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Flotte Sprüche werben für Veganes

BUTZBACH. Der Butzbacher Steffen Krummel und seine Partnerin Lena Zielske haben den „Anti Eat Meat Club“ ins Leben gerufen. Ihr Markenzeichen: Ein liebevoll von Hand bedrucktes Sortiment an Bio- und Fairtrade-Produkten zum Tragen und Leben. Text: müh / Foto: amb

 „Anti Eat Meat Club“ Butzbach versieht nachhaltige Kleidung mit Slogans für Miteinander von Mensch und Tier

BUTZBACH (müh). Seit Anfang 2020 bietet das Butzbacher Unternehmen „Anti Eat Meat Club“ von seinem Firmensitz in der Elsa-Brandström-Straße aus ein kleines, aber feines Online-Sortiment an Bio- und Fairtrade-Produkten an. Vom T-Shirt bis hin zu Postern und Taschen – natürlich alles vegan.  

Ferkelchen finden alle süß. Glück bringen sie obendrein heißt es. Rund um den Jahreswechsel sind sie deshalb als Glücksschweinchen überall zu finden. Selbst haben die Ferkelchen eher selten Glück. Eingepfercht und gemästet wandert nach rund drei Monaten das niedliche Tierchen als 120 Kilo Mastschwein zum Schlachter und liegt kurz darauf in Schnitzelform auf dem Teller.

Immer mehr Menschen machen da nicht mehr mit. Vom achtsamen Umgang mit sich selbst zum achtsamen Umgang mit anderen Lebewesen ist es für viele nur ein kleiner Schritt. Rund eine Million Menschen in Deutschland haben sich inzwischen für eine vegane Ernährung entschieden und verzichten auf tierische Lebensmittel vom Fleisch und Fisch über Eier bis hin zu Milch und Honig. Tendenz steigend.

Doch „vegan“ ist mehr als eine Ernährungsweise. Veganer wollen in allen Lebensaspekten auf tierische Produkte verzichten, ist für sie der Veganismus doch nicht nur reine Ernährungssache, sondern eine bewusste, ganzheitliche Lebensweise. 

In Puncto Ernährung sind Veganer mittlerweile in der Mitte der Bevölkerung angekommen. Dank stetig steigender Nachfrage gibt es inzwischen sogar in den meisten klassischen Supermärkten eine gute Auswahl an veganen Produkten außerhalb der Obst- und Gemüseabteilung.

Anders ist dies auf den Gebieten Bekleidung, Wohnen und Alltagsgegenständen aus biologischer, ökologischer und fairer Herstellung. Produkte aus diesen Segmenten gelten als Nischenprodukte und sind oft nicht ganz einfach zu bekommen. Viele Veganer wünschen sich nicht nur Produkte, die frei von tierischen Inhaltsstoffen sind, sondern auch fair und ökologisch nachhaltig gehandelte Ware. „Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen?“, fragten sich die Initiatoren des „Anti Eat Meat Clubs“.

„Es geht darum, achtsam und in Rücksicht auf andere Lebewesen zu leben. Dazu gehört, was wir tragen, was wir essen und wie wir Tiere behandeln. Durch unseren Shop möchten wir die Botschaft weiter in die Welt transportieren. Gemeinsam können wir die Welt schöner, fairer und tierleidfreier machen“, sind sich zwei überzeugte Veganer, der Butzbacher Steffen Krummel und seine Partnerin Lena Zielske, einig.

Das besondere am „Anti Eat Meat Club“? „Vegan ist eine Haltung, und jeder soll es sehen“, davon sind die beiden Start-Up-Unternehmer überzeugt. Und genau aus diesem Grund haben sie es sich zum Ziel gesetzt, so viele Menschen wie möglich für einen veganen oder wenigstens vegetarischen Lebensstil zu begeistern.

Und wo gelingt es besser, ein Statement zu setzten und auf wichtige Themen aufmerksam zu machen, als bei dem Thema Kleidung? Dies hat die Macher des Butzbacher Unternehmens inspiriert, mit ihren angebotenen Designs auf das Thema Veganismus aufmerksam zu machen: „Wir stehen für nachhaltige, handbedruckte Kleidung mit Statements“, so Unternehmensgründer und freiberuflicher Designer Steffen Krummel. Übrigens in den meisten Fällen liebevoll von Hand bedruckt und veredelt. Somit sind alle angebotenen Produkte Unikate mit dem höchsten Maß an Qualität.

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