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Ehrenamtspreis für Berthold Bauer

OBER-MÖRLEN. Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Ober-Mörlen wurde Berthold Bauer (M.) mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Rechts im Bild Parlamentsvorsitzender Gottlieb Burk, links Bürgermeisterin Krisitna Paulenz. Foto: dom

Neujahrsempfang der Gemeinde Ober-Mörlen im Teichen von kunstruktivem Miteinander

OBER-MÖRLEN (nns). „Das ehrenamtliche Engagement ist Kernstück unserer Gesellschaft“, unterstrich am Freitagabend Ober-Mörlens Parlamentsvorsitzender Gottlieb Burk im Dorfgemeinschaftshaus von Langenhain-Ziegenberg. Der Neujahrsempfang der Gemeinde rücke traditionell das Wirken Hunderter Ehrenamtlicher im Dorf in den Fokus. Ihnen allen sei herzlich gedankt. Man wolle Menschen in der Öffentlichkeit ein Gesicht geben, die sich in besonderer Weise für die Gesellschaft einsetzten: mit Leistungen, die im besten Wortsinn unbezahlbar seien – ohne Getöse, aber mit immenser Wirkung. 

In diesem Jahr ging der Ehrenamtspreis der Gemeinde an Berthold Bauer. Laudator Burk schilderte, wie Bauer seit 30 Jahren in unermüdlichem Einsatz seine Wohngegend an der oberen Hüftersheimer Straße pflege und gestalte, vor allem auch den nachbarschaftlichen Zusammenhalt. Der dortige „Drehplatz“ sei zwar das ganze Jahr über ein geschätzter Treff für gesellige Runden, insbesondere aber in der Vorweihnachtszeit mit gemeinschaftlich geschmücktem Baum und dem feierlichen Höhepunkt, wenn unter Bauers Regie kurz vorm Fest alle zu Speis, Trank und Musik der MCC-Weihnachtsbläser zusammenströmten. 

Bürgermeisterin Kristina Paulenz schloss sich Burks Dank und Würdigung von Herzen an. Die Vertreter aus Ortsvereinen, Politik und Wirtschaft begrüßen zu dürfen, sei ihr eine Freude und Ehre. Dankenswerterweise kümmere sich die Freiwillige Feuerwehr einmal mehr um das leibliche Wohl der Gäste. Für die hatte Paulenz in ihrer Neujahrsansprache „gute Neuigkeiten“ mitgebracht. Zugleich bat die Rathauschefin um „mehr Fairness im politischen Umgang miteinander und um die Beachtung des achten Gebotes“. 

Ins Projekt Seniorenresidenz sei Bewegung gekommen, sagte Paulenz. Im Baugebiet Schießhütte II rollten für die Häuslebauer bald die ersten Bagger an, ihr Dank gelte insbesondere auch der Grundstücksentwicklungsgesellschaft für die sehr gute Arbeit. Auch die Firma Deutsche Glasfaser leiste gute Arbeit, sagte Paulenz und bat, mit Blick auf aufgerissene Straßen und Wege nicht aufzustöhnen. Bis spätestens April seien alle Arbeiten abgeschlossen. Es werde keine Abnahme durch die Gemeinde geben, „ohne dass es nicht so aussieht wie vorher oder besser“.

Die Arbeiten in der Ziegenberger Schlossstraße nähmen Formen an, zeigte sich Paulenz zufrieden. Die Bürgermeisterin richtete ihren Dank an alle Mitarbeiter und Unterstützer und freute sich, dass es Ende August wieder einen Open-Air-Kinoabend im Schlosshof geben werde. Mit der Präsentation des attraktiven Jahresprogramms zum 100. Geburtstag des SVO stieß Stefan Schraub auf große Ohren. Der Tradition folgend, bekam auch eine ortsansässige Firma Gelegenheit, sich den Bürgern vorzustellen. Überrascht zeigte sich das Publikum von der kleinen, aber feinen Firma EMK-Kunststofftechnik, die Dirk Müller in zweiter Generation in Langenhain führt. Seit 30 Jahren entstehen hier Produkte zwischen Autoteilen und Zahntechnik, die jeder kennt, aber nie zuordnen konnte. 

Begeisterung löste der Wahl-Langenhainer Joachim „Jo Solo“ Meiser mit seiner stimmschönen Ummalung des Abends aus. Kostproben des international gefragten Folkmusikers gingen direkt ins Blut und bewegten sich zwischen der innigen Ballade „Isle of hope, isle of fear“ um eine blutjunge irische Auswanderin und dem augenzwinkernden “Donald where’s your trousers“. Die Hoffnung auf ein baldiges Wiederhören versüßte nach mehreren erklatschten Zugaben den Abschied und den Aufbruch in das noch junge Jahr. 

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