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„Es war eine geordnete Wahl“

BUTZBACH. Für die gestrige  Kommunalwahl 2021 hatte die Stadt Butzbach insgesamt 25 Wahlbezirke und fünf Briefwahlbezirke eingerichtet. Für die Wahlberechtigten in der Altstadt waren die Wahlbezirke 1 und 2 in der Alten Turnhalle zuständig, wo auch unsere Bilder entstanden.  

Zunächst nur Trend-Ergebnisse der Kommunalwahl / Vielfach von Briefwahl Gebrauch gemacht

BUTZBACH (thg). Zunächst ist es nur ein Trend-Ergebnis, der Feinschliff folgt ab heute: Die Stimmen- und Prozentzahlen der Kommunalwahl basieren zunächst nur auf den „unverändert angenommenen Stimmzetteln“, wie es offiziell heißt. Das bedeutet, dass nur die Unterlagen mit Listenkreuzen gestern Abend ausgezählt wurden. Herausgefiltert wurden auch bereits ungültige Stimmen. Wer kumulierte und pana-schierte, sieht die Umsetzung seines Wählerwillens also zeitversetzt. 

Und auch die Meldungen aus den Wahllkokalen sind zunächst mit Vorsicht zu genießen. Wahlbeteiligungen von 17 Prozent bis um die 23 bis 25 Prozent waren gestern Abend vielfach zu lesen. In früheren Zeiten wären das fast Horrormeldungen gewesen, in der Corona-Pandemie ist aber die vermehrt genutzte Briefwahl der Grund, dass die Beteiligung an den Wahlurnen so niedrige Werte aufweist. In der Gesamtabrechnung liegt dann quasi die Wahrheit. 

Demzufolge bleibt es auch heute und morgen wohl noch spannend, denn beispielsweise das Kopf-an-Kopf-Rennen um den Spitzenplatz wie in Rockenberg zwischen CDU und Dorfpartei kann noch anders ausgehen, als es die Zahlen derzeit sagen. Aber auch die bisherige Sitzverteilung kann sich in den Gremien noch ändern, wenn es zu Verschiebungen kommt. Kumulieren und Panaschieren macht auch die Auszählung anspruchsvoller. 

Die Butzbacher Wahlleiterin Kerstin Jung berichtete gestern, dass es keine besonderen Vorkommnisse im Wahlgeschehen gegeben habe. „Es war eine geordnete Wahl“, sagte sie. Komplikationen habe es nicht gegeben. Ein Wahlbezirk der Schrenzerschule und Fauerbach v.d.H. erschienen erst längere Zeit nach Beginn der Auszählung als eingegangen vermerkt worden. Dort habe es aber keine Verzögerungen gegeben, es habe an der Eingabe ins System gelegen. 

Nach der Auszählung für den Trend am gestrigen Sonntag folgt nun die Nachzählung. Als Ziel, um ein Ergebnis zu haben, ist in Butzbach der Mittwoch ausgegeben. Mit einer Prognose, ob es schon am Dienstag vorliegen könnte, ist die Wahlleiterin vorsichtig. 

Die Briefwahlvorstände wurden verstärkt, statt drei wurden fünf Briefwahlbezirke eingerichtet. Im Bürgerhaus Butzbach sei daher viel losgewesen, wie Jung schilderte. Drei Wahlen fanden unter einem Dach statt: die Gemeindewahl zur Stadtverordnetenversammlung, die Wahl zum Kreistag und die Abstimmung über die Zusammensetzung der Ortsbeiräte. Hinzu kam außerdem die Ausländerbeiratswahl. Wie viele Stimmzettel nun noch genauer unter die Lupe zu nehmen sind, konnte die Wahlleiterin gestern kaum schätzen. Bei den um die 6900 Briefwählern sei es auch möglich, dass gar nicht alle Stimmzettel auch abgegeben würden, also auch von jeder Wahlmöglichkeit Gebrauch gemacht wurde. 

Anders war die Zeit der Auszählung auch in anderer Hinsicht. War beim Wahlgang vor fünf Jahren noch eine Leinwand im Rathaus-Foyer aufgebaut, wo sich Bürger und Parteienvertreter über die eingehenden Ergebnisse informierten, war Publikumsverkehr im Bürgerhaus Fehlanzeige. Auch die Auszählung, die generell öffentlich, also im Beisein von Interessierten stattfinden kann, blieb diesmal ohne Publikum. 

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