Die Waldsiedlung entwickelte sich zu einem lebenswerten Wohnquartier

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Die Waldsiedlung entwickelte sich zu einem lebenswerten Wohnquartier

BUTZBACH. Bei einer Ortsbegehung informierte sich der Ortsbeirat der Kernstadt Butzbach über den Zustand der Waldsiedlung.

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Bei Ortsbegehung kam der Ortsbeirat Kernstadt mit Anwohnern ins Gespräch

BUTZBACH (pm). Wie bereits in der BZ angekündigt, unternahm der Ortsbeirat der Kernstadt Butzbach am 1. Juli die Begehung der Waldsiedlung. Der Rundgang begann am Spielplatz „Am Anger“. Die Ortsvorsteherin Astrid Gerum freute sich sehr über die Teilnahme einiger Anwohner, insbesondere von Eckhardt Lieberich, einem der Initiatioren der Ende der 1980er-Jahre geplanten Spiel- und Erholungsfläche.  Der Ortsbeirat fand eine insgesamt gepflegte Anlage vor, deren Bewuchs allerdings im kommenden Herbst eines grundlegenden Pflegeschnittes bedarf. 

Die mittlerweile sehr dicht gewachsenen Büsche und Bäume erschweren laut Ortsbeirat die Beaufsichtigung dort spielender Kinder erheblich und begünstigen den nächtlichen, oftmals lautstarken, Aufenthalt einiger Personengruppen, die sich nicht an die Spielplatzregeln halten und zudem ihren Müll an den Sitzgruppen und Spielgeräten hinterlassen. Weiterhin sollte die für Kleinkinder angelegte Schlittenbahn frisch aufgefüllt werden, da diese vermehrt durch Mountainbike-Fahrer als Sprungschanze genutzt wird und so für manch gefährliche Situationen sorgt. 

Ein besonderes Anliegen sei, so die Anwohner, die Wiederinbetriebnahme des Brunnens. Dieser sei leider seit ein paar Jahren stillgelegt. Im Herbst 2019 sei eine Kontrolle der Spielgeräte durch den TÜV erfolgt, der eine Mängelliste erstellt habe. Die Bewohner bitten um Mitteilung, ob die festgestellten Mängel behoben seien.

Als unschön empfanden die Ortsbeiratsmitglieder und Anwohner den Zustand einiger unbebauter Grundstücke. Es sollte mit den Eigentümern seitens der Verwaltung/ Magistrat dringend Kontakt aufgenommen werden, um hier Abhilfe zu schaffen. Auch beschäftigt die Anwohner die Tatsache, dass Interessenten keine Möglichkeiten hätten, die freien Grundstücke zu erwerben, da es keine Auskünfte über die Eigentümer zur Kontaktaufnahme gebe. Das Baulückenkataster sollte einsehbar sein und auf Nachfrage in der Verwaltung eine Verbindung zu den jetzigen Eigentümern hergestellt werden. 

Auch sollte der Spazierweg hinter der Bebauung am Waldrand wieder in einen begehbaren Zustand versetzt werden. Dieser Weg diene nicht nur der Waldsiedlung  zur Naherholung, sondern auch Spaziergängern und Wanderern als Verbindung in die südlichen Stadtteile, zumal er als offizieller Wanderweg in einigen Wanderkarten verzeichnet ist.

Die Beleuchtungssituation in der Breslauer Straße hat sich nach Angaben der Bewohner nicht wesentlich verbessert. So wurden die Baumkronen zwar geschnitten, aber nach wie vor scheine das Licht lediglich auf den Grünstreifen. Die beidseitigen Fußwege werden leider nicht erreicht und liegen somit weitgehend im Dunklen. Eine Drehung der Lampenköpfe sollte schnellstmöglich geprüft und noch vor Beginn des Herbstes erfolgen, so dass wenigstens die einseitige Nutzung während der Abend- und Nachtzeiten gefahrlos ermöglicht wird.

Als besonders kritisch wird das Parken in der Abt-Möhler-Straße gesehen. Dort würden vermehrt fremde Fahrzeuge frühmorgens abgestellt und erst gegen Abend abgeholt. So seien die vorhandenen, wenigen Parkplätze dauerhaft blockiert und fehlten insbesondere für die Patienten der ortsansässigen und als wertvoll für das Wohngebiet angesehenen Arztpraxis. Insgesamt sei der zunehmende ruhende Verkehr ein Problem im Areal. Ortsvorsteherin Astrid Gerum warb für die konsequente Nutzung der auf den Grundstücken vorhandenen Parkmöglichkeiten bzw. für die Schaffung neuer privater Stellplätze. Aufgrund der von den Gremien beschlossenen Erstellung eines Verkehrskonzeptes, des Nahmobilitätschecks und des Stadtentwicklungsplanes könne es zu möglichen Änderungen des Parkens im öffentlichen Verkehrsraumes kommen. 

Weiterhin wurde der Wunsch nach verstärkten Geschwindigkeitskontrollen morgens vor Schulbeginn und während der Abholzeiten der geparkten Fahrzeuge geäußert. Lobend erwähnten Michael Erbe und Uli Hinkel, langjährige Bewohner der Waldsiedlung, die regelmäßig stattfindenden Pflegemaßnahmen des Spielplatzes, der Straßenränder, Pflanzinseln und öffentlichen Flächen durch die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs. Insgesamt habe sich die Waldsiedlung in den vergangenen 30 Jahren seit Bestehen zu einem überaus lebenswerten Wohnquartier entwickelt. Die nachbarschaftlichen Kontakte seien den Anwohnern wichtig und werden nachhaltig und sorgsam gepflegt. 

Nach der Begehung und des sich anschließenden Gespräches bedankte sich die Ortsvorsteherin im Namen des Ortsbeirates für das konstruktive Miteinander an diesem Abend. 

Ende August ist vom Ortsbeirat die Begehung des Gebietes westlich der Römerstraße, zwischen Taunusstraße und Kleeberger Straße geplant. Schon jetzt können interessierte Bürger Wünsche und Anliegen an den Ortsbeirat unter ob-kernstadt@stadt-butzbach.de senden bzw. telefonisch mit Frau Gerum und allen anderen Ortsbeiratsmitgliedern zur Planung des Ortstermins Kontakt aufnehmen. 

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