„Entführung in ein Buchstabenmeer“

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„Entführung in ein Buchstabenmeer“

STADTLESEN Eröffnung: Vier Tage lang stehen auf dem Butzbacher Marktplatz Bücher im Mittelpunkt

BUTZBACH (dt). „Die Butzbacher waren sehr hartnäckig bei ihrer Bewerbung. Lassen Sie sich von uns jetzt vier Tage auf diesem wunderschönen Marktplatz in ein Buchstabenmeer entführen.“ Das sagte die aus Österreich nach Butzbach gekommene Organisatorin Irma Skenderovic am späten Donnerstagnachmittag zur Eröffnung der Aktion „Stadtlesen“ bei strahlendem Sonnenschein auf dem Butzbacher Marktplatz. Viele Besucher waren gekommen und erlebten eine fröhliche Eröffnung, in deren Rahmen Autor und Kabarettist Martin Guth mit musikalischer Unterstützung von Christian Krauß am Keyboard das Publikum unterhielt. Bürgermeister Michael Merle sprach von der „wunderbaren Realisierung einer Idee“ sprach.

Die Aktion „Stadtlesen“ gibt es nunmehr im neunten Jahr, wobei Bewerberstädte aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien/Südtirol als Veranstaltungsorte berücksichtigt werden, in diesem Jahr unter anderen Berlin, Darmstadt, Gelsenkirchen, Trier, München, Köln, Freiburg, Salzburg, Innsbruck, Wien und eben Butzbach. Da befindet sich die Friedrich-Ludwig-Weidig-Stadt in einer illustren Gesellschaft. Versprochen werden dabei „phantasiereiche Stunden mit über 3000 Büchern.“ Innovator und „Erdenker“ Sebastian Mettler: „Lesen oder vorlesen lassen … wie auch immer Sie sich dem Lesevergnügen bei Stadtlesen nähern – genussvoll wird es in jedem Fall.“

Und so begann es am Donnerstagnachmittag auch, als der Butzbacher Marktplatz rund um den Marktbrunnen – in ein großes Lesezimmer mit Sitzkissen, Sesseln, Hängematten und anderen gemütlichen Sitzgelegenheiten zwischen Bücherständen verwandelt – die Besucher begrüßte. Bürgermeister Merle skizzierte noch einmal den Weg und die Anstrengungen, die unternommen wurden, um das literarische Event nach Butzbach zu lotsen. Merle richtete seinen Dank an die zahlreichen Sponsoren – insbesondere an die Buchhandlung Bindernagel – und zeigte sich erfreut über den großen Zuspruch bereits am ersten Veranstaltungstag. Heiterkeit erregte die Initiatorin Skenderovic, als sie in ihrem leicht österreichischen Dialekt den Bürgermeister „für seine Erscheinung“ dankte, wobei sie wohl „das Erscheinen“ – die Anwesenheit –  des Bürgermeisters gemeint hatte.

Vor und nach der Begrüßung unterhielt Martin Guth mit launig-fröhlichen – auch satirisch und leicht sarkastischen – Randbemerkungen die zahlreichen Besucher, wobei er Auszüge aus seinen beiden Büchern und Songs dazu vortrug.

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