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„Fühlen uns hier wie zu Hause“

NIEDER-WEISEL. Beim traditionellen Waldfest des TV Nieder-Weisel am Himmel­fahrtstag wurde die neue Kirchweghütte in Betrieb genommen. Das Bild zeigt v.l. den TV-Vorsitzenden Norbert Kartmann, Ortsvorsteher Bernd Win­ter, Ersten Stadtrat Manfred Schütz und den Ministerialbeamten im Wirtschafts- und Verkehrsministerium, Gerd Riegelhuth.

HIMMELFAHRTSFEST – Neue Schutzhütte wieder Veranstaltungsort des Turnvereins Nieder-Weisel

Nieder-Weisel (pm). Morgens an Himmelfahrt um 7.00 Uhr war die Welt noch nicht in Ordnung und es war offen, ob das diesjährige Himmelfahrtsfest des TV 1900 Nieder-Weisel auf dem Platz am Kirchweg zwischen Hausen und Hoch-Weisel stattfinden konnte oder in der Mehrzweckhalle in Nieder-Weisel. Um diese Uhrzeit inspizierte der TV-Vorsitzende Norbert Kartmann den Platz, um sich über dessen Zustand nach dem nächtlichen Regen zu informieren. Zugleich blickte er immer wieder mit großer Skepsis auf die Wetterwolken: Hält es oder hält es nicht. Dann schickte er die entscheidende SMS an seine Vorstandskollegen im Dorf: „Wir gehen in den Wald.“ 

Doch nachdem die TV-Kolonne mit Küchenwagen, dem Wagen mit der Bestuhlung, einem Stromgenerator, eine große Menge Leitungswasser und vielen, für das Fest notwendigen Untensilien den Veranstaltungsort erreicht hatte, begann das Grübeln erneut. Schließlich und unter entscheidender Einflussnahme des Vorstandsmitgliedes Katja Engelmann-Schneider blieb es dabei: Das Fest findet im Wald statt.  

Dass dies die richtige Entscheidung war, konnten die Gäste dann den ganzen Tag erleben. Kein Tropfen fiel aus den Wolken, zeitweise zeigte sich sogar die Sonne: Das traditionelle Himmelfahrt-Waldfest trotzte allen negativen Wetterprognosen. Mit dem Waldgottesdienst startete das Traditionsfest. Vikar Christian Stiller gestaltete diesen unter Begleitung des Musikvereins. Anschließend begrüßte Kartmann die Gäste und gab seiner großen Freude und auch Überraschung ob der großen Anzahl der Besucher Ausdruck.  

Aus besonderem Anlass waren der Butzbacher Erste Stadtrat Manfred Schütz, der neue Nieder-Weiseler Ortsvorsteher Bernd Winter und der Ministerialbeamte aus dem Wirtschafts- und Verkehrsministerium, Gerd Riegelhuth, anwesend. Dieser ist Nieder-Weiseler „Ur-Bürger“ und hat wesentlich dazu beigetragen, dass die neue Schutzhütte auf dem Platz am Kirchweg im Rahmen des Gesamtprogramms „Limes-Radweg“ in die Finanzierung aufgenommen wurde. 

„Es ist für den Limes-Radweg, an dessen Umsetzung und Finanzierung auch die Stadt Butzbach beteiligt war, wichtig, dass an der Strecke Schutzhütten angeboten werden,“ so Schütz. „Das steigert die Attraktivität eines solchen mit dem Weltkulturerbe ‚Römischer Grenzwall Limes‘ verbundenen Rad- und Wanderweges“, erklärte der Erste Stadtrat. Er dankte dem Land für die Initiative. Diesem Dank schloss sich Winter an. „Diese Schutzhütte gehört dem Land und ist für den Radweg wichtig, aber wir Nieder-Weiseler fühlen uns auf diesem Platz wie zu Hause und freuen uns für die neue Schutzhütte“, so Winter. Der Dank galt auch Riegelhuth für seinen Einsatz. „Ohne die Bereitschaft des Landes und die Hilfe von Gerd Riegelhuth wären wir heute nicht soweit“, erklärten die beiden Vertreter von Stadt und Ortsbeirat.

Einen besonderen Glückwunsch und Dank sprach der Turnverein in eigener Sache aus. Seit 30 Jahren existiert die Männerturnstunde, geleitet von Ulla Sommer. Sie hatte einen privaten Ehrentag und kochte die „Dicke Suppe“ für das Himmelfahrtfest. Mit einem großen Frühlingsstrauß drückte Kartmann den Dank des Vereins aus.  

Mit einem zweistündigen Platzkonzert unterhielt der Musikverein Nieder-Weisel und machte damit auch aufmerksam auf sein Frühlingsfest am Pfingstsonntag in Nieder-Weisel. 

Der Musikverein Nieder-Weisel sorgte für die musikalische Umrahmung.

 

Norbert Kartmann bedankt sich bei Ulla Sommer, die seit 30 Jahren die Männer­turnstunde des TV leitet und auch die „Dicke Suppe“ für das Waldfest kochte.

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