FDP: Eigener Ortsbeirat im Degerfeld bedeutet Abspaltung von Kernstadt

Lesestoff gegen Langeweile in den Ferien zu Hause
29. Juni 2020
Zwei Butzbacher radelten 337 km von Nord nach Süd
30. Juni 2020

FDP: Eigener Ortsbeirat im Degerfeld bedeutet Abspaltung von Kernstadt

BUTZBACH. Der Zuständigkeitsbereich des geplanten Ortsbeirats im Degerfeld, der von der Butzbacher FDP abgelehnt wird.

Letztes Update am

BUTZBACH (pm). Die FDP Butzbach kritisiert den Plan, einen Ortsbeirat für das Degerfeld einzurichten. „Entgegen der Zusage von damals ist der Plan entstanden, aus dem Stadtteilbeirat einen institutionalisierten Ortsbeirat entstehen zu lassen“, kritisieren Adam Gutgesell (Ortsbeirat Butzbach und Stadtteilbeirat Degerfeld) und Fraktionsmitglied Dr. Christoph Bindhardt. „Statt das Degerfeld näher an die Kernstadt anzubinden, wird hier ganz im Gegenteil die Abspaltung vorangetrieben.“ Geplant war ein gewünschtes Zusammenwachsen nach dem Wegzug der Amerikaner, heißt es in einer Pressemitteilung der Butzbacher FDP.        

Der Stadtteilbeirat mache gute Arbeit und zeige auch positive Effekte. Deshalb spricht sich die FDP auch dafür aus, diesen Beirat nach der Kommunalwahl weiterzuführen, um für das Schwerpunktgebiet Soziale Stadt Degerfeld direkte Ansprechpartner vor Ort zu haben. „Ein gewählter Ortsbeirat hat aber keinen signifikanten Mehrwert. Vielmehr muss der Ortsbeirat der Kernstadt Butzbach die Belange des Stadtteils Degerfeld offensiver vertreten.“, so die beiden Liberalen. 

Die Entscheidung, einen Ortsbeirat zu implementieren, ist nach FDP-Auffassung eine emotionale Entscheidung. Diese sollte mit aller Macht geschehen, was auch an dem sonderbaren Zuschnitt des neuen Ortsteils Degerfeld sichtbar werde. „Warum sind die Grenzen so ausgefranst?“, fragen sich Gutgesell und Bindhardt. „Einige Häuser gehören zum Degerfeld, einige in direkter Nachbarschaft gehören plötzlich wieder zur Kernstadt. Das hat doch ein Geschmäckle.“ Es sei auffallend, dass bei genauer Ansicht, welche „Ausnahmen“ zum Degerfeld gehören sollen, Namen von Kommunalpolitikern auftauchen.       

„Wir kritisieren nicht, dass das Degerfeld auch in Zukunft ein Fokus der Stadtpolitik sein soll, wohl aber dass persönliche Interessen über dem Gesamtwohl stehen“, so die FDP-Mitglieder weiter. Statt auch mal die Bevölkerung zu fragen, werde am runden Tisch etwas entschieden. Nun werde erwartet, dass alle jubelnd dabei mitmachen.       

„Einen weiteren Ortsbeirat brauchen wir nicht. Unsere politischen Möglichkeiten derzeit sind völlig ausreichend, wenn wir das Potenzial ausnutzen. Letztlich liegt hier ein für weite Teile Butzbachs unverständlicher Vorgang vor“, erklären Gutgesell und Bindhardt abschließend.     

Es können keine Kommentare abgegeben werden.