Drei Sportler erhalten Bürgermedaille

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Drei Sportler erhalten Bürgermedaille

BUTZBACH. Bürgermeister Michael Merle (r.) und Erster Stadtrat Manfred Schütz (l.) gratulierten den Trägern der Bürgermedaille Dietmar Gillmann (2.v.l.), Christiane Schwalm und Marc Weber zur Ehrung. Text + Foto: thg 

Stadt Butzbach zeichnet Christiane Schwalm, Marc Weber und Dietmar Gillmann mit höchster Ehrung aus

BUTZBACH (thg). Drei Sportlerbiografien trafen gestern im Butzbacher Museum zusammen, als Bürgermeister Michael Merle Bürgermedaillen an sportlich erfolgreiche und engagierte Butzbacher überreichte. Christiane Schwalm, die unter ihrem Mädchennamen Klopsch Leichtathletik-Ass war, Ruderer Marc Weber, der sich für Olympia in Tokio qualifizieren möchte, und Dietmar Gillmann, der als Schiedsrichter immer noch sonntags auf Fußballplätzen in der Region anzutreffen ist, erhielten die Bürgermedaillen Nummer 48, 49 und 50. 

Der Termin am gestrigen Nachmittag war wegen der unterschiedlichen Verpflichtungen der Geehrten zustandegekommen. Denn unter anderem arbeitet Weber daran, in diesem Jahr an den olympischen Spielen in Tokio teilzunehmen. Der 22-jährige Student trainiert unter anderem in Hamburg, wo er dann auch wohnt. Denn dort ist der aktuelle U23-Weltmeister mit seinen Mitstreitern zusammen, die aber durchaus als Konkurrenten anzusehen sind. Denn aus der achtköpfigen Gruppe fahren sieben nach Tokio. Im Einer wird Weber aller Voraussicht nach nicht starten, sondern im Zweier oder Vierer. Die kommenden drei Weltcups tragen ebenso zur Entscheidung bei wie die internen Ausscheidungen. 

Weber hat als Junge zunächst beim VfR Butzbach Fußball gespielt. Mit 13 Jahren kam er zum Rudern, das ihm zunächst nicht gefiel. Erst als seine Jugendliebe hinzukam, entdeckte er auch seine Liebe zu diesem Sport. Er startet für den Gießener Ruderclub „Hassia“ und lobt die Trainingsverhältnisse in Mittelhessen. Mit wenig Wind und Wellen ohne Schifffahrt trainiere er dort „unter Laborbedingungen“. 

Eine Olympia-Teilnahme hat Schwalb, die aus Maibach kommt, bereits absolviert. 2012 war sie nach dem fünften Platz mit der 4 x 400-Meter-Staffel bei der Europameisterschaft für die Olympiastaffel in London nominiert, wurde aber dort nicht eingesetzt. Im Alter von sieben Jahren begann die heute 29-Jährige mit der Leichtathletik. Sie spezialisierte sich auf die 400-MeterHürden-Strecke. Ab 2007, als sie bei der Leichtathletik-Jugend-WM Sechste wurde, war sie auch international erfolgreich. Zweimal wurde sie Deutsche Meisterin über die Hürden. 

Die sportliche Laufbahn beendete sie im Jahr 2015, um den Spagat zwischen Leistungssport und journalistischer Ausbildung zugunsten des Berufs zu beenden. Sie ist Fernsehjournalistin beim Hessischen Rundfunk und sowohl in der Sportredaktion als auch für „Hauptsache Kultur“ im Einsatz. Ein halbes Jahr lang habe sie nach dem Karriereende kaum Sport getrieben. Mittlerweile betreibt sie Kraft- und Ausdauersport in Kombination. 

Mit 70 Jahren ist Gillmann weiter als Schiedsrichter unterwegs. Der Butzbacher ist seit mehr als vier Jahrzehnten mit seinem Heimatverein VfR verbunden. Seit 1977 pfeift er und zeigt notfalls Karten. Von 1989 bis 1992 war er auch höherklassig im Einsatz, und zwar in der Gruppenliga. Der anerkannte Regelexperte hat bislang bereits mehr als 1000 Fußballspiele geleitet. Im Verein war er aber auch Spieler, Jugendtrainer und Alte-Herren-Obmann. 

Sein weiteres ehrenamtliches Standbein ist das Engagement für die katholische Sankt-Gottfried-Gemeinde. 32 Jahre lang gehörte er bis zum vergangenen Jahr dem Pfarrgemeinderat an, davon zwölf Jahre als Vorsitzender. Weiter ist er aber für die Gemeinde im Einsatz, wenn er gebraucht wird. Unter anderem ist er Kommunionhelfer und als Küster im Einsatz, im Altenheim leitet er auch Gottesdienste. 

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