Früheres Uhrwerk der Markuskirche kehrt an Ursprungsort zurück

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Früheres Uhrwerk der Markuskirche kehrt an Ursprungsort zurück

BUTZBACH. 1929 war dieses Turmuhrwerk in Bockenem/Harz von der Firma Weule hergestellt und im Turm der Butzbacher Markuskirche von der Butzbacher Firma Haltmeier eingebaut worden. Bis 1971 zeigte das Werk in unserer Stadt  die Zeit an, als es durch eine Funkuhr ersetzt wurde.  Beim Abbau der mechanischen Uhr half damals Peter Bach, der das Werk schließlich  für 5 DM von der Markusgemeinde erwarb und in seine Einzelteile zerlegte. Die Uhrmachermeister Rudi Modenbach (links im Bild) und Thomas Jäger (rechts) überholten  später das Werk und setzten es wieder zusammen. Beim Hessentag 2007 in Butzbach war die 600 Kilogramm schwere Konstruktion dann zehn Tage lang vor dem Uhrengeschäft Haltmeier zu bestaunen. 14 Jahre lang lagerte das Turmuhrwerk in einer Garaga. Gestern wurde das Werk in die niedersächsische Stadt Bockenem transportiert, wo es  In Zukunft im dortigen Turmuhrenmuseum zu sehen sein wird. 

Im Jahr 2004 überholtes mechanisches Gerät erhält Platz im Museum in Bockenem am Harz

BUTZBACH (pi). Ein altes Uhrwerk der Turmuhr der Butzbacher Markuskirche kehrt in seine Heimat zurück. Im Jahr 1929 wurde es von der Firma Weule aus Bockenem am Harz ausgeliefert. Jetzt hat es dort einen Platz im Museum gefunden. 

Mehr als vier Jahrzehnte lang bis 1971 hat das Uhrwerk im Turm der Butzbacher Kirche für die genaue Zeitanzeige gesorgt. Dann wurde es demontiert, weil die Kirchenuhr auf die moderne Technik einer Funkuhr umgestellt wurde. Neuer Eigentümer des Uhrwerks wurde Peter Bach, der im evangelischen Posaunenchor spielte. Dazu gehörte ein meterlanges Pendel mit dem schmiedeeisernen Firmenmotiv von J.F. Weule samt „Eule“. Im Jahr 2003 übergab Bach, der inzwischen in Erfurt lebte, das eingelagerte Material an Uhrmachermeister Rudolf Modenbach in der Hoffnung, dass das Uhrwerk noch zu retten war. 

Dies war der Fall. Im Jahr 2004 wurde es von Uhrmachermeister Thomas Jäger aus Pohl-Göns überholt. Buchstäblich jeder Quadratzentimeter war verrostet, die Korrosionsschäden mussten behoben werden. Hinzu kam, dass kaum Details zum Zusammenbau bekannt waren. Ziel war es aber, das Uhrwerk wieder funktionsfähig zu machen. 

Schwarz-grün-gold lackiert wurde das mechanische Werk in Gang gesetzt. Lediglich eine elektrisch betriebene Vorrichtung zum Aufziehen besitzt das Uhrwerk. Auch sie wurde seinerzeit wiederhergestellt. So war es möglich, dass das Uhrwerk im Jahr 2007 zum Butzbacher Hessentag in der Wetzlarer Straße vor dem Geschäft Haltmeier ausgestellt wurde. Heinz Haltmeier, der Schwiegervater Modenbachs, wirkte im Jahr 1929 am Einbau des Uhrwerks in den Markuskirchenturm mit. 

Nach dem Hessentag wurde das Uhrwerk in einer Garage gelagert. Nun wollte es Modenbach weitergeben. Allerdings fand sich in Butzbach keine Verwendung für den historischen Antrieb der Kirchen-Uhrzeiger. Nun kehrt das 600 Kilo schwere Teil an seinen Ursprungsort zurück. 

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