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Ein ganzes Festzelt in Verzückung

Traditionsveranstaltung Ausrichter Feuerwehr zieht positive Bilanz der Gambacher Kirmes

GAMBACH (HV). Eine rundum gelungene und grandiose Kirmes war es, die die Freiwillige Feuerwehr Gambach in diesem Jahr geboten hat. Diese Erfolgsbilanz ziehen die Organisatoren, die ein Jahr lang die Traditionsveranstaltung vorbereitet hatten. Allen Unkenrufen zum Trotz erfreute sich das Gambacher Volksfest sich auch bei der 54. Auflage ungebrochener Beliebtheit und Akzeptanz.

Die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Dirk Langsdorf hatten sich ein abwechslungsreiches Programm einfallen lassen. Die Kirmes begann mit dem „Disco-Abend“ am Freitag mit dem HR3-Moderator Gunnar Töpfer als professionellem Plattenaufleger. Knapp 1500 Besucher zählten die Veranstalter. Besonders hoben sie hervor, dass die Disconacht sehr diszipliniert und ohne negative Vorkommnisse verlief.

Am „Dorfabend“ am Kirmessamstag vollzog sich die obligatorische Eröffnung der Kirmes durch die Kirmesburschen mit Aufziehen des Kirmeskranzes unter das Zeltdach, gefolgt vom Anstich des ersten Fasses Bier. Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer hatte dabei zur „Premiere“ ein geschicktes Händchen, assistiert vom Vertreter der Licher-Brauerei, Frank Happel, sowie der Feuerwehrführung mit dem Vorsitzenden Langsdorf, Stellvertreter Alexander Weber und den Ehrenvorsitzenden Ernst Schimani und Wilfried Mohr.

Durch das weitere Programm führte Mohr: Die TSV-Showtanzgruppe „Twisters“ brillierte mit farbenfroher Choreografie. Allerdings war dieser Auftritt dem Vernehmen nach eine Abschiedsvorstellung. Die Gruppe wird in dieser Formation nicht weiter bestehen. Dementsprechend klang Wehmut mit beim Dank an Trainerin Vanessa Nicolai.

Es folgte Andreas Gabalier, der in Person von Achim Groß auf die Bühne kam. Gekonnt intonierte der Gambacher bekannte Songs und animierte das Publikum zum Mitsingen. Gleichfalls taten dies Tonja Wolf und Annkatrin Mohr, die als Gesangsduo deutschsprachige und internationale Schlager und Popsongs darboten. Tonja Wolf trat danach mit ihrem Vater Burkhard Wolf gesanglich im Duett auf.

Zwei weitere Höhepunkte der Samstagabend-Show waren die Tanzgruppe „Smash“ des TSV Gambach (Trainerin Andrea Dilges) und der „Feuerzauber“ der Gruppe „Feuer und Bewegung“, die mit LED-Technik und echten Flammen eine Lightshow im abgedunkelten Festzelt hinlegten. Die Gruppe „Smash“ zählt absolut berechtigt zu den Top-Favoriten. Den Abend beschloss aber eine besondere Tanzgruppe: Gestandene Feuerwehrmänner rockten, teils als Schattentanz und letztendlich nur noch leicht bekleidet das ganze Festzelt und brachten besonders die Damenwelt in Verzückung bis zum „Kreisch-alarm“.

Der Sonntag stand im Zeichen der Familie und der Ökumene. Der Festgottesdienst war für beide Gambacher Kirchenmänner eine Premiere: Pfarrer Jörg Liebig (evangelisch) und Pfarrer Dr. Gregor Waclawiak (katholisch) fanden herzliche und treffende Worte zum Familientag der Kirmes und wurden musikalisch vom Posaunenchor unter der Leitung von Michaela Kilian begleitet. Viele Besucher waren gekommen. Für die Kinder wurde ein reichhaltiges Programm geboten, das neben dem Zauberkünstler „Mister Sunrise“, der die Kinder mit Tricks überraschte, auch eine kleine „Lehrstunde“ in Sachen „Feuer“ enthielt. Dieter Nicolai, zweiter stellvertretender Stadtbrandinspektor, hatte da „mal einiges vorbereitet“. Mit „Zisch“, „Puff“ und einem sehr lauten Knall lernten die Kleinsten den richtigen Umgang mit entstehenden Flammen. Höhepunkt war neben einer „Fettexplosion“, dass ganz Mutige mit dem Feuerlöscher ein Feuer bekämpfen konnten.

Den Abend des „Familientages“ prägte das „Bullenreiten“, bei dem alle Teilnehmer ihr Können auf dem Rücken eines mechanischen Wildbullen unter Beweis stellen konnten. Von ganz kurzen Aufenthalten (knapp vier Sekunden) bis zu ansehnlichen „Ritten“ reichten die Darbietungen der beiden Mannschaften der Kirmesburschen, vom TFV Ober-Hörgern, dem Tennis-club Gambach, dem Schützenverein Gambach, der „Manpowergruppe“ und der Damengruppe der HSG Wettertal sowie der Vorstandsgruppe der Feuerwehr Gambach und einer Abordnung des „Bergwerkhofes“ (Aussiedlerhof Köstler). Moderator Markus Häuser musste im Verlauf des Geschehens, aus dem die HSG-Männergruppe als Sieger hervorging, selbst auf den Rücken des Bullen steigen. Danach spielte wie am Samstag die Musikkapelle „Die Heimatländer“ zum Tanz auf.

Der Kirmeshöhepunkt ist der Frühschoppen-Montag, der als „Gambacher Nationalfeiertag“ seinesgleichen sucht. Schon zu früher Morgenstunde bildete sich die jährlich länger werdende Menschschlange vor dem Festzelt. Burkhard Wolf eröffnete den Frühschoppen und kündigte den ersten „Hektoliter“ an, dem noch etliche folgten. Unter den Spendern aus heimischer und regionaler Geschäfts- und Gewerbewelt war sogar je ein „Hekto“ der Bürgermeisterin und der Kirmeskapelle. Gäste des Frühschoppens waren diesmal die Bürgermeister von Butzbach und Rockenberg sowie Vertreter von Unternehmen. „Die Heimatländer“ erwiesen sich als richtige Wahl für das musikalische Frühschoppen-Mammutprogramm, das rockiger und fetziger wurde – eine Besonderheit des Gambacher Frühschoppens.

Die Veranstalter bedanken sich bei allen Helfern in den unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen, unter anderem aus Vereinen – eine Verfahrensweise, die zielführend und zukunftsweisend für kommende Kirmesveranstaltungen sein werde.

Foto: Vetter

Last Updated on 2. November 2018 by Denise Koppe

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