine haben einen Außenbereich zum Wühlen und die Hühner Auslauf am mobilen  Hühnerstall,“ erläuterte Peter Fay zum Konzept auf dem Hof Obersteinberg. Das Preisgeld will die Familie in die Öffentlichkeitsarbeit investieren, so soll beispielsweise ein kleiner Seminarraum für Besuchergruppen  eingerichtet werden. Denn darin sehen die Fays eine wichtige Aufgabe.  Einmal hat ein Kind nach einer Hofführung gefragt, wo denn die Löwen  sind. „Aber wir sind kein Zoo, und das müssen wir der Öffentlichkeit  verständlich machen,“ erzählte Fay.

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