„Ewig Dein Fritz“ in Oberkleen 

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„Ewig Dein Fritz“ in Oberkleen 

Soiree Heimat- und Geschichtsvereine laden ein / Friedrich Ludwig Weidig mit Dagmar Storck und „EigenArt“

Oberkleen (ikr). Zu einer musikalisch-literarischen Soiree laden der Oberkleener und der Niederkleener Heimat- und Geschichtsverein am Samstag, 21. Oktober, um 19.00 Uhr in die evangelische St. Michaeliskirche in Oberkleen ein.

Die Kirche, in der Friedrich Ludwig Weidigs Eltern getraut und er getauft wurden, bildet die passende Kulisse für eine ganz besondere Veranstaltung. In einem fein aufeinander abgestimmten Programm werden die Besucher Auszüge aus Briefen Weidigs sowie einige seiner Gedichte erleben –  ausgewählt und vorgetragen von der Butzbacher Gästeführerin und Weidig-Kennerin Dagmar Storck. Sie präsentiert neben dem unerschrockenen politischen Kämpfer eine für die meisten neue, wenig bekannte Seite des Pädagogen, Theologen und Freiheitskämpfers – den liebevollen, fürsorglichen Ehemann und Vater, ja auch Poeten.

2013 kam Storck auf die Idee, nicht immer nur über Weidig zu berichten, sondern ihn einmal „selbst zu Wort kommen zu lassen“. Zur Gestaltung des musikalischen Teils bat sie das ihr bekannte Duo EigenArt aus Nidderau mit hinzu, das passend zu den Texten Spott-, Hunger-, Kampf, – aber auch Sehnsuchtslieder auf historischen Instrumenten präsentiert. Natürlich fehlt nicht das aus Weidigs Kreisen stammende Spottlied über den Hessischen Staatsminister Du Thil, und beim Stück „Die Gedanken sind frei“ ist das Publikum herzlich eingeladen, mit einzustimmen. Bisherige Stationen waren die Butzbacher Michaeliskapelle, die evangelische Kirche Kirtorf-Ober-Gleen, Weidigs letzte Wirkungsstätte vor seiner Verhaftung, und das Butzbacher Museum zum 180. Todestag von Weidig und Georg Büchner im Februar 2017.

Jetzt steht der Auftritt in Weidigs Geburtsort Oberkleen auf dem Programm: Pressezensur, Verfolgung von Regierungsgegnern, Arroganz der Mächtigen und Not von Menschen, aber auch die Trägheit der Bürger – die Besucher werden feststellen, die politischen Texte aus der Zeit Weidigs sind erschreckend aktuell. In der Pause werden Getränke und ein Imbiss gereicht.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, Spenden für die beiden  Heimat- und Geschichtsvereine sind jedoch herzlich willkommen.

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