Empfang für Ruder-Weltmeister Marc Weber aus Butzbach

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Empfang für Ruder-Weltmeister Marc Weber aus Butzbach

BUTZBACH/GIESSEN (am). Sportler würden ja nicht so viel trinken, begründete Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, dass sie nur eine kleine Flasche Gießen-Gin an Marc Weber überreichte. Was aber nichts an ihrer Wertschätzung ändere. Schließlich sei es eine große Ehre für die Stadt. „Wir haben nicht alle Tage einen Goldmedaillengewinner in Gießen“, freute sich die OB. 

Und beim Rudern liege ein ähnlicher Erfolg ja schon 29 Jahre zurück, als seinerzeit die Leichtgewichtsathletin Ruth Kaps ähnlich erfolgreich war. Die Stadtoberen und Vertreter des Gießener Ruderclubs Hassia blickten noch einmal zurück auf den Triumph von Weber bei den U23-Weltmeisterschaften in Sarasota-Bradenton im US-Bundesstaat Florida. 

Nachdem sich der 22-Jährige aus Butzbach im Vorjahr noch mit dem zweiten Platz hatte begnügen müssen, war er diesmal trotz der ungünstigen klimatischen Bedingungen topfit. „Das Klima war ziemlich krass. 35 Grad heiß und 85 Prozent Luftfeuchtigkeit“, berichtete der Modellathlet. Nach klaren Siegen in den Läufen auf dem Weg ins Finale verblüffte Marc Weber im Endlauf entgegen seinen Gewohnheiten mit einem fulminanten Endspurt und ließ dem Hauptkonkurrenten Stefanos Ntouskos aus Griechenland keine Chance. 

Nachdem der Hassia-Ruderer seinen Erfolg erst einmal mit einem Kurzurlaub in den USA gefeiert hatte, blickt er jetzt schon auf die Olympischen Spiele im nächsten Jahr in Tokio. „Jetzt sind meine Chancen ganz gut für einen Olympia-Start“, weiß er, dass er von Bundestrainer Marcus Schwarzrock inzwischen bei den letzten neun Kandidaten für Japan eingruppiert wurde. „Selbst, wenn es nur als Ersatzmann sei.“ Und ganz egal, in welchem Boot: ob im Einer, Doppelzweier oder Doppelvierer.

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