Für Dachsanierung des Gemeindehauses Oberkleen wurde Richtfest gefeiert

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Für Dachsanierung des Gemeindehauses Oberkleen wurde Richtfest gefeiert

OBERKLEEN. Richtfest wurde für die Dachsanierung des Gemeindehauses gefeiert. Das linke Foto zeigt v.l. Pfarrer Michael Ruf, die Vorsitzende des Fördervereins, Inge Michel, Architektin Stefanie Muskau, Dachdeckermeister André Schneider und seine Mitarbeiter. Text + Fotos: wiß

OBERKLEEN (wiß). Es war ein in jeder Art ungewöhnliches Richtfest, das die Evangelischen Kirchengemeinden Ebersgöns und Oberkleen im Gemeindehaus Oberkleen feierten. Pfarrer Michael Ruf konnte dazu im Gemeindesaal auch Bürgermeister Horst Röhrig, Architektin Stefanie Muskau (Wettenberg) und die Handwerker sowie auch mit Inge Michel die Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Gemeindearbeit in der Evangelischen Kirchengemeinde Oberkleen begrüßen. 

Der Förderverein hatte auch zum Richtfest eingeladen, bei dem zunächst gefeiert und dann der Richtspruch von Dachdeckermeister André Schneider nicht hoch oben vom Dach, sondern auch im Gemeindesaal gesprochen wurde. Allerdings hatte Schneider auch einige interessante Zahlen zur Halbzeit der Dachsanierung zu bieten, die Mitte Oktober abgeschlossen sein soll. „Was ist bisher seit dem 17. September passiert?“ fragte denn auch Schneider und lieferte gleich die Antwort. 

380 Quadratmeter umfasst das Dach, für das vom Gerüstbauer 450 Quadratmeter Gerüst gestellt, von den Dachdeckern 15 580 Kilogramm Ziegel abgedeckt, 1255 Latten und 420 Kilo Mineralwolle abgerissen wurden. Verbaut wurden mittlerweile bereits 375 Quadratmeter Unterspannbahn, 386 Meter Hölzer, rund 1500 Schrauben und 560 Meter Latten. Zudem wurden 280 Quadratmeter Aufsparrndämmung aufgetragen. „Und wir hoffen, dass in zwei Wochen die neuen Ziegel schon blinken“, so Schneider mit dem Hinweis, dass insgesamt 3350 Ziegel aufs Dach gepackt werden. 

Zuvor hatte Michel auch die beiden Bürgermeisterkandidaten Marius Reusch und Sabrina Zeaiter begrüßt „und alle, die sich in diesem Haus wohlfühlen und sich freuen, dass es saniert wird und weiter den Oberkleenern zur Verfügung stehen wird“. Vieles sei bisher an dem 1972 errichteten Gemeindehaus unverändert geblieben und so in die Jahre gekommen. Nun stehe eine umfangreiche Sanierung an, bei der das Dach die erste Maßnahme war. 14 Jahre habe der Förderverein gesammelt und sei sehr stolz die Summe von 40 000 Euro verantwortungsvoll für diese Dachsanierung einsetzen zu können. „Das ist ein gutes Gefühl für uns. Das ist nur der erste Schritt der Dachsanierung. Es müssen noch weitere folgen – und diese müssen auch finanziert werden“, so Michel mit dem Hinweis, dass dazu in der kommenden Woche im Ortsteil ein Flyer an die Haushalte verteilt wird um weitere Spenden zu akquirieren. 

„Doch bevor wir anfangen zu betteln feiern wir Richtfest. Das Gemeindehaus war viele Jahre für viele Feiern da. Die Oberkleener halten zusammen“, freute sich Michel und ging auf das Sanierungskonzept ein, das nach der 110 000 Euro teuren Dachsanierung den Austausch der Fenster und Jalousien, eine Renovierung des Saals mit Erneuerung der Heizkörper, Deckenverkleidung und Beleuchtung sowie einen Umbau und Renovierung des Foyers und Treppenhauses und eine Erneuerung der Elektroinstallation während der einzelnen Bauabschnitte, der Heizungsanlage samt Sanierung der Sanitärräume im Untergeschoss beinhaltet. 

Das Sanierungskonzept ist so ausgelegt, dass Schritt für Schritt das Gemeindehaus in den nächsten Jahren renoviert werden kann. Damit besteht die Möglichkeit, jede Sanierungsmaßnahme erst zu beauftragen, sobald die Finanzierung dafür gesichert ist. Die Gesamtkosten für die Sanierung sind mit 345 000 Euro kalkuliert worden. Die Finanzierung der Dachsanierung wurde durch Rücklagen der Kirchengemeinde für das Gemeindehaus in Höhe von
70 000 Euro und vom Förderverein mit
40 000  Euro sichergestellt. „Um weitere Sanierungsmaßnahmen beauftragen zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Bei der Innensanierung besteht auch die Möglichkeit, die Kosten durch Eigenleistungen zu verringern“, verwies Michel auf die Spendenbox und das Spendenkonto DE32513900000005030501. 

Abschließend unterstrich Architektin Muskai, dass das Dach eines der wichtigsten Bauteile eines Gebäudes ist. „Das merkt man erst, wenn es undicht ist. Wenn man ein Gebäude saniert, dann sollte dieses in der richtigen Reihenfolge und erst das Dach und dann der Rest des Gebäudes in Angriff genommen werden“. 

Das Foto entstand im Gemeindehaus während der Ansprachen.

 

 

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