EISHOCKEY: Terminplan der Eishockey-Liga 2 durch Corona-Fälle gefährdet

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 EISHOCKEY: Terminplan der Eishockey-Liga 2 durch Corona-Fälle gefährdet

(be). Positiv getestete Spieler, zahlreiche Spielabsagen – der Terminplan in der Deutschen Eishockey-Liga 2 gerät in punkto Nachholbegegnungen an seine Grenzen. Die letzten Corona-Fälle in Bad Nauheim und vor allem in Frankfurt stellen die DEL2-Verantwortlichen vor schwierige Aufgaben. Unser Mitarbeiter Wolfgang Bender sprach mit Rene Rudorisch, dem Geschäftsführer der DEL2, über die aktuelle Terminplanung, eine mögliche Wettbewerbsverzerrung und über Alternativen, wenn die nächsten Absagen drohen.

Ist der Terminplan in der DEL2 noch zu halten?

Rene Rudorisch: Darüber möchte ich derzeit nicht spekulieren. Wir müssen die nächsten Wochen abwarten aber durch die Fälle in Bad Nauheim und Frankfurt ist das Ende der Fahnenstange in Sachen Spielverlegungen praktisch erreicht. 

Für Heilbronn und Frankfurt ist der Rahmen für weitere Nachholspiele bereits ausgereizt, da sie alle Dienstag-Termine schon verplant haben. Was passiert bei weiteren „Schreckensmeldungen“, zumal wir immer noch im ersten Teil der Saison sind?

Rudorisch: In der Tat haben wir für Heilbronn und Frankfurt kaum noch Ausweichmöglichkeiten. Der 7. April ist noch offen, aber dann müsste eine Mannschaft zum Saisonende sechs Spiele in elf Tagen absolvieren. Sollten weitere Verlegungen bei diesen „kritischen“ Vereinen hinzukommen, platzt unser Terminplan.

Sehen Sie bei dieser Terminkonstellation keine Wettbewerbsverzerrung?

Rudorisch: Wenn ein Verein Woche für Woche freitags, sonntags und dienstags spielen muss, beeinflusst das natürlich den Wettbewerb. Die Clubs haben sich vor der Saison allerdings darauf verständigt, dass sie möglicherweise Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Ich würde erst dann von richtiger Wettbewerbsverzerrung sprechen, wenn wir nicht alle Spiele in der Meisterschaftsrunde zur Austragung bringen könnten.

Provokant gefragt: Am 24. Januar endet die erste Halbserie. Das wäre ein guter Schnitt, um die Saison zu verkürzen, um dann im Februar die  Nachholspiele auszutragen und im März mit den Playoffs zu beginnen.

Rudorisch: Wir haben die wirtschaftliche Seite der Vereine im Blick und dazu zählen auch die Laufzeit der Verträge der Spieler und das Angebot an die Sponsoren. Wir wollen also so viele Spiele wie möglich durchführen. Es ist richtig, dass wir am 24. Januar einen Schnitt haben. Wir werden uns in den nächsten Wochen turnusmäßig zusammensetzen, um über die aktuelle Lage zu beraten. 

Welche Alternativen sehen Sie noch?

Rudorisch: Wir könnten den Modus für den zweiten Saisonteil ändern und die Runde verkürzen. Wir könnten das Ende der Runde nach hinten schieben oder den Modus bei den Playoffs verändern. Auch Doppel-Spieltage könnten ein Thema sein und vielleicht gibt es auch keine normale Playdown-Runde. Das sind alles Optionen, über die wir mit den Vereinen reden werden. In jedem Fall bin ich mir der Gefahr bewusst, die derzeit in unserem Terminplan steckt aber wir dürfen jetzt nicht hektisch werden, zumal wir die Corona-Situation selbst nicht beeinflussen können.

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