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Freibad Mitte September vorzeigbar

BUTZBACH. Die Arbeiten zur Sanierung des Butzbacher Schrenzerbads laufen weiter, unter anderem am neuen Eingang. Nicht alle Bereiche werden bis Mitte September fertig sein, aber die Bäderbetriebe planen, das Bad der Bevölkerung vorzustellen.

Ab Montag wieder Schulschwimmen / Arbeiten auf dem Schrenzer und in Maibach schreiten voran

BUTZBACH (thg). Das Butzbacher Hallenbad hat ab Montag geänderte Öffnungszeiten. Voraussichtlich Mitte September sind die Bauarbeiten im Schrenzerbad so weit abgeschlossen, dass es der Bevölkerung präsentiert werden soll. Im Maibacher Freibad sieht der Zeitplan die Fertigstellung des Umbaus Ende April vor. Über diese Themen informierte gestern Michael Weiß, Geschäftsführer der Butzbacher Bäderbetriebe. 

Ab Montag teilen sich wieder Öffentlichkeit, Vereine und Schulen die Benutzung des Hallenbads. An den Nachmittagen findet kein Schulschwimmen statt, sodass dann stets ein Zeitfenster für die Öffentlichkeit angeboten wird. Für Frühschwimmer gibt es einen Termin in der Woche: donnerstags von 7.00 bis 8.00 Uhr. Samstags und sonntags ist das Bad von 8.00 bis 12.00 und 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. 

Dass unter anderem kein weiteres Frühschwimmen angeboten werden kann, hängt laut Weiß vor allem mit dem anhaltenden Personalmangel der Bäderbetriebe zusammen. Denn trotz Ausschreibungen und Vorstellungsgesprächen fehle es weiter an Reinigungskräften. Zudem beginnen am Montag die Schulungen des Bäderpersonals an der neuen Technik im Schrenzerbad, unter anderem für die Software. Die Mitarbeiter stünden damit nicht im Hallenbad zur Verfügung. 

Für die weiterhin im Bad geltenden Regelungen im Rahmen der Pandemie bat Weiß um Verständnis. Unter anderem die Sperrung der Sprunganlage gehöre zum Konzept, das mit dem Wetteraukreis besprochen worden sei. Die Steuerung der maximalen Besucherzahl von 100 funktioniere auch nur über die Online-Buchung, nur so könnten Schlangen am Eingang verhindert werden. Die Coins für Mehrfach-Eintritte könnten daher derzeit nicht eingelöst werden, sie blieben aber gültig. „Das Geld ist nicht verloren“, betonte Weiß. Falls es gewünscht wird, sei eine Rückzahlung möglich. 

Besonders bittet der Geschäftsführer darum, dass beispielsweise das Kassenpersonal nicht beschimpft wird. Einzelne Fälle seien bis zur persönlichen Beleidigung gegangen. „Wir tun alle unser Möglichstes, aber wir müssen an dieser Abwicklung festhalten.“

Auf den Einzel-Eintrittspreis von 4,80 Euro für Erwachsene und ermäßigt drei Euro bezogen sagte Weiß, dass dies keinesfalls kostendeckend sei. Würde man die Vollkosten berechnen, wäre der Eintritt zweistellig. 3770 Besucher seien im Juli ins Bad gekommen. 

„Beim Schrenzerbad sehen wir Licht am Ende des Tunnels“, sagte der Geschäftsführer. Er erinnerte an die Probleme der Baumaßnahme, die damit begannen, dass die Ausschreibungen keine Angebote ergaben und sich bis hin zu verzögerten Materiallieferungen zogen. Unter anderem fehlten noch Steine für die 690 Meter langen barrierefreien Wege, die Lieferung von Edelstahl-elementen stehe noch aus. Gestern begann die Gras-Aussaat. Nicht alle Nebenanlagen würden bis Mitte September fertig sein, darunter der Beachvolleyball-Bereich und die Fläche des früheren Kinderbeckens. „Wir wollen der Bevölkerung das Bad zumindest zeigen, vielleicht können sogar einige Unentwegte noch ins Wasser“, sagte Weiß mit Blick auf Mitte September. Sollte das Bad Publikumsbetrieb aufnehmen, gelte laut Hygienevorgaben, dass maximal 176 Besucher in einer Schicht zugelassen seien.

Das Unternehmen für den Garten- und Landschaftsbau säte gestern Rasen.

 

Fliesen wurden ebenfalls verlegt.

Für die Sanierung schätzt Weiß die Kosten inzwischen auf drei Millionen Euro, denn auch Preissteigerungen habe es gegeben, 2,8 Millionen waren angenommen worden. Von 681 000 Euro Landesförderung seien bislang 340 400 Euro ausgezahlt worden. Mit sieben Millionen Euro Sanierungskosten für das Hallenbad und 2,3 Millionen Euro für den Umbau in Maibach hätten die Bäderbetriebe in den letzten und im kommenden Jahr somit einen „Kraftakt“ von 12,3 Millionen Euro erbracht.

Im Maibacher Bad war Mitte Juni Baubeginn. Die Hauptgewerke wurden vergeben, die Ver- und Entsorgungsleitungen sowie das Baufeld wurden vorbereitet. Am 4. Oktober soll der Einbau des Edelstahlbeckens starten. Abhängig vom Verlauf des Winters soll am 30. April alles fertig sein, auch der Bereich, der nicht aus EU-Mitteln gefördert, sondern von der Stadt bezahlt wird wie Umkleiden und Personalräume. 

Weiß hob besonders den Einsatz des Fördervereins des Maibacher Bads hervor, unter anderem bei Abbrucharbeiten. Viele ehrenamtliche Stunden seien geleistet worden und die harmonische und zielorientierte Arbeit werde fortgesetzt, unter anderem in den wöchentlichen Baubesprechungen. Auch mit Baufirma, Technik-
unternehmen und Planer sei die Zusammenarbeit gut. Bei der Vergabe der Aufträge habe sich gezeigt, dass sich die Lage auf dem Markt verbessert habe. 

Allein die finanzielle Förderung aus dem Leader-Programm macht Weiß noch Sorgen. Denn laut Förderbescheid vom August vorigen Jahres soll die Baumaßnahme bis Mitte Oktober abgerechnet sein. Das sei nicht zu schaffen. Nach mehreren Behördengesprächen habe man Umweltministerin Priska Hinz eingeschaltet, um eine Verlängerung der Frist zu erreichen.

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