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Ehrenamtspreis für Brandschützer

OBER-MÖRLEN. Das Foto zeigt (v.l.) die Geehrten Jugendfeuerwehrwart Ober-Mörlen Thomas Fritz und Kinderjugendwartin von Ober-Mörlen Natalie Scharfe, Mario Sprengel, Jugendfeuerwehrwartin Langenhain-Ziegenberg Svenja Frodl, Kinderfeuerwehrwartin Langenhain-Ziegenberg Rebekka Frodl und Gemeindejugendwartin und Gemeindekinderfeuerwehrwartin Iris Noll-Frodl. Text + Fotos: dom

Ober-Mörlen zeichnet auf Neujahrsempfang Michael Schäfer und Feuerwehr-Nachwuchs für Engagement aus

Ober-Mörlen (nns). An die Tradition der Neujahrsempfänge knüpfte die Gemeinde Ober-Mörlen in diesem Jahr wieder an, um das Wirken der Ehrenamtlichen in den Fokus zu rücken. Neben Vertretern von Vereinen und Verbänden war am Freitag traditionell auch die Vielfalt aus Politik, Kirche und Wirtschaft ins Dorfgemeinschaftshaus Langenhain-Ziegenberg eingeladen.

Als farbenprächtig entpuppte sich neben der bunten Kulisse mit Fastnachtsvereinen und der Feuerwehr auch der musikalische Rahmen mit Rock und Pop von Johannes „Jo Solo“ Meiser. Aus seinem irisch-schottischen Repertoire hatte der Folkmusiker aus Langenhain zum Amüsement der sangesfreudigen Gästeschar „Donald where are your trousers“ mitgebracht.

Als „Kernstück der Gesellschaft“ beschrieb Parlamentsvorsitzender Mario Sprengel das ehrenamtliche Engagement. Ihn freue es, dass der Ehrenamtspreis an mehrere einsatzfreudige Menschen gehe. Die Wahl war auf Feuerwehrmann Michael Schäfer und auf die Jugendfeuerwehren mit den Bambinis gefallen. Vor dem Hintergrund zunehmender Gewalt gegen Einsatzkräfte sei es umso dankenswerter, wenn sich Menschen im gegenseitigen Vertrauen für die Gemeinschaft einsetzten – so wie Michael Schäfer seit 50 Jahren in der heimischen Wehr.

Von der Jugendfeuerwehr wechselte Schäfer 1977 in die Einsatzabteilung, wurde Gruppenleiter, Leiter der Jugendfeuerwehr, stellvertretender und ab 1997 Wehrführer in Langenhain-Ziegenberg. Ab 2002 war Schäfer 15 Jahre lang Gemeindebrandinspektor und gehörte bis vor kurzem dem Kreisfeuerwehrverband an. Sprengel würdigte Schäfers wegweisenden Einsatz auch bei der Erneuerung des Feuerwehr-Fuhrparks, dem Neu- und Ausbau des Gerätehauses in Langenhain-Ziegenberg. „Durch sein ehrenamtliches Engagement hat er die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr stets garantiert und uns allen viele tausend Euro gespart“, unterstrich Sprengel. Seit fast 30 Jahren sei Schäfer im Feuerwehrverein aktiv, davon 25 Jahre im geschäftsführenden Vorstand. Schäfer ist Träger des Brandschutzehrenzeichens in Gold und des Deutschen Feuerwehrehrenkreuzes in Silber.

Dank und Wertschätzung brachte der Laudator auch der Nachwuchsarbeit in den Ortswehren entgegen. Seit klein auf seien Zusammenhalt, Spaß und gemeinsame Unternehmungen wichtig, mit dem Alter nehme der Brandschutz an Bedeutung zu. Die Jugendfeuerwehr gibt es in Ober-Mörlen seit 1969, die Langenhain-Ziegenberger Jugendwehr feierte im vergangenen Jahr ihr 50-Jähriges. In beiden Ortsteilen wurden Kindergruppen gegründet: In Langenhain-Ziegenberg gingen vor 15 Jahren die Feuerdrachen mit den Gründerinnen Kim Bachmann, Ingrid Müller und Petra Gebhardt-Dietz an den Start, in Ober-Mörlen vor zwölf Jahren die Löschtiger mit Karin Lebeau, Stephanie Antony und Sandra Scheibel. Stellvertretend für alle, die sich um den Brandschützer-Nachwuchs kümmern, überreichte Sprengel den aktuellen Verantwortlichen den Ehrenamtspreis.

OBER-MÖRLEN. Das Foto zeigt (v.l.) Ersten Beigeordneten Mario Sprengel und Ehrenamtspreisträger Michael Schäfer. Foto: dom

Bürgermeisterin Kristina Paulenz schloss sich Dank und Würdigung von Herzen an. Die vergangenen Jahre hätten vielen eine geänderte, einschränkende Lebensführung abverlangt. Einmal mehr habe sich gezeigt, „dass wir durch Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe schwierige Zeiten durchaus meistern können“. Die Gemeinde trage, unter anderem durch Klimaschutzmaßnahmen, dazu bei, dass man in die Zukunft blicken könne. In Ober-Mörlen engagierten sich immer mehr  Menschen, um die Gemeinde noch lebens- und liebenswerter zu machen. „Wenn wir weiterhin so gut zusammenhalten, werden wir auch das Jahr 2023 sehr gut meistern.“

Zum 75. Geburtstag der 1. Karnevals-Gesellschaft Mörlau hatte Zugmarschall Alexander Trier mit Unterstützung seiner Familie und Weiberpräsidentin Corinna Hülsmann einen reich bebilderten Festvortrag rund um die Fastnacht in Ober-Mörlen vorbereitet „75 Jahre KG Mörlau heißt Pflege, Erhalt und Gestaltung eines uralten Brauchtums, das wir in Mörlau nunmehr seit 270 Jahren in der fünften Jahreszeit hegen.“ Allein der Fastnachtszug, bekannt als der längste närrische Lindwurm der Wetterau, locke mit rund 2000 aktiven Teilnehmern bis zu 25 000 Besucher ins Dorf. Um das Fastnachtsbrauchtum pflegen zu können, brauche es Menschen die unter anderem mit Herzblut und dem Streben nach immer Neuem den Verein begleiten wie in den vergangenen 75 Jahren. Ihrem Jubiläumsjahr vrleiht die KG auf der Jahrestagung der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval im September mit gut 500 Karnevalsvereinen aus Hessen und Rheinland-Pfalz in einer Feierstunde einen würdigen Abschluss.

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