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„Freundschaft heute wichtiger denn je“

BUTZBACH. Zur Einstimmung auf die Festtage spielte die Concert Band der United States Air Forces in Europe im Bürgerhaus Butzbach. Foto: win

Amerikanische Air Force Band gibt Weihnachtskonzert in Butzbach / Harmonie und gemeinsame Freude an Musik

BUTZBACH (win). Auf Einladung der Stadt Butzbach gastierte am Mittwoch die United States Air Forces in Europe (USAFE) Concert Band zum traditionellen Weihnachtskonzert im ausverkauften Bürgerhaus. Die 35 Mitglieder des Musikkorps der US-Luftstreitkräfte in Europa, stationiert auf dem Luftwaffenstützpunkt in Ramstein, sind „Amerikas musikalische Botschafter” und repräsentieren die Vereinigten Staaten und die US-Luftwaffe in über 20 Ländern quer durch Europa, Asien und Afrika. Das gesamte Repertoire der USAFE-Band reicht von Jazz über Soul und Musik von der Klassischen Moderne bis hin zu zeitgenössischer amerikanischer Musik. 

Die Spielfreude und Virtuosität des Orchesters unter der Leitung von Lieutenant Colonel Cristina Moore Urrutia war wieder einmal ansteckend und lud zum Mitswingen ein. Piano, Percussion, Holz- und vor allem die fantastischen Blechbläser präsentierten einen bunten Reigen. Die Gesangssolisten Senior Airman Sierra Bailey und Master Sergeant Clint Whitney sorgten für Gänsehautmomente. Die Band mache mit ihrer Musik die Vorweihnachtszeit in Butzbach stimmungsvoll, festlich und international. 

Das alljährliche Konzert sei ein kostbarer Brauch, begrüßte die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins, Christine Borchers-Fanslau, die Musiker auf Deutsch und Englisch. Die Zuschauer erhoben sich von ihren Plätzen, als zu Beginn des abwechslungsreichen Programmes beide Nationalhymnen gespielt wurden. Den Abend moderierte Dominik Halnais und versprach eine „Insel der Ruhe im Trubel der Vorweihnachtszeit“. 

Mit der „Christmas Intrada“ begann der bunte Reigen, gefolgt von „O Chanukah“, einem fröhlichen Kinderlied, gesungen von MSgt Clint Whitney. Mit „Dreidel Dance“ folgte ein Chanukah Mash-up sowie „There is no Rose of such Virtue“, ein zeitgenössisches Stück von Sting, wunderbar interpretiert von SrA Sierra Bailey und mit viel Applaus und Bravorufen bedacht. Großen Beifall gab es auch für „Selections from the Nutcracker Suite“. Mit Peter Tschaikowskys „Nussknacker“ kamen auch klassische Momente ins musikalische Spiel. Beim „Little Drummer Boy“, gesungen von SrA Bailey und MSgt Whitney, wurde vom Publikum begeistert beklatscht. Zur Halbzeit ertönte das bekannte und beliebte Lied „Go tell it on the Mountain“. Die Dixie-Formation mit Südstaaten-Flair sorgte damit für einen ersten Höhepunkt des stimmungsvollen Abends, bevor sich die Band mit „A Christmas Scherzo“ in die Pause verabschiedete. 

Als Überraschung gab eine kleine Abordnung der Band im Foyer Celtic Folk-Musik zum Besten und verlieh der Pause besonderen Glanz. Nach der Pause ging es mit einer Brise Jazz weiter. Bei „You’re a mean one, Mr Grinch“ gaben sich die Posaunen ein jazziges Stelldichein. Eine temporeiche und witzige Interpretation von „Jingle Bells“ gab SrA Bailey zum Besten. MSgt Whitney sang „Better Days“ und begleitete sich dabei selbst auf der Akustik-Gitarre. Längst hatte das Publikum die beiden Solisten in die Herzen geschlossen und jubelte ihnen zu. Bei „Silver Bells“ und „What Child is this?“begeisterten Sierra und Clint einmal mehr mit ihrem beeindruckenden Stimmvolumen. Die Zuschauer dankten es mit lauten Bravo- und Jubelrufen. 

Auch nach 289 Auftritten in 29 Ländern allein in diesem Jahr spiegelte sich die unüberhörbare Spielfreude und Virtuosität des Orchesters unübersehbar in den Gesichtern der Bandmitglieder wider. Traditionell gab es zum Abschied ein „Sing Along“, das gemeinsame Singen deutscher Weihnachtslieder. Angefangen von „O Tannenbaum“ über „Kommet Ihr Hirten“ bis zu „O, Du Fröhliche“ durften „Ihr Kinderlein kommet“ und „Stille Nacht“ natürlich auch nicht fehlen. Das Publikum verschmolz zu einem großen Chor. Die Band verabschiedete sich unter stürmischem Applaus und stehenden Ovationen. 

Borchers-Fanslau bedankte sich bei allen Beteiligten für ein wunderbares Konzert, das „Zucker für die Seele“ gewesen sei und überreichte Geschenke an die Dirigentin Lt Col Cristina Moore Urrutia sowie Blumen für die Damen und Weinpräsente für die Herren der Band. Der Abend war geprägt von friedlicher Freundschaft, Harmonie und der gemeinsamen Freude an der Musik. Lt Col Urrutia bedankte sich für die Gastfreundschaft und betonte, dass die deutsch-amerikanische Freundschaft heutzutage wichtiger denn je sei. Mit „Hoping for better days“ und „we wait for peace“ fand sie ernste Töne. Sie verabschiedete sich auf Deutsch und wünschte den Konzertbesuchern frohe Weihnachten. Nach „O Holy Night“, bei dem die Solisten noch einmal alles gaben, bedankte sich das Publikum mit minutenlangem Applaus für die weihnachtliche Einstimmung auf die Festtage. Beharrlich verlangte es nach einer Zugabe. Und die Band machte mit dem „Sleigh Ride“ – eine Schlittenfahrt mit Peitschenknall und auf der Trompete intoniertem Pferdegewieher – das Glück der begeisterten Zuschauer perfekt.

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