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Fünf Varianten liegen auf dem Tisch

Architekt von „Transmit“ stellt im Rockenberger Ausschuss Skizzen für Kita Oppershofen vor

ROCKENBERG (thg). Fünf Optionen für einen modernen Kindergarten in Oppershofen stellte Professor Maik Neumann vom Transmit-Zentrum in Gießen am Montag im Rockenberger Haupt- und Finanzausschuss vor. Die drei mittelhessischen Hochschulen tragen das Zentrum, das Forschung, Lehre und Service beispielsweise für Kommunen und Unternehmen miteinander verbindet. Neben den Vorschlägen mit dem Erhalt des bisherigen Gebäudes war auch eine Variante mit Abriss des Bestands und Gesamtneubau darunter, ferner ein Neubau am „Burgweg“. Auf Dorfpartei-Antrag wurde noch kein Beschluss gefasst, zunächst sollen die Fraktionen Zeit zur Beratung der Vorschläge haben. 

Die Skizzen wurden vom Hochschullehrer mit einem Kollegen und einer Handvoll Studenten erstellt. Architekt Neumann machte deutlich, dass er grundsätzlich für den Erhalt des Gebäudes seiner historischen Bedeutung wegen plädiere. Moderne Gruppenräume ließen sich darin aber nicht mehr einrichten. Für die Varianten zum Erhalt des Gebäudes nannte er die Belegung mit Funktionsräumen oder etwa Personalräumen als Nutzung. 

Nach einem Bewertungsschema der Arbeitsgruppe schneiden zwei Lösungen am besten ab. In der einen bleibt das Bestandsgebäude erhalten, ein Mehrzweckraum dient als Bindeglied für einen Neubau auf dem Gelände, das eine schwierige Topografie aufweise. Ein langgestreckter Baukörper mit einem zweiten, tiefer liegenden Geschoss sei die Option. Die Kosten lägen bei etwa 2,6 Millionen Euro. Preiswerter wäre ein Neubau, der mit 2,4 Millionen Euro veranschlagt werde. Die Kosten für eine Interimslösung oder den Abriss sind darin nicht enthalten. 

„Am liebsten wäre mir, Sie hätten noch ein drittes Grundstück“, sagte Neumann. Einen Neubau am „Burgweg“ befürwortete er eher nicht, da für ihn ein Kindergarten ins Dorf gehöre. Der Burgweg sei dies nicht. Die Ortsteile sollen dort zwar zusammenwachsen, dies werde aber noch dauern. Sollte der Bestandsbau erhalten bleiben, könne man sehen, welche Nutzung dieses „fantastische Bauwerk“ künftig haben könnte. Neumann sagte, Transmit könne auch die weitere Umsetzung des Baus übernehmen, wenn man dies vereinbare. 

Rund 20 Zuhörer waren in die Sitzung gekommen. Bürgermeister Manfred Wetz kündigte an, die Projektskizzen auf der Homepage der Gemeinde zu veröffentlichen. Die Bürger könnten dazu dann auch ihre Meinung äußern und sich an die Gemeinde wenden.  

Vier Gruppen für Kinder ab drei Jahren und zwei Gruppen für Kinder unter drei Jahren waren die Planungsgrundlage. Die Gruppenräume hätten bereits 360 Quadratmeter Fläche, hinzu kämen Funktionsräume und Sanitäranlagen, im Idealfall 1200 Quadratmeter Außenbereich, fünf Stellplätze und ein Behinderten-Stellplatz.

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