Die „Rockenberger Polka“ von Edi Sagert erlebte ihre Uraufführung

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Die „Rockenberger Polka“ von Edi Sagert erlebte ihre Uraufführung

Foto: Horst

Über 300 Besucher kamen zum Weihnachtskonzert der Wettertaler ins Oppershofener Bürgerhaus

Rockenberg/Oppershofen (mh). Am 26. Dezember veranstaltete die Wettertaler Blasmusik aus Oppershofen ihr traditionelles Weihnachtskonzert, das nur alle zwei Jahre stattfindet. Es ging nun zum zweiten Mal im Bürgerhaus Oppershofen über die Bühne.

Der erste Vorsitzende Dieter Heller begrüßte die über 300 Zuhörer. Die Moderation des Abends übernahm zum ersten Mal Dennis Schulz. Der 25-jährige Oppershofener ist bei „Radio Galaxy“ in Aschaffenburg tätig und dort bereits in der täglichen Nachmittagsshow zu hören. Er hat auch in Oppershofen sein Moderationstalent unter Beweis gestellt. Im Verlauf des Abends stellte er alle Solisten sowie den Jugendbeauftragten Sebastian Graubert in „Interviewform“ vor, um einen Einblick in deren musikalischen Werdegang zu geben.

Danach betrat Dirigent Edi Sagert die Bühne. Das erste Stück war der Marsch „Unsere Mannschaft“ von Franz Bummerl, Ernst Moschs altem musikalischen Weggefährten. Anschließend erklang „Halleluja“ von Leonard Cohen, über das Pfarrerin Sabine Vosteen den Text „Das Kartenspiel“ verlas.

Dann kamen die ersten Solisten an die Reihe. Madeleine Horst sang „Have youself a merry little Christmas“, Lukas Sagert übernahm dazu die Soli am Flügelhorn – erst abwechselnd, dann gemeinsam. Dieses klassische Weihnachtslied ging in „All I want for Christmas is you“ von Mariah Carey über, ebenfalls professionell gesungen von Madeleine Horst.

Daraufhin wurde es mit dem Stück „Die beiden kleinen Finken“, komponiert von Norbert Studnitzky, wieder etwas heiterer. Die beiden Solistinnen Theresia Sagert und Rebecca Röstel erzählten mit der Querflöte die melodische Geschichte dieser beiden kleinen Finken und zeigten dabei ihr Können.

Bastian Müller zeigte gleich auf zwei Instrumenten, der Trompete und dem Flügelhorn, sein musikalisches Talent. Er spielte „Besame Mucho“ von Consuela Velasquez und verbreitete im ganzen Saal lateinamerikanisches Flair.

Mit dem Potpourri „A Christmas Festival“ von Leroy Anderson wurde der erste Konzertteil abgeschlossen.

Nach der Pause ging es auf eine ganze neue Art und Weise weiter: Der Saal verdunkelte sich und lediglich die Schlagzeuger Marina Schulz und Andreas Pietrzynski sowie Edi Sagert starteten rhythmisch auf der Bühne. Die anderen Musiker kamen etwas später auf die Bühne. Sie zeigten bei „Fascinating Drums“ ihr Können.

Einen Ausflug ins Musicalgenre unternahmen die Musiker mit einem Medley von Webbers „Phantom der Oper“. Zum zweiten Mal an diesem Abend tauschte Madeleine Horst die Posaune gegen das Mikrofon und sang den Titel „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“. Es folgte das lange Konzertstück „Wo die Wolga fließt“, in dem sich bekannte russische Melodien bis zur Schiwago-Melodie abwechseln.

Bevor es im Programm weiterging, wurde Franz-Josef Bell von Dieter Heller als aktiver Musiker verabschiedet. Der 83-Jährige war 66 Jahre lang(!) aktiver Musiker, ist allseits geschätzt und beliebt. Er begann 1951 mit 17 Jahren bei der Feuerwehrkapelle und ist seit der Gründung bei der WBO. Er ist ein Beweis dafür, dass Musik jung hält.

Uraufführung an diesem Abend hatte die „Rockenberger Polka“, eine Eigenkomposition von Edi Sa-gert, in der auch Anklänge des Oppershofener „Bardoliedes“ zu hören sind. Auch dieses Stück wurde mit viel Applaus bedacht. Zu hören sein wird es ab Frühjahr auch auf einem CD-Sampler, für den die Wettertaler im Oktober drei Titel aufgenommen haben.

Den offiziellen Abschluss des Abends bildeten zwei ausgewiesene Konzertstücke auf entsprechend hohem Niveau: der Walzer „An der schönen blauen Donau“ und der Konzertmarsch „Wien bleibt Wien“.

Mit dem „Radetzky-Marsch“ und dem „Wettertaler Musikantenmarsch“ als Zugaben, fand das diesjährige Weihnachtskonzert sein Ende. Das Publikum dankte mit viel Applaus.

Am Sonntag, 14. Januar, wird das Konzert im Bürgerhaus Rainrod wiederholt. Ein Frühlingskonzert wird es 2018 nicht geben. Am Samstag, 28. April, haben die Wettertaler die „Dirk Lindemann Big-Band“ mit den größten Hits von Udo Jürgens in die Wettertalhalle nach Rockenberg eingeladen. Beginn ist um 20.00 Uhr, Karten gibt es u.a. über die WBO, Butzbacher und Wetterauer Zeitung sowie alle AD-Ticket Vorverkaufsstellen.

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