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Feuerwehrfahrzeuge für Gambach und Oppershofen haben höchste Priorität

Anträge auf Brandschutzförderung für Kreis-Wehren mit Investitionsvolumen von 11,2 Millionen Euro 

WETTERAUKREIS (pdw). Mehr als 3800 Männer und Frauen engagieren sich in den 138 Freiwilligen Feuerwehren in den Städten und Dörfern des Wetteraukreises. Doch Einsatzwille allein reicht nicht. Nötig ist auch eine gute Sachausstattung, um Brände zu löschen und die nötigen Hilfeleistungen erbringen zu können. Die letzte Bürgermeisterdienstversammlung des Jahres hat Kreisbrandinspektor Lars Henrich genutzt, um die Prioritätenliste zur Brandschutzförderung 2022 vorzustellen. Insgesamt geht es um Investitionen in einem Volumen von 11,2 Millionen Euro.  

Die Anträge kommen aus den Kommunen, sie werden vom Kreis geprüft, der eine Prioritätenliste erstellt und sie in der Bürgermeisterdienstversammlung vorstellt. Dieses Prozedere ist Voraussetzung für eine Förderung durch das Land. Eine weitere Voraussetzung ist ein gewisses Alter der Fahrzeuge. Die Fahrzeuge, die jetzt zum Austausch anstehen, wurden 1997 oder noch früher in Dienst gestellt.

Nachdem im vergangenen Jahr elf Anträge aus den Feuerwehren eingegangen sind, von denen neun auch gefördert wurden, sind für das kommende Jahr 13 Anträge eingegangen. Die Anträge wurden geprüft und an das Land weitergeschickt. 

Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen sogenannte Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge. Solche mit der Bezeichnung HLF 10 sind für die Feuerwehren Münzenberg (Gambach) und Rockenberg (Oppershofen) und für die Stadt Büdingen (Löschbezirk Ost) bestellt. Sie haben einen Wasservorrat von mindestens 1000 Litern an Bord mit einer Pumpenleistung von bis zu 2000 Litern pro Minute. 

Die Stadt Butzbach möchte ein Löschgruppenfahrzeug 20 anschaffen und hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Das Fahrzeug wird von mittleren und größeren Feuerwehren eingesetzt und verfügt über eine größere Ausstattung als das kleinere Löschgruppenfahrzeug 10. So gehören zur Ausstattung neben einer dreiteiligen Schiebeleiter ein Sprungrettungsgerät und vier leichte Chemikalienschutzanzüge.Neben den Anträgen für die Fahrzeuge gibt es noch Bedarf für den Neubau oder die Sanierung von Feuerwehrhäusern im Ostkreis. „Allein bei vier Feuerwehren wird ein Neubau wegen der Zusammenlegung mehrerer Freiwilliger Feuerwehren notwendig. Eine Maßnahme, die der Stärkung der Einsatzbereitschaft insbesondere tagsüber dient, und der personellen Entwicklung in den Feuerwehren gerecht wird“, wie Landrat Jan Weckler in einer Presseerklärung mitteilte. 

„Die Zahl der Anträge ist erneut höher als im Vorjahr. Das zeigt den großen Nachholbedarf der Feuerwehren einerseits und den Willen der Kommunen, mehr Mittel in die Standorte ihrer Feuerwehren zu investieren“, sagt Kreisbrandinspektor Lars Henrich.

Henrich und Weckler sind optimistisch, dass die Anträge überwiegend positiv beschieden werden: „Bei den Fahrzeugen sind wir guter Dinge und hoffen, dass auch alle Investitionen in die Feuerwehrhäuser durch das Land unterstützt werden.“

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