„Engelsberg“-Bauland kostet 239 Euro

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„Engelsberg“-Bauland kostet 239 Euro

Butzbacher Stadtverordnetenversammlung beschließt Preis für Nieder-Weiseler Boden / Umlegung rechtskräftig

BUTZBACH (thg). Für das Baugebiet Engelsberg in Nieder-Weisel wurde die Baulandumlegung nun rechtskräftig. Das teilte die Stadt Butzbach mit. 

In ihrer jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde bei wenigen Enthaltungen der Kaufpreis für Bauherren beschlossen. Der Quadratmeter kostet demnach 239 Euro. Damit entspricht er dem Betrag, der für das Neubaugebiet „Hinter der Mauer“ in Nieder-Weisel festgelegt wurde. Die Stadt Butzbach hatte die Abwicklung der Grundstücksgeschäfte in Kooperation der Hessischen Landgesellschaft (HLG)übertragen. Sie legte auch die Kalkulation des Verkaufspreises vor. 

In der vorangegangenen Ausschusssitzung hatte Bürgermeister Michael Merle berichtet, dass die Erschließung laufe und in absehbarer Zeit Baubeginn sein könne. Die Stadt sei nun bei der „Schallmauer“ von 200 Euro Quadratmeterpreis angekommen. Die Steigerung sei deutlich, aber „die Kosten gehen durch die Decke“, so der Bürgermeister. 

Auf Frage von Sabine von zur Mühlen (Grüne), warum der Magistrat zehn Euro weniger beschlossen habe als die HLG errechnet habe, sagte Merle, dass dies in der Gesamtkalkulation möglich sei. An Linken-Fraktionsvorsitzenden Walter Strasheim-Weitz gerichtet sagte Merle, dass nicht maximale Preise das Ziel seien, sondern auch Familien mit Kindern den Kauf zu ermöglichen. Entsprechende Faktoren seien im Vergabesystem der Stadt enthalten. 

Emre Türkmen (SPD) befürchtete, dass bei einem „Preisboom“ sich junge Familien und Butzbacher das Bauen nicht mehr leisten könnten. Dem müsse man entgegenwirken. Die Stadt habe auch eine soziale Verantwortung: „Wer soll sich 300 Euro noch leisten können?“ Seine Fraktionsvorsitzende Vera Dick-Wenzel merkte an, dass der Preis hoch sei, die Kostendeckung aber nicht außer Acht gelassen werden dürfe. Die Stadt sei nicht auf den „großen Reibach“ aus. 

UWG-Fraktionsvorsitzende As-trid Gerum erklärte, dass schon die Festlegung auf 239 Euro „Hinter der Mauer“ ein „Dorn im Auge“ gewesen sei. „Wir wollen keine Frankfurter oder Süd-Wetterauer Verhältnisse“ in der ländlich geprägten Region, erklärte sie die Enthaltung. 

Christian Burk (CDU) wies darauf hin, dass in anderen Kommunen die Preise noch höher seien. In Ober-Mörlen koste ein Quadratmeter Bauland 319 Euro und dort sei die Infrastruktur schlechter als in Butzbach. Die Zahlen für Nieder-Weisel legten dar, dass der beschlossene Betrag gerechtfertigt sei. 

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