Die Zahl der Tafel-Kunden wächst, während Spendenbereitschaft sinkt

Alsfelder Kirche soll verkauft werden
25. August 2023
Sondersitzung des Parlaments in Ober-Mörlen zum Thema „Die Halle“
25. August 2023

Die Zahl der Tafel-Kunden wächst, während Spendenbereitschaft sinkt

FRIEDBERG. 21 400 Euro von insgesamt 75 000 Euro für acht oberhessische Tafeln gingen nach Friedberg: Die Fördergelder überreichten Sparkassendirektor Frank Dehnke und Landrat Jan Weckler, Vorsitzender der Stiftung der Sparkasse Oberhessen an Hannelore Finkernagel und Peter Wiedow von der Tafel Friedberg (v.l.) Foto: Sparkasse Oberhessen

Sparkassen-Stiftung unterstützt oberhessische Tafeln mit 75 000 Euro

FRIEDBERG (pd). Für die ehrenamtlichen Helfer der oberhessischen Tafeln gab es Ende 2022 eine freudige Botschaft: Die Stiftung der Sparkasse Oberhessen hat auf Initiative der beiden Landräte Jan Weckler (Wetterau) und Manfred Görig (Vogelsberg) eine Förderung in Höhe von 75 000 Euro zum Abruf bereitgestellt. Die beiden Politiker fungieren im Vorstand der Stiftung der Sparkasse Oberhessen als Vorsitzender und Stellvertreter. Gemeinsam mit Frank Dehnke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberhessen, besuchte Jan Weckler die Tafel Friedberg, um über die aktuelle Situation der Tafelläden zu sprechen.

Die Lage ist nach wie vor angespannt: Schon mit Beginn der Corona-Pandemie kam eine wachsende Zahl an Bedürftigen zu den Lebensmittelausgaben. Bereits damals hatte die Stiftung der Sparkasse Oberhessen 50 000 Euro Soforthilfe für die Tafeln bereitgestellt. Heute, etwa drei Jahre später, habe sich die Situation nicht verbessert. Die hohe Inflation einhergehend mit deutlich höheren Energiekosten trafen vor allem diejenigen am Härtesten, die ohnehin nicht viel haben und auf Hilfe angewiesen sind. 

„Die Bedürftigkeit der Menschen nimmt zu und gleichzeitig gehen weniger Spenden bei Einrichtungen wie den Tafeln ein – die Inflation spüren eben leider sehr viele Menschen. Deshalb kommt es mehr denn je darauf an, Hand in Hand zu arbeiten“, betonte Landrat Jan Weckler, Vorsitzender der Stiftung der Sparkasse Oberhessen. So entstand in einem gemeinsamen Gespräch mit seinem Vogelsberger Amtskollegen Manfred Görig die Idee für den Sondertopf mit eben dem passenden Titel „Hand in Hand“. „Dieser Titel sollte die immens wichtige Arbeit der Tafelläden unterstreichen und wertschätzen. Mit diesem Geld wollten wir uns bei den ehrenamtlichen Helfern bedanken für das, was sie mit ihrem Engagement für unsere Gesellschaft leisten“, so Jan Weckler weiter. 

Frank Dehnke, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung der Sparkasse Oberhessen, ergänzte: „Als wir Anfang Dezember mit dem Stiftungsvorstand tagten, erzählten die beiden Landräte von ihrer Idee der Sonderförderung. Wir waren uns alle sehr schnell einig: Die Tafeln sollen ohne finanzielle Sorgen arbeiten, zum Wohle der sozial und wirtschaftlich Benachteiligten.“ So stellte die Stiftung der Sparkasse Oberhessen den Tafeln in der Wetterau und dem Vogelsbergkreis schnell und unkompliziert insgesamt 75 000 Euro zum Abruf zur Verfügung. 

Noch vor Weihnachten habe die Stiftung die einzelnen Vereine über die finanzielle Unterstützung informiert. Die Verteilung orientierte sich an der jeweiligen Anzahl der Tafelkunden. Für Friedberg, als größte Anlaufstelle dieser Art in Oberhessen, standen 21 400 Euro bereit. „Das war eine unerwartete und sehr schöne Nachricht für uns. Wir haben mit dem Geld einerseits dringend benötigte neue Ausstattung gekauft – beispielsweise einen neuen Backofen und ein Kochfeld, aber auch eine neue Gastherme hatten wir schon längst auf der Anschaffungsagenda. Andererseits haben wir Lebensmittel hinzugekauft, um unsere Kunden bestmöglich versorgen und unterstützen zu können. Wir danken der Stiftung im Namen aller Beteiligten herzlich für das Geld“, so Hannelore Finkernagel, Aufsichtsratsvorsitzende Friedberger Tafel e.V. und Peter Wiedow, Vorstandsmitglied.

Comments are closed.