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Gambacher Erdbeerkönigin Lisa II. wurde feierlich inthronisiert

GAMBACH. Die neue Erdbeerkönigin Lisa II. mit den Mitgliedern des Erdbeerkomitees. Fotos: rtz

Junior-Erdbeerbauer Maximilian Reuhl gab einen Überblick über die Erdbeersaison

GAMBACH (rtz). Das Gambacher Erdbeerkomitee und der Erdbeeranbaubetrieb Reuhl Gambach hatten am Freitag zu einer Feierstunde ins Altstädter Feld bei Gambach eingeladen. Eine Reihe von Gästen waren gekommen, unter ihnen auch der Geschäftsführer des Regionalbauernverbandes Wetterau-Frankfurt, Marcus Schepp. 

Der Junior-Erdbeerbauer Maximilian Reuhl erläuterte zunächst die Erdbeerproblematik der vergangenen Monate. Aufgrund der kühlen Frühjahrstemperaturen startete die diesjährige Erdbeersaison 14 Tage später als im vergangenen Jahr. Die Erdbeerernte in den CO2-neutral beheizten Sonnentunneln am Lindenhof Nieder-Weisel begann erst in der letzten Aprilwoche. 

Auf den kühlen April folgte der kühlste Mai seit Wetteraufzeichnung. Somit verschob sich der Beginn der Freilandsaison deutlich nach hinten und Erdbeeren blieben im Mai weiterhin knapp. Es folgte der Juni mit einer sehr frühen Hitzewelle. Die Früchte, die im Mai fehlten, reiften mit Wucht im Juni nach und stellten den Betrieb und vor allem die Mitarbeiter vor große Herausforderungen. „Schlimmer als die kurze große Hitze sind jedoch die bis jetzt anhaltenden großen Regenmengen,“ so Erdbeerbauer Reuhl. Durch die ständigen Niederschläge sei die Haltbarkeit der Freilanderdbeeren im Moment leider nur sehr begrenzt. 

Durch das unbeständige Wetter fehlte in diesem Jahr der sonst übliche Ansturm auf die Selbstpflückfelder. „Glücklicherweise haben wir in den letzten Jahren kontinuierlich in den geschützten Erdbeeranbau in den Sonnentunneln investiert,“ so Reuhl. So konnten die eigenen Verkaufsstände und etliche Stammkunden immer bedient werden. Zusätzliche Anstrengungen schafften in diesem Jahr auch die Folgen der Corona-Pandemie. Ein Problem war die strikte Umsetzung des Hygienekonzepts für die Unterbringung der ausländischen Erntehelfer. Dazu wurde im vergangenen Winter kurzerhand eine neue Wohnanlage für Saisonarbeitskräfte gebaut.

Etwas zuversichtlicher stimmen Familie Reuhl aktuell die positiven Wetteraussichten für die nächsten Wochen. Die im zeitigen Frühjahr gepflanzte „immertragende“ Erdbeersorte „Florentina“ zeigt gerade die ersten roten Früchte und verspricht bisher eine gute Ernte bis in den Oktober hinein. Da der sonst für Ende Juni gewöhnliche Erdbeerhunger noch etwas ausblieb, hofft Obstbauer Reuhl  nun auf gute Nachfrage im verbleibenden Sommer. 

Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer lobte die Anstrengungen dieses Erdbeerhofes. In einer kleinen Geschichte verdeutlichte sie die Schwierigkeiten der Bauern in ihrer Landwirtschaft. Auch die Vorsitzende des Bezirkslandfrauenvereins, Bettina Bonarius, gratulierte Familie Reuhl zu ihren Erfolgen bei dem gerade jetzt nicht immer einfachen Erdbeeranbau. Projektmanagerin Dana Hüsch informierte über die „Beerenakademie“, die hier im Altstädter Feld praktiziert wird. Dabei erfahren Kinder viel Wissenswertes über Landwirtschaft allgemein und natürlich alles über den Anbau und die Ernte von Erdbeeren.

Senior-Erdbeerbauer Klaus Volker Reuhl stellte die Mitglieder des Gambacher Erdbeerkomitees vor. Dieses besteht bereits seit zehn Jahren. Zu seinen Aufgaben gehört die Förderung des Erdbeeranbaus und die Findung und Prüfung von Anwärterinnen für das Amt der Erdbeerkönigin. In diesem Jahr hat Lisa Marie Kaiser alle Prüfungen bestanden. An diesem wichtigen Tag erfolgte nun die Krönung. In Vertretung des Kanzlers durfte Minister Carsten Sange Lisa die Schärpe umlegen und das Krönchen aufsetzen. Voller Freude sieht nun Lisa II: ihren Aufgaben als neue Erdbeerkönigin entgegen. Alle Anwesenden stießen mit dem köstlichen Erdbeersecco auf ihr Wohl an. Bettina Bonarius überreichte Lisa einen großen Rosenstrauß. Klaus Volker Reuhl erfreute seine Mitarbeiterinnen mit kleinen Blumensträußen. Es wurden auch noch viele Fotos geschossen.

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