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Freibäder bleiben geschlossen

Butzbacher Bäderbetriebe nehmen Vorbereitungen nicht auf / Geschäftsführer appelliert an Vernunft

BUTZBACH (thg). Am Mittwoch verkündete Innenminister Peter Beuth, dass die Schwimmbäder ab dem 1. Juni unter Beachtung der im Sport vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregelungen für Schwimmvereine und für -kurse wieder öffnen dürfen. „Das ist in Butzbach nicht möglich“, sagte Michael Weiß, Geschäftsführer der Butzbacher Bäderbetriebe, dazu am Mittwoch auf BZ-Anfrage. „Wir sind derzeit nicht in der Lage, das Vereinsschwimmen zu ermöglichen.“ 

Weiß informierte darüber, dass das Hallenbad weiter wegen eines Schadens geschlossen bleibe und das Freibad nicht vorbereitet sei. Die Bäderbetriebe hätten die Saisonvorbereitung im Zuge der Covid-19-Pandemie abgebrochen und würden sie nun auch nicht weiterführen. Der Geschäftsführer sprach von vier bis sechs Wochen notwendiger Vorbereitungszeit für eine Öffnung des Freibads. 

„Wir müssen einen wirtschaftlichen Schaden fernhalten. Niemand weiß, wie lange das gut geht“, sagte Weiß auf eine mögliche Öffnung des Schrenzerbads bezogen. Außerdem sei rein betriebswirtschaftlich die Freibad-öffnung nicht zu rechtfertigen. Die Aussage aus Wiesbaden könne bezogen werden auf drei Vereine: die DLRG, den Delphin Butzbach Tauchsportverein und den Masters-Schwimmclub. Es stelle sich die Frage, wieviel an Gebühren die Vereine dann zahlen müssten. 

Weiß wies darauf hin, dass vom Bäder-Fachverband und vom zuständigen kommunalen Spitzenverband umfangreiche Empfehlungen für den Betrieb von Bädern während der Coronazeit vorlägen. An vielen Punkten sei die Situation ungeklärt. Empfohlen werde zum Beispiel, dass Kinder-Planschbecken und Nichtschwimmerbecken nicht zur Verfügung gestellt werden. 

In Butzbach werde voraussichtlich in den nächsten Wochen über das Thema Freibadöffnung beraten. Weiß sagte, dass Ministerpräsident Volker Bouffier angekündigt habe, dass das „Corona-Kabinett“ am 5. Juni tagen werde. Dann werde eventuell Neues zum Thema Bäder beschlossen. Er appellierte aber an die Vernunft und daher Bäder nicht zu öffnen. Auch aus dem Förderverein des Maibacher Freibads habe er die Information, dass eine Öffnung nicht befürwortet wird. Unter anderem habe erst am Dienstag ein Wissenschaftler davon abgeraten. 

Zur Zukunft des Hallenbads sagte Weiß, die Bäderbetriebe warteten auf die Abschlussberichte zu den Schäden. Für das Schrenzerbad ging unterdessen ein Förderbescheid des Landes für eine Sanierung ein (die BZ berichtete). Die Maßnahme muss noch in den Gremien von Bäderbetrieben und Stadt Butzbach beraten werden. 

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