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DLRG erwartet Mitgliederrückgang

Corona und Hallenbadschließung als Gründe / Hauptversammlung mit Rückblick auf erfolgreiche Arbeit

BUTZBACH (pm). Jüngst hielt die DLRG-Ortsgruppe Butzbach im Gasthaus „Zur Haltestelle“ in Ostheim Rückblick auf das Jahr 2019. Vorsitzender Michael Weide begrüßte die Mitglieder, wobei die Teilnehmerzahl wegen der Pandemie auf 40 begrenzt war. Weide bedankte sich bei den aktiven Rettungsschwimmern, Übungsleitern und Mandatsträgern sowie allen Mitgliedern für ihre weiter anhaltende Tätigkeit im Verein. 

Die DLRG-Ortsgruppe Butzbach hatte 665 Mitglieder zum 31. Dezember 2019. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein leichter Rückgang um 21 Mitglieder. Für das laufende Geschäftsjahr 2020 wird aufgrund von Covid-19 sowie der temporären Schließung des Hallenbades ein weiterer Abwärtstrend erwartet. 

Im Jahresbericht 2019 nannte der Vorsitzende unter anderem die DLRG-Veranstaltungen. Eine Tagesfahrt, geplant und begleitet von Dieter Schulz, mit 33 Teilnehmern führte nach Rüdesheim und Bingen. Im Fotowettbewerb anlässlich der Jubiläumsfeier des in Butzbach ansässigen Unternehmens Buss SMS gewann die DLRG ein Preisgeld in Höhe von 2000 Euro, das der DLRG-Jugend zugute kam. Das Seefest in Hungen-Inheiden wurde mitgestaltet und die Wasserfläche beaufsichtigt. Die Veranstaltung läuft über drei Tage und ist für die Ortsgruppe Butzbach eine besondere Herausforderung. Am 16. November wurde das 70-jährige Bestehen des Vereins gefeiert. Am 15. Juni 1949 wurde in der Gründerversammlung die DLRG-Ortsgruppe ins Leben gerufen. In 70 Jahren hat sich die Ortsgruppe Butzbach zu einem etablierten Verein in Butzbach entwickelt. Im Rahmen der Feier wurde mit vielen Gästen auf die Geschichte zurückgeblickt. Am Butzbacher Weihnachtsmarkt beteiligte sich die DLRG erneut. Dabei zählt die „Weihnachtsbude“ auf dem Butzbacher Marktplatz als Treffpunkt für die Ortsgruppenmitglieder. Im November wurde eine Klausurtagung am Butzbacher Feuerwehrstützpunkt abgehalten. Mit einer Weihnachtsfeier am Butzbacher Forsthaus klang das Jahr gesellig aus. 

Der Technische Leiter- Einsatz, Martin Schubert, gab einen Überblick über die Arbeit der Wasserrettung. 3131 Wachstunden wurden am Inheidener See geleistet. Sie gliedern sich auf 48 Wachgänger in vier Wachgruppen. Dabei wurden 20 kleinere Hilfeleistungen abgearbeitet. Die Einsatzabteilung wurde zu zwei Einsätzen „Person im Wasser“ nach Bad Nauheim und Assenheim alarmiert. An zahlreichen Lehrgängen auf Bezirks- und Landesebene im Bereich Katastrophenschutz, Tauch- und Sanitätswesen wurde mit Erfolg teilgenommen. Gemeinsam mit dem 19. Löschzug  Wetterau der Stadt Münzenberg wurde eine gemeinsame Übung am Inheidener See absolviert. 

Der Ausrüstungsstand gilt als zeitgemäß. Für das Motorrettungsboot in Inheiden wurde ein neuer Boots-trailer ausgeliefert. Die Beschaffung wurde bereits im Jahr 2018 angestoßen. Auch die Steganlage wurde erneuert. Die Sanierung übernahmen zur Kostenersparnis vollständig ehrenamtliche Mitglieder innerhalb eines Zeitraums von zwei Monaten. Christian Sohn und Martin Schubert galt ein besonderer Dank. 

Die Abnahme von Jugend- und Rettungsschwimmabzeichen blieb gegenüber dem Vorjahr auf gleichem Niveau. Für den wöchentlichen Trainingsbetrieb im Butzbacher Hallenbad würden zunehmend Übungsleiter gesucht. Die gegenwärtige Anzahl sei rückläufig. Dieser Zustand sei hinsichtlich der wöchentlich etwa 100 Übungsteilnehmer zu den Trainingseinheiten im Butzbacher Hallenbad nicht dauerhaft hinnehmbar. 

Die Jugendvorsitzende Laura Berg-horn gab einen Überblick über die Arbeit des Jugendvorstandes. Dazu gehörten Kinderfreizeiten am Donnerskopf in Bodenrod, zwei Jugendurlaube in Inheiden sowie Ausflüge zur Lochmühle und in den Kletterpark in Friedrichsdorf. Die Vereinsmeisterschaft im Februar wurde wegen geringer Teilnehmerzahl nicht veranstaltet.  

Den Bericht der Schatzmeisterin verlas Vorsitzender Weide. Die Kassenlage und deren Führung bewerteten die Kassenprüfer positiv. Jörn Fischer und Klaus Keller wurden einstimmig zu Kassenprüfern gewählt. 

Der Haushaltsplan 2020 wurde den Mitgliedern zur Abstimmung vorgestellt und von den Mitgliedern angenommen. Er war vom geschäftsführenden Vorstand bereits im Mai vorab übergangsweise beschlossen worden, um die Handlungsfähigkeit des Vereins in den Einschränkungen der Covid-19-Pandemie sicherzustellen. Der Antrag, den Haushaltsplan auch auf das Geschäftsjahr 2021 zu erweitern, wurde mehrheitlich abgelehnt.  

Der DLRG-Bezirksleiter Claus Protzer hatte ein schriftliches Grußwort übermittelt. Die Ehrung von Mitgliedern wurde auf das kommende Jahr verschoben. 

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