Ewald Christ mit 90 Jahren gestorben

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Ewald Christ mit 90 Jahren gestorben

BUTZBACH-MAIBACH. Ewald Christ starb im 91. Lebensjahr. Foto: rm

Ehemaliger Maibacher Bürgermeister war für seine Gemeinde jahrzehntelang ehrenamtlich im Einsatz

BUTZBACH-MAIBACH (rm). Im 91. Lebensjahr ist der ehemalige Maibacher Bürgermeister und Ortsvorsteher Ewald Christ gestorben. In seine über 44-jährige kommunalpolitische Tätigkeit fielen zahlreiche Entscheidungen, die noch heute den 450 Seelen-Ort am östlichen Taunusrand wesentlich prägen. Er wurde 1976 mit dem Landesehrenbrief und 2001 mit der Bürgermedaille der Stadt Butzbach ausgezeichnet.

Christ wurde am 1. November 1921 in Maibach geboren. Nach dem Besuch der Volksschule Maibach  arbeite er im elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb. Am Maibacher Ortseingang errichtete er 1954 sein Wohnhaus mit Stallungen und Scheunen. Er heiratete 1954 Othilde Christ, geborene Wolfheimer, die die beiden Söhne Manfred und Otmar zur Welt brachte. Dank seiner tatkräfigen Unterstützung konnten seine beiden Söhne in den 1970er Jahren je ein Einfamilienhaus errichten. Seine Ehefrau  starb im vergangenen Jahr nach 65 gemeinsamen Ehejahren.

Sein ehrenamtlicher Einsatz für die damals selbständige Gemeinde Maibach begann am 1. Februar 1955 mit der Verwaltung der Gemeindekasse. Als 27-Jähriger wurde Christ 1956 zum damals jüngsten Bürgermeister Oberhessens gewählt. Dieses Amt übte er bis zur Eingemeindung Maibachs in die Stadt Butzbach am 31. Juli 1972 aus.  In den nächsten 20 Jahren setzte er sich als Ortsvorsteher für die Belange seines Heimatortes ein. Er leitete über viele Jahre die Maibacher Außenstelle der Stadt Butzbach und reservierte Termine für das Dorfgemeinschaftshaus und die Kegelbahn. Viele Maibacher fanden für ihre Anliegen bei Christ stets ein offenes Ohr.

In seine Amtszeit als Bürgermeister fielen unter anderem der Bau des Freibads 1959 und die Errichtung des Dorfgemeinschaftshauses  im Jahr 1963. Besonders freute sich die Dorfgemeinschaft, als Maibach im Jahr 1961 im Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ als Landessieger ausgezeichnet wurde.

In seiner Freizeit setzte sich Christ für die Maibacher Vereine ein. Er war unter anderem Gründungsmitglied der Freiwilligen Feuerwehr und des Kegelclubs „Gut Holz Maibach“. Als Fachmann im Obstbaumschnitt pflegte er zahlreiche Streuobstewiesen. Ungezählte Tonnen seiner Apfelernte lieferte er an Keltereien in Maibach und Ostheim. Ferner sorgte er über viele Jahrzehnte für ausreichende Mengen an Brennholz, mit denen er sich und seine Verwandtschaft versorgte.

Neben den beiden Söhnen mit ihren Familien trauern vier Enkel und fünf Urenkel um Ewald Christ. Die Trauerfeier findet am morgigen Donnerstag um 15.00 Uhr auf dem Maibacher Friedhof statt. 

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