Die Wetterauer Kandidaten für den Landtag stehen in den Startlöchern

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Die Wetterauer Kandidaten für den Landtag stehen in den Startlöchern

WETTERAUKREIS (jwn). Am 28. Oktober soll in Hessen der neue Landtag gewählt werden. Bis dahin sind es zwar noch gut 100 Tage, doch die ersten Vorbereitungen, nämlich die Nominierung ihrer Kandidaten für die einzelnen Wahlkreise, haben die Parteien längst abgeschlossen. Den Wetteraukreis vertreten zurzeit sieben Abgeordnete im Hessischen Landtag. Das sind die direkt gewählten Tobias Utter aus Bad Vilbel (Wahlkreis 25, Süd), Klaus Dietz aus Bad Nauheim (Wahlkreis 26 – Ost) und Norbert Kartmann (Wahlkreis 27 – Nord). Hinzu kommen vier Abgeordnete, die über die jeweilige Landesliste ihrer Partei in den Landtag einzogen, nämlich von der CDU Lucia Puttrich, von der SPD Lisa Gnadl, von der FDP Jörg-Uwe Hahn und von der Linken Gabi Faulhaber. Bis auf Dietz, der nach eigenen Worten nicht ganz freiwillig auf eine erneute Kandidatur Anfang des Jahres verzichtet hat, stellen sich alle der Wiederwahl.      

Schon etliche Monate vor Wahlen wird es deshalb in den Parteizentralen im Allgemein recht hektisch. Denn neben der Aufstellung von neuen Wahlprogrammen müssen auch die Kandidaten für die Abgeordnetenmandate festgelegt werden. In Wahlkreiskonferenzen wählen die Delegierten einer Partei ihre Wahlkreisbewerberinnen und –bewerber, die – falls sie bei der Landtagswahl im jeweiligen Wahlkreis die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erreichen – als Direktkandidaten einen Sitz im Landtag erhalten. 55 Abgeordnete werden so über die Wahlkreise ins Parlament gewählt. Die restlichen 55 Kandidaten kommen von den Landeslisten der Parteien ins Parlament. 

Nicht in jeder Partei oder in jedem Wahlkreis standen die Kandidaten von Anfang an fest. Es gab faire Debatten, es gab aber auch Auseinandersetzungen, die sehr persönlich, zum Teil auch unter die Gürtellinie gingen. Beispielsweise der Wahlkampf um den Posten des stellvertretenden Kandidaten auf dem Delegiertenparteitag der Wetterauer CDU für den Wahlkreis 27. Als Direktkandidaten war der langjährige Landtagspräsident Norbert Kartmann, der dem Hessischen Landtag schon mehr als 30 Jahre angehört, erneut festgesetzt. Weil in seinem Umfeld aber davon ausgegangen wurde, dass der inzwischen 68-jährige Kartmann sein Mandat in der Mitte der kommenden Legislaturperiode niederlegen werde, wurde um den Stellvertreterposten hart gerungen. Die Wahl gewann knapp Manfred Jordis aus Bad Nauheim, obwohl sein Gegenkandidat der ehemalige Bürgermeister von Bad Nauheim,
Armin Häuser, kein Unbekannter war. Diese Auseinandersetzung wurde sehr persönlich geführt und hat sicherlich auch tiefe Gräben hinterlassen. Weitere Kandidaten für das Direktmandat in dem Wahlkreis Wetterau III sind Karl-Otto Waas (SPD), Tillmann Weber (FDP), Brigitta Nell-Düvel (Grüne), Ronald Berg (Freie Wähler), Fatma Demirkol (Linke) und Klaus Herrmann (AfD).  

In den beiden anderen Wahlkreisen 25 (Wetterau I) und 26 (Wetterau II) verlief das Prozedere hingegen erwartungsgemäß. Im Wahlkreis Wetterau I entschied Tobias Utter, der das Direktmandat in diesem Wahlkreis bereits seit 2008 innehat, die Wahl wieder klar für sich. Mit ihm werden sich um das Direkmandat in diesem Wahlkreis Mirjam Fuhrmann (SPD), Jörg-Uwe Hahn (FDP), Clemens Breest (Grüne), Raimo Biere (Freie Wähler), Anja ElFechtali (Linke) und Michael Kuger (AfD) bewerben.  

Im Wahlkreis 26 Wetterau II (Ostkreis) kam es hingegen zu einem Wachwechsel, denn in diesem Wahlkreis eroberte die CDU-Kreisvorsitzende und hessische Landesministerin Lucia Puttrich, die bisher ihren Sitz im Hessischen Landtag nur über die Landesliste erhalten hatte, die Kandidatur für das Direktmandat.  

Bei der Wahl am 28. Oktober werden sich in diesem Wahlkreis nun gleich zwei Parteivorsitzende um die Gunst der Wähler bemühen, denn Gegenspielerin von Puttrich wird die Wetterauer SPD-Vorsitzende Lisa Gnadl sein, die dem Landtag bisher ebenfalls über die Landesliste angehört. Weitere Bewerber in diesem Wahlkreis um das Direktmandat sind Wolfgang Patzak (FDP),  Thomas Zebunke (Grüne), Ulrich Majunke (Freie Wähler), Gabi Faulhaber (Linke) und Andreas Lichert (AfD). 

 

           

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