„E-Mail löschen und nicht erpressen lassen“

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„E-Mail löschen und nicht erpressen lassen“

SEX-VIDEO – Butzbacher sollte für 800 Dollar Veröffentlichung stoppen

BUTZBACH (thg/ots). Ein BZ-Leser aus Butzbach hat eine erpresserische E-Mail erhalten. 800 Dollar soll er auf ein Bitcoin-Konto einzahlen, damit ein Video, das ihn angeblich bei sexuellen Handlungen zeigt, nicht im Internet veröffentlicht wird. Zudem heißt es in der E-Mail, die Rechtschreib-  und Grammatikfehler enthält, dass das Video sofort online gestellt würde, sollte der Mann die E-Mail weiterleiten. 

„Die übliche Masche“, sagte dazu eine Polizei-Sprecherin. Immer wieder gebe es solche Erpressungsversuche per E-Mail. „Einfach löschen“, empfahl sie. 

Der Erpresser gab in der E-Mail an den Butzbacher an, über einen Trojaner vollen Zugriff auf den Computer, Webcam und Mikrofon zu haben. Er habe auch Zugang auf alle gespeicherten Kontaktdaten. Sobald die Zahlung – innerhalb von 72 Stunden – eingegangen sei, werde das Video gelöscht, „und du wirst nie wieder von mir hören“. 

Aus Angst vor der Veröffentlichung von peinlichem Bildmaterial, zum Beispiel mit sexuellem Inhalt in Zusammenhang mit der eigenen Person bringen die Gauner tatsächlich den ein oder anderen Kontaktierten zur Zahlung des gewünschten Betrages, weiß die Polizei. Sie rät dringend davon ab, auf derartige Forderungen einzugehen. Vorsicht sei zudem unter anderem in Chats geboten, wenn man aufgefordert werde, persönliche Daten anzugeben oder gar sich zu entblößen. 

Unter www.polizei-beratung.de klären die Beamten über Maschen und Hilfen zum Thema auf. 

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