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„Ein echtes Pfund für Langgöns!“

SPD Langgöns nominierte Anja Asmussen zur Bürgermeisterkandidatin

LANGGÖNS (ikr). Von einer überwältigenden Welle der Sympathie und Unterstützung wurde Anja Asmussen, die Langgönser SPD-Bürgermeisterkandidatin, bei ihrer Nominierung im Rahmen der Mitgliederversammlung am vergangenen Freitagabend getragen. Sie wurde einstimmig gewählt: 31 der insgesamt 34 anwesenden Wahlberechtigten stimmten für ihre Kandidatur, es gab zwei Enthaltungen und eine ungültige Stimme. Weitere Kandidaten gab es nicht. Ihren Wahlkampf wird Anja Asmussen unter das Motto „Mit Herz und Verstand“ stellen. Die Amtszeit des sozialdemokratischen Bürgermeisters Horst Röhrigs endet am 31. Mai 2019 nach dann  24 Jahren, er tritt nicht mehr an.

Für eine positive Überraschung sorgte die Kandidatin, indem sie mit einer fundierten, halbstündigen Bewerbungsrede glänzte, in der sie ihre Vita, ihre Qualifikationen für das angestrebte Amt, ihr Engagement in der SPD Langgöns und ihre Ziele als Bürgermeisterin für Langgöns detailliert formulierte. „Ich will die erste Bürgermeisterin dieser Gemeinde werden“, stellte sie klar. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Verwaltung und den Mitgliedern der politischen Gremien möchte die Kandidatin „in diesem Amt das Gesicht und die Entwicklungschancen unserer Gemeinde zukünftig aktiv mitprägen und weiter ausbauen. Ich stehe für eine überparteiliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Langgönser Bürgern, den gemeindlichen Gremien und den Langgönser Vereinen und Verbänden. Ich werde meine vielfältigen Berufserfahrungen einsetzen, um Langgöns auch in Zukunft lebenswert zu erhalten. Dabei stehe ich auch für eine starke Förderung der Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen, dem Landkreis und dem Land Hessen ein.“ Sie betonte, dass sich alle Langgönser Ortsteile bei ihr „in guten Händen befinden“ und ihr „alle gleich am Herzen liegen.“

Ihre Kandidatur habe sich die 48-jährige alleinerziehende Mutter, die in Cleeberg wohnt, reiflich überlegt. Sie freute sich, dass ihr 15-jähriger Sohn Maxime ebenso wie ihr Lebensgefährte Andreas und ihre Mutter anwesend waren und damit deutlich zeigten, dass sie ihr für die Kandidatur den Rücken stärken.

Die gebürtige Großen-Lindenerin schloss nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester ein Studium zur Diplom-Pflegewirtin ab, baute mehrere Pflegebereiche neuer Pflegeheime in der Wetterau mit auf und leitet seit 2009 das AWO-Sozialzentrum in Butzbach-Degerfeld. Mit Unterstützung der Kommunen initiierte sie Demenzcafés in Langgöns, Butzbach und Ober-Mörlen. Weitere Projekte in Langgöns, an denen sie maßgeblich beteiligt war, sind „Anders tanzen!“, ein Angebot für Tanzbegeisterte und Menschen mit Demenz sowie die Umsetzung des Quartiersprojekts „Selbst.Ständig leben in Langgöns!“

Asmussen sieht sich als erfolgreiche Netzwerkerin und betont: „Ich kenne es, einen Beruf zu haben, mit dem man in der Öffentlichkeit steht. Mit Leuten reden und ihnen zuhören, mich hinstellen und öffentlich etwas sagen, für Menschen da sein, aber auch auf eigene Grenzen achten, Gruppen so zu leiten, dass die Sache und die Menschen gleichzeitig im Blick sind – das mache und kenne ich seit vielen Jahren.“ Auch Projektmanagement und Organisationsentwicklung habe sie im Rahmen ihres Studiums gelernt und beruflich umgesetzt.

2011 fand Asmussen neben Beruf  und Familie die Zeit, in die SPD einzutreten, wurde schnell in den Vorstand des Ortsvereins gewählt, übernahm 2014 dessen Vorsitz, ist seit 2016 Mitglied der Gemeindevertretung und seit April dieses Jahres Fraktionsvorsitzende.

„Ich habe Pläne und Ziele für unsere Gemeinde, aber noch keine fertigen Antworten für alles“, räumte sie ein. Vier Säulen nannte sie als Ziele bzw. Entwicklungsperspektiven für die gesamte Gemeinde: Es sind die Themen „Gut Wohnen und Leben“, „Familie und Arbeit stärken“, „Vereine und Ehrenamt fördern“ sowie „Solide Finanzen und moderne Verwaltung“. Asmussen will sich unter anderem dafür einsetzen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen und die Mobilität im öffentlichen Personenverkehr zu fördern. Sie steht für gebührenfreie, qualitativ hochwertig arbeitende Kitas. Das Ehrenamt soll durch die Verwaltung hauptamtlich und aktiv unterstützt werden, auch für den Ausbau der Gemeindepartnerschaften mit St. Ulrich am Pillersee und Clouange will sie sich einsetzen.

Die Gemeindeverwaltung sieht sie als modernes Dienstleistungs- und Servicezentrum. Die Bürger sollen an der Haushaltsplanung beteiligt werden. Sie will, dass den Menschen zugehört wird und dass sie sich einbringen können. Der digitale Fortschritt biete neue Möglichkeiten, „die Verwaltung nach innen und außen zu modernisieren.“ In der Zusammenarbeit mit dem Gemeindevorstand und der Gemeindevertretung legt Anja Asmussen „Wert auf eine konstruktive Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg.“ Für ihre Ausführungen erhielt sie langanhaltenden Applaus.

Um Unterstützung für Anja Asmussen bat Bürgermeister Horst Röhrig. Er bezeichnete sie als „tolle Kandidatin, ein echtes Pfund für Langgöns.“ Auch Hans-Ulrich
Theiss von der SPD-Wahlkommission empfahl sie als „erste Frau in diesem Amt, du wirst den Männern ganz gut tun!“ Weitere Empfehlungen gaben Gemeindevorstandsmitglied Marianne Wander, die neben den Fachkompetenzen und der Durchsetzungskraft auch besonders die sozialen Kompetenzen der Kandidatin herausstellte, Gerald R. Dörr, ihr Vorgänger im Amt des Ortsvereinsvorsitzenden, der ihre „Strukturiertheit und ihren Fleiß“ lobte, die Cleeberger Ortsvorsteherin Heidi Tonhäuser, die von einer „Arbeitsbiene“ sprach, die den Menschen zugewandt sei, sich im Ortsteil „super integriert“ hätte und sehr beliebt sei. SPD-Urgestein Hans-Joachim „Jimmy“ Naumann schloss sich diesen Einschätzungen an. Der SPD-Unterbezirksvorsitzende Matthias Körner sagte: „Du und die Langgönser SPD werden dafür brennen, diese Wahl zu gewinnen!“

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