Film „Ich bin Butzbach“ soll sich gegen Fremdenfeindlichkeit wenden

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Film „Ich bin Butzbach“ soll sich gegen Fremdenfeindlichkeit wenden

Butzbacher Vereine erhalten 39 000 Euro vom Bundesprogramm „Demokratie leben“

BUTZBACH (pe). Unter der Leitung von Stadtrat Christoph Jung sind 18 von Butzbacher Vereinen gestellte Anträge auf Bezuschussung aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ ausführlich diskutiert und bewertet worden, 17 Anträge sind danach genehmigt worden. Dadurch sind den Antragstellern für die Umsetzung ihrer Inhalte rund 39 000 Euro zur Verfügung gestellt worden. 

Die zu fördernden Themen tangieren beispielsweise die Arbeit des „Europäischen Parlaments und deren mündige Bürger“. Darüber hinaus wird es eine Ausstellung zu Marilyn Monroe – eine Frau ihrer Zeit – geben. Im Mittelpunkt stehen hier das Frauenbild und die politische Vermarktung der Person Monroe. Das Butzbacher Bündnis plant die Organisation eines Vortrags zu den Themen „Rechtspopulismus und religiöse Radikalisierung“ und eine Informations- und Diskussionsveranstaltungen zur Europawahl mit Dr. Reiner Becker, Leiter des Demokratiezentrums im Beratungsnetzwerk Hessen – Gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus. 

Der Vereinsring bemüht sich, das Thema „Dein Verein für fair play“ in den Vereinen zu etablieren und dies mit Unterstützung der „Vereinsscouts“. Diese werden für das Thema in den jeweiligen Vereinen werben. Die NachSchule Wetterau e.V. wird mit dem Referenten Dr. Gad Arnsberg eine Diskussionsveranstaltung anbieten zum Thema „Wie nahe ist der Nahe Osten – Antizionismus – Antisemitismus?“. 

Eine weitere Ausstellung plant der Förderverein des Museums in Kooperation mit der NachSchule zum Thema „Politische Relevanz der Satire“. Der TSV Griedel e.V. und der Sportkreis Wetterau werden einige Aktivitäten veranstalten mit der Maßgabe, dass junge Menschen, auch Geflüchtete,  die Möglichkeit erhalten, sich besser in das Butzbacher Vereinsleben zu integrieren. Die Verlegung von neun Stolpersteinen ist für dieses Jahr ebenfalls geplant. 

Die Mitglieder des Jugendforums werden einen Film herstellen mit dem Leitgedanken, „Ich bin Butzbach“ und sich damit gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit positionieren. Der Türkische Kultur- und Gesangsverein bietet einen PC-Kurs für Frauen mit Migrationshintergrund und ohne Vorkenntnisse an, um durch das Erwerben von Medienkompetenzen die Integration in unsere Gesellschaft zu vereinfachen. Um Jugendliche, die keine Vereinsanbindung haben, kümmert sich David Mieger vom VfR Butzbach und organisiert auf dem Degerfeld-Bolzplatz Trainings- und Turniereinheiten. 

Der Begleitausschuss freut sich sehr über die große Nachfrage schon in der ersten Sitzung in diesem Jahr. Zwei weitere Sitzungstermine sind bereits geplant, sodass Butzbacher Vereine ab sofort neue Anträge stellen können. Die NachSchule Wetterau e.V. hilft wie bisher gerne weiter. Auf der Homepage kann sich jeder über die Details informieren: www.butzbach.lebt-demokratie.de. 

Für die Jahre 2020 und folgende kann die Stadt für das Programm „Demokratie leben!“ einen neuen Antrag stellen. Die Anwesenden sprachen sich dafür aus, dies auf jeden Fall zu tun. Der Berichterstatter Aaron Löwenbein gab der Hoffnung Ausdruck, dass in Zukunft die Kosten für eine halbe Stelle für die Abwicklung des Gesamtprogramms städtischerseits vom Bundesministerium übernommen werden. Es halten sich diesbezüglich hartnäckig Gerüchte. Das öffentliche Interesse der Vereine an diesem Bundesprogramm ist sehr groß. Eine Erweiterung um fünf Jahre wird helfen, dem Leitspruch „Butzbach lebt Demokratie!“ noch mehr gerecht zu werden. 

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