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Feuerwehr wollte nicht in Dorftreff

Unterbringung des neuen Feuerwehrfahrzeugs Thema in der Hauptversammlung der Griedeler Brandschützer

GRIEDEL (zö). „Die Feuerwehr Griedel hatte niemals geplant, anstelle ihres alten Gerätehauses im Dorftreff eine Zwischenbehausung als Unterkunft zu finden. Die Entscheidung lag allein bei der Stadt Butzbach. Die Feuerwehr habe deutlich gemacht, dass Unstimmigkeiten vermieden werden und miteinander geredet werden solle. Letztlich gebe es nur einen Verlierer, und das ist die Griedeler Bevölkerung.“ Diese Feststellungen waren Thema in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Griedel. 

Von einem bewegten Jahr berichtete Wehrführer Benjamin Heinelt. Er stellte fest, dass das größte Highlight im Berichtsjahr die Abholung des neuen Löschgruppenfahrzeugs LF 10 beim Aufbauhersteller gewesen sei. Sechs Feuerwehrangehörige waren zur Einweisung nach Baden-Württemberg gefahren. Eine Welcomeparty fand dann am Dorftreff statt. Wie Heinelt verdeutlichte, freut sich die Feuerwehr, dass die Stadt Butzbach dieses Fahrzeug  für die Sicherheit der Einwohner von Griedel und darüber hinaus in der gesamten Stadt beschafft hat. Das neue Fahrzeug bietet neue technische Möglichkeiten wie Lichtmast und 1200-Liter-Wassertank mit Schnellangriffsleitung. Ebenso wurde die notwendige Beladung von der Stadt zur Verfügung gestellt und beschafft. Außerdem bestehe nun auch mehr Sicherheit für die Einsatzkräfte aufgrund neuer und moderner Technik. „Damit hat die Stadt Butzbach in unser aller Sicherheit investiert“, so der Wehrführer. 

Heinelt ging auf die Unterbringung ein. Nachdem die Gerätehaus-Pläne auf dem Grundstück eines Griedeler Unternehmens von den städtischen Gremien nicht befürwortet wurden, habe es kurz vor der Abholung des LF 10 einen Termin mit Bürgermeister Michael Merle und politischen Vertretern gegeben. Der  Feuerwehr wurde der Vorschlag unterbreitet, einen Neubau in der Nähe des Griedeler Möbelmarkts zu errichten. „Es war für die Feuerwehr keine Wunschvorstellung, jedoch erklärte sie sich bereit, diesen Schritt mitzugehen.“ Vor der Ablehnung des Neubaus auf dem Unternehmens-Gelände sei für die Feuerwehr klar gewesen, das Fahrzeug in einem gegenüberliegenden Hof abzustellen – als vorübergehende Lösung, denn für die kalte Jahreszeit sollte ein Standort mit Dach und Heizung gefunden werden. Atemschutzgeräte dürften nicht zu kalt gelagert werden, damit sie einwandfrei funktionieren. 

Die Feuerwehr habe Vorschläge gemacht und Stellproben anberaumt. Letztlich habe die Stadt, unter Beachtung der Anforderungen der Unfallkasse sowie des Kreisbrandinspektors entschieden, dass die Fahrzeuge und Einsatzbekleidung im Dorftreff untergebracht werden. „In der Feuerwehr gab es niemals das Anliegen, in den Dorftreff umzuziehen“, um keine Spnnungen im Ort aufkommen zu lassen. Die Entscheidung  habe bei der Stadt nach Abwägung aller Vor- und Nachteile gelegen. „Was jedoch immer im Vordergrund stand, war und ist die Sicherheit der Bevölkerung. Das ist eines der höchsten Güter in der Gesellschaft.“  

Die Alternative wäre eine Verlagerung der Fahrzeuge nach Butzbach gewesen. So hätten Griedeler Einsatzkräfte bei Alarm nach Butzbach fahren müssen, um zum Einsatz nach Griedel zurückzukehren – ein Umstand, der zu einer Verlängerung der Zeit geführt hätte, bis wirksame Hilfe im Ernstfall eintritt. Dies sei keine Option gewesen.  

Bürgermeister Michael Merle verdeutlichte, dass man das Feuerwehrhaus in der Hochstraße bauen werde. Ein kühler Kopf sollte bewahrt werden in Sachen Unterbringung der Fahrzeugen der Feuerwehr im Dorftreff. 

Stadtbrandinspektor Christian Veitenhansl  bescheinigte der Griedeler Feuerwehr eine gute Schlagkraft. Er hoffe  auch, dass baldmöglichst mit den Bau des Feuerwehrhauses begonnen werden kann. 

Von keiner dauerhaften Lösung bei der Unterbringung der Feuerwehrfahrzeuge im Dorftreff sprach auch Roland-Jörg Frisch, Vorsitzender des Vereinsrings Griedel. Für ihn sei es eine Herzensangelegenheit, nicht nur einen Spatenstich zu vollziehen, sondern schnellstmöglich den Einzug in das neue Domizil der Feuerwehr zu feiern. Abschließend forderte er, die begonnene Jugendarbeit fortzuführen. 

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