Film-Dreh „Irrtum“: Gambacher Metzgerei Buss dient als Tatort

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Film-Dreh „Irrtum“: Gambacher Metzgerei Buss dient als Tatort

GAMBACH. Die Metzgerei Buss in der Gartenstraße in Gambach war einen Tag lang Schauplatz der Dreharbeiten zu dem Krimi „Irrtum“ – Tatort Schlachthaus: Text + Fotos: win

Team um Regisseur Schraml bei Holger Buss / Aufnahmen im Schlachthaus vor echten Schweinehälften 

GAMBACH (win). Nach dem Filmdreh mit „Rumms“ im Altstädter Feld im Juli letzten Jahres (die BZ berichtete) stand am vergangenen Sonntag in Gambach ein weiterer Drehtag zum Krimi „Irrtum“ an. Regisseur Frank Schraml konnte für den 49. Drehtag Metzgermeister Holger Buss gewinnen. Drehort war dessen Metzgerei in der Gartenstraße. 

Der Metzgerlehrling Dominik (Dominik Rothenbücher) findet seinen Chef tot im Schlachthaus. Der Metzgermeister (Matthias Moloch) schlachtet gerade Schweine, als er von einem Freund aufgesucht wird, der Geld beim ihm leihen möchte. Doch er wimmelt ihn ab. Kurz darauf liegt er, mit einem Beil im Hals tödlich getroffen, am Boden. Der Metzgerlehrling, der gerade im Hinterhof zu arbeiten hatte, findet ihn und ruft die Polizei. Die eilt herbei und ruft direkt die Spurensicherung sowie die Kollegen Franky und Richy, die den Fall aufnehmen. Der Lehrling wird derweil von den Uniformierten auf Verdacht mit ins Polizeipräsidium genommen. Der „Blaulichteinsatz“ dürfte bei den Nachbarn in der Gartenstraße für Aufsehen gesorgt haben. Natürlich handelte es dabei sich weder um echte Polizisten noch um ein echtes Polizeifahrzeug. Alle Requisiten stammen aus dem Fundus von „Cops Frankfurt“, Polizeiausstatter Habeck & Stengel GbR und wurden Regisseur Schraml wieder kostenlos zur Verfügung gestellt. Hier bekommt man vom Polizeifahrzeug über Uniformen und Kriminaltechnik so ziemlich alles, was es für einen filmreifen Polizeieinsatz braucht. Im Schlachthaus der Metzgerei hingen tatsächlich echte Schweinehälften. „Interessant für mich war es, dass wir einen Tag zuvor am Samstag die Schlachtung live mit erleben durften. Hier hat unser Metzger-Darsteller Matthias Moloch live mitgearbeitet“, berichtet Regisseur Schraml sichtlich beeindruckt. Einige Szenen hiervon werden auch in der Folge zu sehen sein. Dieser Tatort ist für die Staffel 1 Folge 2 vorgesehen. 

Schraml bedankte sich bei Holger Buss, dass er seine Metzgerei als Location für den Film zur Verfügung gestellt hatte. Sogar das Catering wurde von der Metzgerei übernommen, sehr zur Freude des Filmteams. Holger Buss hatte aber ebenfalls sichtlich Spaß daran, dass seine Metzgerei Drehort für einen Krimi ist. „Alle Darsteller waren am Schluss hellauf begeistert, es war einfach ein erfolgreicher Tag“, fasst Schraml zusammen. Auch dieses Mal waren wieder einheimische Komparsen beim Dreh dabei, wie zum Beispiel Thea Rösner in ihrer Rolle als „Schutzpolizei-Auszubildende“.

Metzgermeister Holger Buss hatte sichtlich Spaß daran, dass seine Metzgerei Drehort für einen Krimi ist.

Drehen in Zeiten von Corona unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften? Das gehe nur mit einem kleinen, verantwortungsvollen Team, so der Regisseur. Bei diesem zugegebenermaßen blutigen Dreh hat auch die Maske wieder einen hervorragenden Job geleistet. Trotz eisiger Wetterlage kamen Aneta aus Wuppertal und Hatice aus Sandhausen (bei Heidelberg) angereist, um die Darsteller für den Dreh optisch perfekt in Szene zu setzen. Aneta war sogar kurzfristig als Metzgersfrau eingesprungen, nachdem eine Darstellerin kurzfristig ausfiel. Das Team hält wie eine Familie fest zusammen.

Wann genau der Film zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. „Die Premiere wurde wegen Corona verschoben“, bedauert Schraml. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, findet seit kurzem regelmäßig im Offenen Kanal Offenbach eine Talkshow mit den Schauspielern statt. 

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