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Firmen für Kita-Umbau gesucht

BUTZBACH. Der Ostheimer Kindergarten wird entkernt und erweitert. Am Montag informierte sich der Sozialausschuss vor Ort. Text + Foto: thg

AUSSCHUSS– Ortstermin am entkernten Gebäude in Ostheim / Pläne für Mehrgenerationen-Dorfpark 

BUTZBACH (thg). „Es ist schwer vorstellbar, dass daraus ein Kindergarten wird.“ – „Es ist schwer vorstellbar, dass das mal ein Kindergarten war.“ Diese beiden Aussagen beschreiben den traurigen Anblick, den der entkernte Bau im Ostheimer Erich-Kästner-Weg derzeit bietet. Aber er soll erweitert werden auf zwei Kindergarten und zwei „U3“-Gruppen. Das sollte ursprünglich 1,67 Millionen Euro teurer, wird aber wohl mehr kosten. 

Der Butzbacher Sozialausschuss nahm das Gebäude in Augenschein – allerdings nur durch den Bauzaun. Zum Ortstermin gehörte auch ein Gang in den Dorfpark, der verändert werden soll. So soll unter anderem statt des „Urwaldes Rosenrondell“, wie es Ortsvorsteherin Ute Stengel formulierte, ein Sandspielplatz angelegt werden. Für den Kindergartenanbau und die Erweiterung der Spielfläche erfolgt die Umgestaltung des Parks. 

Alexander Kartmann, Geschäftsführer der Butzbacher Wohnungsgesellschaft, erläuterte in der Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Ostheim, dass die Entkernung des Kindergartens begonnen habe und die Rohbauarbeiten vergeben worden seien. Inzwischen liege man 17 000 Euro über dem genannten Kostenansatz. Die Gesellschaft sei aber bemüht, die vorgesehene Summe dennoch einzuhalten. 

Dies gestalte sich allerdings deswegen schwierig, weil Firmen schwer zu finden seien. Fünf lokale Unternehmen seien für die Arbeiten der Elektrotechnik angeschrieben worden, keins habe ein Angebot abgegeben. Wenn nun eine so genannte freie Vergabe erfolge, werde dies „wohl kaum billiger“ als vorgesehen. 

Zugleich führe die Suche nach Firmen zur zeitlichen Verzögerung. Es war vorgesehen, dass der Kindergarten im August nächsten Jahres  in Betrieb gehen soll, was nun abgewartet werden müsse, so Kartmann. Auf Nachfrage erklärte Simon Lingenberg, Sozial-Fachdienstleiter und in der Sitzung zum Schriftführer als Nachfolger seiner Vorgängerin im Fachdienst Beate Lüders gewählt, dass die Stadt pro Gruppe 250 000 Euro und damit eine Million Euro an staatlichem Zuschuss erhalte. 

Unter dem Motto „Treffen und Spielen“ steht die Neugestaltung des Dorfparks. Die Kita benötigt mehr Fläche als bisher, die U3-Betreuung erfordere einen abgegrenzten Außenbereich, erläuterte Bürgermeister Michael Merle. Die Stadtverwaltung habe die Planung des städtischen Landschaftsarchitekten Markus Lambrecht mit Ortsbeirat, Vereinen und Bevölkerung abgestimmt. Stengel hob zum einen hervor, dass der Wunsch nach einer Rutsche für den Spielbereich erfüllt wurde und zum anderen, dass auch noch genügend Fläche für Aktionen der Vereine zur Verfügung steht. 

Baubeginn könnte Ende dieses Jahres sein, sagte Ottmar Rees von der Stadtverwaltung. Die Fertigstellung wäre dann im kommenden Frühjahr. Aber auch bei diesem Projekt gelte es, Firmen zu finden, die die Aufträge übernehmen. Außerdem seien die Lieferfristen für Spielgeräte mitunter lang. 

65 000 Euro sind für die Neugestaltung veranschlagt. Ein Betrag, der „in der Wirkung ein gutes Ergebnis bringt“, sagte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Michael Schröter (SPD). 

Nach dem Konzept wird das Areal als Mehrgenerationenpark aufgewertet. Anlage und Spielgeräte sollen „einer breiten Nutzergruppe“ Möglichkeiten bieten. Die Sandspielanlage ersetzt das zentrale Rosenbeet, eine Wippe und ein Kleinkarussell kommen hinzu. Ein Spielhügel mit Hangrutsche, Kriechröhre und Hangelaufstieg wird ergänzt um Trampolin und Balancierparcours. Auch Sitzmöglichkeiten werden einbezogen.

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