Fünf tote Jung-Wildschweine: Jäger machen Mountainbiker verantwortlich

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Fünf tote Jung-Wildschweine: Jäger machen Mountainbiker verantwortlich

BUTZBACH. Vom Muttertier verlassene, erfrorene Wildschweinjunge haben die Butzbacher Jäger entdeckt und stellen eine Verbindung zu einer illegalen Mountainbike-Fahrt her. Foto: jw

Butzbacher Jägervereinigung findet erfrorene Frischlinge in der Nähe von gerade befahrenem illegalem Trail

BUTZBACH (jw). Die Jägervereinigung Butzbach bittet in einer Pressemitteilung die Waldbesucher darum den Wald nur auf den ausgewiesenen Wegen zu betreten. Dafür bedanken sich die Jäger ausdrücklich bei allen, die sich rücksichtsvoll in Wald und Flur bewegen.

„Fünf gerade geborene Frischlinge wurden erfroren im Wurfkessel unterhalb des Hausbergturms in unmittelbarer Nähe eines frisch befahrenen, so zeigen es Spuren im Schnee, illegalen Trails aufgefunden. Die Vermutung liegt nahe, dass aufgrund einer Störung die Bache ihre Frischlinge verlassen hat und die Neugeborenen rasch ausgekühlt sind“, schreiben die Jäger.

Die ersten jungen Wildschweine  würden Ende Januar und überwiegend im Februar geboren. Die Bache (das weibliche Wildschwein) baut dafür einen Wurfkessel (Nest), indem die Frischlinge geboren werden. Eine Störung des Muttertiers mit Verlassen des „Wohnzimmers“, selbst für kurze Zeit, endet bei der jetzigen Witterung und Kälte sehr oft tödlich, so die Jägervereinigung. 

„Auch wenn aktuell ein kleiner Teil der Waldnutzer – Mountainbiker – behauptet, sich rücksichtsvoll zu verhalten, nicht den Wald und seine Bewohner zu stören, teilt die Jägervereinigung diese Meinung nicht“, so die Pressemitteilung. 

Zu den Leserbriefen in der BZ vom 28. Januar „Der Wald ist für alle da“ und vom 8. Februar „Biker sind rücksichtsvoll“ merken die Jäger an: „Sicher ist der Wald für alle da, aber nicht für alles. Die Gesetzgebung regelt eindeutig die Nutzung des Waldes, insbesondere das Radfahren abseits befestigter Wege. Rücksichtsvolle Biker – wie es der überwiegende Teil im Butzbacher Stadtwald ist – legen keine illegalen Trails an und fahren nicht ohne Rücksicht auf Flora und Fauna querbeet. 

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