Etliche Anregungen gab es, um Oberkleen attraktiver zu gestalten

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Etliche Anregungen gab es, um Oberkleen attraktiver zu gestalten

OBERKLEEN. Viele Ideen und Anregungen wurden beim IKEK-Ortsrundgang in Oberkleen ausgetauscht. Der Dorfplatz hinter dem Alten Rathaus soll attraktiver werden. Fotos: ikr

OBERKLEEN (ikr). Viele konstruktive Anregungen und Ideen waren das Ergebnis des öffentlichen Ortsrundgangs in Oberkleen im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms Ikek (Integriertes kommunales Entwicklungskonzept). Acht Stationen standen auf dem Programm. Bürgermeister Marius Reusch betonte zu Beginn, dass in Oberkleen eher kleinere Projekte umgesetzt werden sollen, weil hier erst kürzlich das Alte Rathaus im Zuge der Dorferneuerung umfangreich saniert wurde. „Beim Ikek sollen alle sechs Ortsteile berücksichtigt werden. Hier gilt es nun, geeignete Projekte auszuwählen“, betonte Reusch. In der insgesamt sechsjährigen Ikek-Förderperiode können in Oberkleen auch von Privatleuten Fördergelder für Sanierungsprojekte beantragt werden.

Architekt Rainer Tropp von der Planungsgruppe erläuterte seine Ideen: Das Dorfgemeinschaftshaus in der Brühlgasse sollte die „Visitenkarte des Dorfes“ sein. Sie sei „noch unbedruckt“. Tropp sprach Klartext: „Das Haus ist für mich wie tot. Aber man könnte es mit wenigen gärtnerischen Maßnahmen aufpeppen.“ Unter anderem schlug er eine Pergola vor. Auf dem gegenüberliegenden Platz in Richtung Kleebach kann er sich einen Picknickplatz für Radfahrer vorstellen, denn auch der Radtourismus im Kleebachtal soll stärker in den Fokus gerückt werden. 

Das in der Nachbarschaft gelegene Gelände unterhalb der Kirche sollte attraktiver gestaltet werden, das ist auch ein Vorschlag von Inge Michel vom Förderverein der St. Michaeliskirche Oberkleen. Es gehört der Kirche und wurde in der Vergangenheit u. a. als Festplatz genutzt. Hier ist die Idee, das Gelände und das Dorfgemeinschaftshaus stärker zu verbinden und damit auch einen fußläufigen Zugang zur Ortsmitte zu schaffen. Martin Hanika regte zudem an, die verkehrliche Anbindung so zu verbessern, dass eine Zuwegung für Pkw über die kleine Brücke in der Brühlgasse ermöglicht wird. Das würde den innerörtlichen Verkehr entlasten.

Das Untergeschoss des evangelischen Gemeindehauses könnte auch als Treffpunkt für ein gemeinsames Projekt von Senioren und Kindern dienen. Diese Idee brachte Ortsvorsteherin Peggy Engel ein, sie stammt vom neu gegründeten Oberkleener Jugendparlament. Der schräg gelegene Dorfplatz hinter dem Alten Rathaus müsste laut Tropp ebenerdig gestaltet werden, um attraktiver zu werden. Die angrenzende Scheune, aktuell im Privatbesitz, würde der Bürgermeister gerne gewinnen, um dort eine „Kulturscheune“ einzurichten.

Das Gelände um die Sankt Michaeliskirche sei mit Gebäuden aus den sechziger Jahren bestückt, die „keinen künstlerischen Wert“ besitzen, stellte der Architekt klar. Hier könnte man gegebenenfalls durch Pflanzungen gestalterisch arbeiten. Marius Reusch informierte, dass der Lebensmittelmarkt in der Ortsmitte vor einem Monat geschlossen wurde, nur die Post und Lottoannahmestelle sind noch geöffnet. 

Für die innerörtlich gelegenen Gartenflächen am Hang oberhalb der Ortsmitte schlug Rainer Tropp als mögliche zukünftige Nutzung ein kleines Seniorenwohnheim vor. Marius Reusch und Gerald R. Dörr betonten die Qualität dieser „grünen Lunge“. Tim Hanika aus der Teilnehmerrunde regte an, hier Gemeinschaftsgärten anzulegen, viele junge Leute würden so etwas suchen.

Als besonders markanter Punkt wird neben dem Alten Rathaus und dem Lehmhaus an der Ecke Friedenstraße / Hauptstraße der Bereich um das Gasthaus Schütz, Backhaus und Herzenhaus angesehen. Hier soll perspektivisch darauf geachtet werden, dass bauliche Änderungen sich unbedingt ans historische Ortsbild anpassen. Das Feuerwehrgerätehaus soll demnächst erweitert werden, es ist nicht mehr zeitgemäß. Der Spielplatz daneben soll attraktiver gestaltet werden unter Einbeziehung des benachbarten Kleebachs. Der Bereich vor der Kita, aktuell eine Freifläche, könnte im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts von Bürgern und Kita-Kindern gärtnerisch genutzt werden. 

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