Für Elvis-Presley-Fans wurde Museums-Abteilung neu gestaltet

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Für Elvis-Presley-Fans wurde Museums-Abteilung neu gestaltet

FRIEDBERG. In der neugestalteten Abteilung über Elvis Presley im Wetterau-Museum ist in der Fotosammlung auch eine Aufnahme von Claus-Kurt Ilge aus Ober-Mörlen mit Elvis Presley zu sehen.

FRIEDBERG (pm). Das Elvis-Weekend kann in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie in seiner seit Jahren üblichen Form mit Ausstellungen und Konzerten im Wetterau-Museum nicht stattfinden. Dennoch gibt es für Elvis-Fans und andere Interessierte am Wochenende, 15. und 16. August, mindestens zwei gute Gründe, das Wetterau-Museum zu besuchen. Zum einen präsentiert sich die Abteilung „Friedberg (Hessen) – Army Home of Elvis Presley“ beginnend mit diesem Wochenende in einer neuen Gestaltung, zum anderen macht der „mobile Kleiderschrank“ der KulturRegion Frankfurt/RheinMain, der unter der Überschrift „Kleidung, Freiheit, Identität“ auf die Reise geht, in Friedberg vom 15. bis 30. August seine erste Station.

In der ersten Jahreshälfte wurde die Dauerausstellung „Glanzstücke des Wetterau-Museums“ innerhalb des Museums verlagert und neu aufgestellt. In diesem Zuge wurde die Abteilung über Elvis Presley neu gestaltet und mit umfangreichen Bild- und Text-Informationen ausgestattet. Die beiden Hauptexponate, die Uniform des Postboten Franz Kössler sowie die Lederjacke des jugendlichen Fans Claus Kurt Ilge, wurden in die neue Präsentation übernommen. Der Schwerpunkt der neuen Präsentation liegt auf dem Zeitraum vom 1. Oktober 1958 bis zum 1. März 1960, in denen Elvis Presley seinen Militärdienst in Friedberg ableistete. Die Fotos des damaligen Fotografen der Wetterauer Zeitung, Horst Schüßler, dokumentieren sehr gut die Tage der Ankunft und des Abschieds mit ihrem enormen Presserummel sowie einige weitere Ereignisse, über die die Zeitung seinerzeit berichtete.

Die erste Station des Projektes „Mobiler Kleiderschrank“ im Wetterau-Museum Friedberg führt die Besucher zurück in das Friedberg, Bad Nauheim und übrige Hessen der Zeit um 1960. Es wird gezeigt, wie die Jugend, geprägt durch die ärmlichen Verhältnisse der Nachkriegszeit bereits gegenteilig dazu unter dem Einfluss von Rock’n’Roll und Rockabilly stand. Verstärkt wurden die Einflüsse durch den in den Friedberger Ray Barracks stationierten und in Bad Nauheim wohnenden Elvis Presley mit seinem bunten und körperbetonten Stil. Somit geht der Kleiderschrank insbesondere der Frage nach „Was verstanden die Jugendlichen unter Leben, Freiheit, Provokation?“ und bietet hierbei einzigartige Einblicke in das Erleben und Verhalten in den 1960ern.

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