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Fast schon auf Studiums-Niveau

BUTZBACH. Mit Hilfe der Hypathia-Software lernten sechs Schüler der Weidigschule Butzbach in einer gemeinsamen Masterclass von fünf MINT-EC-Schulen in Zusammenarbeit mit der JLU Gießen einen interssanten Zugang zur Teilchenphysik kennen). Text + Foto: br

Gießener Forscher nehmen in Masterclass Weidigschüler mit in die Welt der Teilchenphysik 

BUTZBACH (br). Zum vierten Mal organisierten die fünf regionalen MINT-EC-Schulen Gymnasium Philippinum Weilburg, Johanneum Herborn, Martin-Luther-Schule Marburg, Goetheschule Wetzlar und Weidigschule Butzbach gemeinsam ein außerschulisches Angebot für ihre MINT-begeisterten Schüler der Oberstufe: Einen Tag lang nahmen Dr. Marc Strickert und Dr. Mustafa Schmidt, zwei Wissenschaftler des II. Physikalischen Instituts der Justus-Liebig-Universität Gießen, die Teilnehmer in die faszinierende Welt der Teilchenphysik mit.  

Von der Weidigschule waren die Zwölftklässler Leo Prüller, Salome Wagner, Laura Krauskopf, Max Lehrke, Emma Hoppe und Volker Höhne dabei. Nachdem zunächst auf studiumsnahem Niveau grundlegende Begriffe und Methoden der Teilchenphysik erläutert sowie der derzeitige Stand der Forschung zu Elementarteilen und deren Wechselwirkungen vermittelt wurden, folgte ein Überblick über die Funktionsweise von Teilchenbeschleunigern und Detektoren allgemein sowie im speziellen die Forschungsmöglichkeiten am „Cern“, der europäischen Organisation für Kernforschung. 

Anschließend wurden die Schüler angeleitet, wie man mit dem von einigen Teilnehmern vorher auf ihren Privatcomputern installierten professionellen Software Hypathia reale Detektordaten aus dem Cern auswertet. Der angewandte Teil der Masterclass – das Bauen und Betreiben einer Nebelkammer – konnte in der Videokonferenz-Veranstaltung nicht sinnvoll umgesetzt werden, wird aber in der Schule im Sommer nachgeholt. Dies wird von den sechs Weidigschülern sehr begrüßt. Die Schüler hoben auch die unkomplizierte Kommunikation mit den Wissenschaftlern sowie die fachliche Tiefe positiv hervor. 

Die im Rahmen dieser Veranstaltung vergebenen Bescheinigungen können für die Erlangung des MINT-EC-Zertifikats angerechnet werden. Dieses Zertifikat dürfen die beteiligten Gymnasien an im MINT-Bereich besonders engagierte Abiturienten vergeben, da die Schulen dem nationalen Excellence-Netzwerk von Schulen mit hervorragendem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Schulprofil angehören. Ermöglicht wurde die Veranstaltung durch die Unterstützung vom Netzwerk Teilchenwelt, welches ein Netzwerk aus 30 Astro- und Teilchenphysik-Forschungsinstituten in Deutschland und des Cern ist, das bundesweit aktuelle Forschung an Jugendliche und Lehrkräfte vermittelt.

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