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Eine Lücke könnte erstmal bleiben

Lärmschutzwand Stadt Butzbach will vor Weiterbau noch Brücke über die Kleeberger Straße sanieren

BUTZBACH (thg). Wird in der Ludwigstraße in Butzbach derzeit an der Vollendung der Lärmschutzwand entlang der Bahnstrecke gearbeitet, so bleibt möglicherweise der Abschnitt der Brücke über die Kleeberger Straße zunächst ausgespart. Das könnte die Bahn auf Bitten der Stadt Butzbach in Kürze entscheiden, wie die Stadtverwaltung auf BZ-Anfrage mitteilte. Die Bahn äußert sich zu dem laufenden Vorgang derzeit nicht, wie eine Sprecherin gestern der BZ sagte. Sollte aber von einer bestehenden Bauplanung abgewichen werden, könnte es durch den notwendigen Vorlauf mit dem Blick auf den Fahrplan zu einer Verzögerung von zwei Jahren kommen, gab sie als grundsätzliche Auskunft.

Die Brücke gehört der Stadt. Dass ein gewisser Sanierungsbedarf besteht, ist schon länger klar. Aber erst vergangenes Jahr sei deutlich geworden, dass doch bald Handlungsbedarf besteht, so die Auskunft der Stadtverwaltung. Daraus entstand der Vorschlag, die Brücke beim aktuellen Lärmschutz-Projekt auszusparen, damit nicht jetzt die Wand errichtet und anschließend für eine Brückensanierung wieder abgebaut werden muss. Dies würde nur zusätzlich unnötige Kosten verursachen. Die Bahn wurde darüber informiert, dass die Sanierung noch in diesem Jahr erfolgen soll.

Überhaupt müsse das Thema Lärmschutzwand auch noch in Bezug auf den Bahnhof Butzbach betrachtet werden. Die Wand endet an dem Bau. Laut Stadtverwaltung liegt die Abbruchgenehmigung für das Bahnhofsgebäude vor, der Abriss soll im Sommer erfolgen. In Abstimmung mit der Bahn könnte dies an zwei Wochenenden stattfinden. Der zuständige Projektbeauftragte des Investors ten Brinke war gestern nicht zu erreichen, für Details zum Vorgehen stehe er in der kommenden Woche wieder zur Verfügung. Je nach Lage eines Neubaus wäre die bestehende Schallschutzwand zu kurz.

Zunächst hatte die Bahn auf ihrem eigenen Gelände geplant, einen entsprechenden Träger für die Schutzwand an der Brücke über die Kleeberger Straße zu bauen. Dann habe man sich mit der Stadt auf einen Bau auf der Grenze zwischen Stadt- und Bahngelände verständigt. Für eine Sanierung der Brücke muss laut Stadtverwaltung diese um mindestens einen halben Meter angehoben werden, aber dann wäre der nun geplante Balken für die Lärmschutzwand im Weg. Nach der Sanierung der Brücke ginge dann die Schaffung des Balkens für den Schallschutz auf Butzbacher Kappe.

Für die Sanierung der Brücke wegen Verschleiß, Rost und Eindringen von Feuchtigkeit sowie der Seitenwände in der Kleeberger Straße fallen voraussichtlich Kosten in Höhe von einer Million Euro an. Die Sanierungen werden laut Stadt den Bahnbetrieb kaum stören. Eine schriftliche Aussage der Bahn liegt im Rathaus noch nicht vor.

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