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Diese Woche keine Hallen offen

Stadt Butzbach arbeitet an Umsetzung der Regelungen für Sportanlagen / Mehr Freiflächen für Gastronomie

BUTZBACH (thg). „Das Hauptziel ist der Schutz vor Ansteckung“, sagte Bürgermeister Michael Merle gestern angesprochen auf die Umsetzung von Abstands- und Hygieneregeln in Butzbach. Es gehe darum, die Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden und die Risikogruppen damit zu schützen. Unter anderem sollen Sportanlagen und Gastronomiebetriebe wieder öffnen. 

Die Nutzer von städtischen Sporthallen müssen sich allerdings noch etwas gedulden. Es werde noch diese Woche benötigt, um alle Vorkehrungen zu treffen. Anders als etwa im Landkreis Gießen, wo die Kreisverwaltung ein Konzept für Kreis- und Kommunen-Hallen entwickelt, müsse sich die Stadt Butzbach selbst um die Einhaltung der Vorschriften kümmern. Für die Schulsporthallen habe der Kreis aber ein Schreiben verfasst. Auch die Vereine würden in die Pflicht genommen. Die Vereinsvertreter verhielten sich im Gespräch mit der Stadt sehr kooperativ und „machen keinen Stress“. Es habe auch schon Rückmeldungen von Vereinen gegeben, dass sie gar nicht in die Hallen wollten. 

Da kein Gesundheitsamt vor Ort ist, ersticke die Ordnungsbehörde geradezu in dem Thema Hygienevorschriften, so Merle. Das Ordnungsamt sei dabei, ein Konzept zu entwickeln, wie der Gastronomie etwa auf dem Marktplatz mehr Freiflächen zur Verfügung für Tische und Stühle gestellt werden können. In den Räumen sei das Platzangebot begrenzt. Unter freiem Himmel sei die Gestaltung etwas einfacher. Dies werde im Dialog mit den Gastronomen geklärt. Gültige Vorgaben müssten aber eingehalten werden. Unter anderem das Thema Flucht- und Rettungswege werde beachtet. 

Für die städtischen Trauerhallen gelte die 18-Teilnehmer-Regel. In einzelnen Hallen müsse die Vorgabe individuell betrachtet werden. 

Zu den Spielplätzen erhalte die Verwaltung Anfragen hinsichtlich der Maskenpflicht. „Überall, wo der festgelegte Abstand zu anderen nicht einzuhalten ist, ist die Maske das Mittel der Wahl“, unterstrich der Bürgermeister. 

Die Kinderbetreuung soll ab Anfang Juni erweitert werden. Das Sozialministerium verkündete gestern einen „eingeschränkten Regelbetrieb“ ab dem 2. Juni. Unter den derzeit geltenden Bestimmungen werden nach Merles Worten aktuell 141 Kinder in städtischen Kitas betreut. Die Verwaltung arbeite an einem Hygiene-Konzept, das bereits grob erstellt sei, denn steigende Kinderzahlen seien zu erwarten und damit auch größere Gruppen. Unter anderem habe man sich in Rheinland-Pfalz informiert. 

Merle wies darauf hin, dass auch an laufenden Themen in der Stadtverwaltung weiter gearbeitet werde, auch wenn das Erarbeiten von Modellen und Konzepten wegen der Corona-Pandemie viel Zeit koste. Bebauungspläne, die Finanzen oder auch das Thema Nahmobilität oder die Belange der Orts- und übrigen Beiräte würden berücksichtigt. Ferner sei personelle Verstärkung ein Thema, etwa für den Recyclinghof, der nun wieder wie gewohnt geöffnet sei. Und zum Thema Klimaschutz habe der Magistrat  beschlossen, drei Elektrofahrzeuge bei anstehenden Neubeschaffungen zu wählen. Zwei sind für die allgemeine Verwaltung und eins für das Ordnungsamt bestimmt. 

Die Stadt wartet nun auf die Genehmigung des Haushalts für das laufende Jahr. Wie sich die Corona-Krise auf die finanzielle Situation der Kommune auswirke, sei im Moment noch nicht zu beziffern. Dies werde man erst in den nächsten Wochen sehen, wenn sich die Zahlen konkretisieren. 

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